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Nikolauslauf Wildeshausen am 05.12.2010 - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Der Blick am frühen Sonntag Morgen aus dem Fenster verhiess nichts Gutes. In der Nacht hatte es ausgiebig geschneit und mittlerweile hatte sich, aufgrund der etwas ansteigenden Temperaturen, der Schnee in eiun rutschig nasses Etwas verwandelt. Dazu etwas Regen und Wind, was will man Läufer mehr...?

Aber egal, schließlich kann man sich die Großwetterlage nicht aussuchen und so ging zum Nikolauslauf. An der neuen Wallschule (Start/Zielbereich) angekommen, lächelten mich bereits die ersten WLT.Läufer an und so dachte ich mir: das wird bestimmt doch ganz gut... Das sich einige Auswärtige gegen eine Teilnahme an diesem Lauf aufgrund des Wetters entschieden haben, war nach einen “Rundum - Blick” schnell klar. Nachdem das obligatorische Foto der 6,4km - WLT.Läufer geschossen war, ging es in die Aufwärmrunde, um den Körper auf Schwung bringen. Da die Gewege entlang der Straße “im Hagen” gut geräumt waren, konnte dieser Punkt ohne Schwierigkeiten erledigt werden. Unsere Truppe war gut gelaunt und nach dem Verteilen der Energiepost (ein mittlerweile traditionelles Ritual vor dem 6,4km - Lauf) ging es zur Startlinie. Der Startschuss lies dann nicht lange auf sich warten und so ging das Läuferfeld auf die Strecke. Nu war Zeit, nach den ersten eintreffenden 12,5km - WLT.Läufern Ausschau zu halten. Und fand ich sie? Natürlich da, wo es warm und trocken war, sie tummelten sich im Eingangsbereich der Sporthalle. Alles im Blick und doch im Warmen... Das das Gruppenfoto der 12,5km - WLT.Läufer auch im warmen stattfinden sollte, konnte nur mit Mühe verhindert werden. Als auch diese Hürde genommen war, ging es wieder zum Aufwärmen. Aufgewärmte Muskeln sind nunmal die beste Versicherung vor Verletzungen aufgrund von wegrutschen oder unglücklichem Auftreten.

Die Strecke bot schließlich das, was ich schon im Vorwege vermutet hatte. Schnee- und teilweise Eisglätte und doch ein akzeptabler Laufuntergrund, da es sich vorwiegend um schotterige Wanderwege handelt, die hier zu erlaufen waren. Zwar musste man genau aufpassen, wohin man tritt, aber in Summe war die Wegstrecke für die Wetterlage in Ordnung. Einzig der Bereich durch die Wiekau, wo auf den Schotterwegen die leichten Mulden aufgrund des Schnees nicht zu sehen waren, verlangte ein etwas ruhigeres Tempo und mehr Obacht.

Das bei dieser Beschaffenheit des Laufuntergrundes an eine schnelle Zielzeit nicht zu denken war, stand für mich schon zu Beginn fest. Erstes Gebot war die Vorsicht, schließlich sollte die Teilnahme am 50km UltraMarathon Georgsmarienhüttner Null in der kommenden Woche nicht durch eine Verletzung gefährdet werden. Die ersten Laufmeter liefen also gemächlich dahin, zumal aufgrund der Streckenführung sowieso ein Überholen nicht möglich war. Nach Überqueren der Huntebrücke ging es etwas schneller weiter. Das Läuferfeld zog sich auseinander und so blieb genügend Platz, den einen oder anderen Läufer zu überholen. Aufgrund der Anstrengungen durch die leichten Steigungen in der Wiekau erhöhte sich mein Puls, doch auch der fing sich schnell wieder im normalen Belastungsbereich. Der immer wieder notwendige Blick auf den Laufuntergrund unterbrach die Laufkonzentration, man gewöhnte sich aber schnell dran. Auf den letzten Kilometern kam schließlich nochmal etwas Wind und Regen auf, der unangenehm in die Kleidung fuhr und für nicht unbedingt gewollte Abkühlung der Muskeln sorgte. Nachdem auch die letzten Kilometer geschafft waren, blieb die Uhr schließlich bei 1:01 Std stehen und damit nicht wesentlich unter meiner sonst üblichen Zeit für diese Strecke.

