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zusammen bringt. Kurz vor dem Start, als wir in den Startblöcken im Olympiastadion standen, dröhnte holländische Musik aus den Lautsprechern und lies die Stimmung unter den Läufern und Zuschauern weiter ansteigen. Gestartet wurde in unterschiedlichen Blöcken. Erst eine halbe Runde unter dem Applaus der Zuschauer durchs Station und dann durchs Marathontour in die Stadt. Auch in der Stadt war Stimmung auf ganzer Strecke angesagt. Samba – Gruppen, Orgelmusik, Partybands, DJs auf alten VW – Bussen. Wer hier nicht Spass hatte, dem konnte man nicht mehr helfen. Der Höhepunkte folgte jedoch, als wir ca. 10km am Fluss Amstel liefen. Wie aus dem nichts ertönte plötzlich Live Musik. Eher im Spass meinte ich noch zu Ralf, das auf dem Schiff, das uns langsam auf den Fluss entgegen kam, sicherlich eine Party gefeiert würde. Bei näherem Hinsehen war aber klar, man hatte eine Bühne installiert, auf der ein Band spielte. Der alte Karn schipperte langsam den Fluss entlang und die Band machte Stimmung ohne Ende, Multi-Kulti eben. Ob dirt süsslicher Rauch aufstieg, war aus der Ferne aber nicht zu ersehen. Von dieser Art der Musikbühne gab es gleich zwei Varianten, eine super Idee!
Auch „landschaftlich“ hatte der Amsterdam Marathon alles zu bieten. Grachten, an deren Ufer Hausboote lagen. Alte Häuserzeilen im Sonnenschein, die Amsel entlang typisch holländische Landschaft außerhalb Amsterdams mit tollen Herrenhäusern, Windmühlen, Parks und immer wieder die Grachten in Amsterdam. Wie sagte Hartmut so treffen: ein Bild wie im Märchen.
Gelaufen wurde natürlich auch. Ein Stadtkurs, der nur zwei leichte Steigungen hatte. Eine resultierte aus einer Unterführung, aus der es wieder hoch ging und eine aus einer leichten Anhöhe, die eher die Form einer Erhebung hatte. Die gesamte Strecke bot besten Laufuntergrund und immer wieder neuen Eindrücke aus der Multi-Kulti-Stadt. Liefen die ersten Kilometer noch recht entspannt dahin, um erst einmal den Laufrhythmus zu finden, folgte Kilometer um Kilometer auf ebener schneller Strecke. Der Körper lief wie ein schweizer Uhrwerk in Holland und absolvierte die Belastung ohne murren. Selbst der Wind hielt sich an diesem Tag zurück und kam nur entlang der Amstel etwas aus der Deckung, was aber kein wesentliches Konditionsproblem mit sich brachte. Da dieser Marathon für mich ein reiner Spassmarathon war, ging der Blick zur Pulsuhr nur hin und wieder rein sporadisch. Nur nicht überdrehen und immer wieder etwas langsamer werdend, um Fotos von der Strecke, dem Läuferfeld und den Zuschauern zu machen. Ralf, der neben mir lief und seinen ersten Marathon bestritt, musste hin und wieder an sein manchmal zu forsches Tempo auf den ersten Kilometern erinnert werden, konnte dann aber auch seinen Rhythmus bestens umsetzen. Einzig ein Teilstück um Kilometer 30 war eher etwas monoton, wo es durch ein Gewerbegebiet ging. Hier war etwas Konzentration auf den Laufrhythmus angesagt, der aber schnell wieder von einem New Yorker durchbrochen wurde, der plötzlich neben mir lief. Erfahrungsaustausch international dachte ich nur. Ein Amerikaner und ein Deutscher unterhalten sich gute 10 Minuten auf Englisch in Amsterdam beim Marathon über die großen Stadtmarathons dieser Erde. Amsterdam macht eben Spass und ist ein Erlebnis.
Schließlich ging es durch den Amsterdamer Park und auf die letzen Meter zum Ziel. Der Zieleinlauf im Olympia Stadion war wieder gesäumt von unzähligen Zuschauern, die diesen Zieleinlauf zu einem emotionalen Höhepunkt werden ließen.
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