Auch dieses Mal zeigte der Wildeshauser Nikolauslauf, das man bei jeder Witterung laufen kann, man muss sich nur aufraffen und den inneren Schweinehund besiegen. Zudem lassen die immer wieder “intelligenten” Kommentare unserer WLT.Läufer eine solche Veranstaltung zur Spass - Veranstaltung werden. Das unsere WLT.Einsteiger bei ihrer diesjährigen Teilnahme ebenfalls tolle persönliche Ergebnisse abgeliefert haben rundet eine solche Veranstaltung mehr positiv ab!

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Die zwei WLt.Team stellten mehr als 10% des Läuferfeldes der 6,4+12,5km-Strecke

Start der 6,4km - Läufer, und immer wieder grüne WLT.Shirts....

 Name, Vorname

 Klasse 

 Platz AK

 Lauf Zeit

 Lauf

 Wulf. Carsten 

 M35 

 3 

 0:59:01 

 12,5 km Volkslauf 

 Eylers. Bernd 

 M40 

 6 

 0:59:29 

 12,5 km Volkslauf 

 Schwarz. Alfred 

 M45 

 6 

 0:59:34 

 12,5 km Volkslauf 

 Panschar. Swantje 

 WJA 

 1 

 0:37:59 

 6,4 km Volkslauf 

 Schmidtke. Rudi 

 M45 

 8 

 1:01:12 

 12,5 km Volkslauf 

 Lietz. Ralf 

 M45 

 9 

 1:01:18 

 12,5 km Volkslauf 

 Rietkötter. Fritz 

 M40 

 9 

 1:01:34 

 12,5 km Volkslauf 

 Andrzejewski. Wolfgang 

 M55 

 1 

 0:40:10 

 6,4 km Volkslauf 

 Gareis. Horst 

 M60 

 4 

 0:40:20 

 6,4 km Volkslauf 

 Daemen. Michael 

 M50 

 7 

 1:05:58 

 12,5 km Volkslauf 

 Panschar. Walter 

 M50 

 1 

 0:46:31 

 6,4 km Volkslauf 

 Oltmann. Rita 

 W50 

 2 

 0:46:42 

 6,4 km Volkslauf 

 Bächler. Irene 

 W50 

 3 

 0:48:28 

 6,4 km Volkslauf 

 Edzards. Andrea 

 W45 

 2 

 0:49:50 

 6,4 km Volkslauf 

 Panschar. Marion 

 W50 

 4 

 0:49:57 

 6,4 km Volkslauf 

 Kürbis. Bettina 

 W50 

 5 

 0:52:02 

 6,4 km Volkslauf 

 Ahlers. Karsten 

 M40 

 18 

 1:08:20 

 12,5 km Volkslauf 

 Webendörfer. Matthias

 M40 

 19 

 1:09:26 

 12,5 km Volkslauf 

 Kramer. Hartmut 

 M40 

 21 

 1:11:32 

 12,5 km Volkslauf 

 Kürbis. Hans 

 M50 

 9 

 1:11:32 

 12,5 km Volkslauf 

 Hollmann. Claudia 

 W40 

 4 

 1:16:06 

 12,5 km Volkslauf 

 Panschar. Meike 

 WJB 

 2 

 1:16:10 

 12,5 km Volkslauf 

 Hauth. Britta 

 W40 

 7 

 1:19:38 

 12,5 km Volkslauf 

 Schwarz. Karin 

 W50 

 2 

 1:19:40 

 12,5 km Volkslauf 

 Eylers. Heike 

 W35 

 4 

 1:20:35 

 12,5 km Volkslauf 

 Winkler. Frauke 

 W50 

 3 

 1:23:22 

 12,5 km Volkslauf 

 Webendörfer. Patricia

 W40 

 10 

 1:33:02 

 12,5 km Volkslauf 

Ralf, konzentriert und Bein frei....

egal welches Wetter, laufen macht Spass....

Claudia, Mütze auf und entschlossen durch den Matsch ....

Die WLT.Läufer vorweg, die tollen Ergebnisse gabs im Ziel ....

Laufbericht vom 10. Röntgenlauf in Remscheid am 31.10.2010

Ein Bericht von Alfred Schwarz und Rudi Schmidtke

Das Laufwochenende begann am Sonnabend gegen 12:00 Uhr mit der Anreise per Pkw nach Remscheid. Wir hatten Glück und kamen zügig durch und so waren wir gegen 15:00 Uhr am Veranstaltungsort. Wir gingen kurz durchs Messezelt und danach in die Veranstaltungshalle. Da die Startunterlagen erst um 16:00 Uhr ausgegeben wurden, war noch genügend Zeit für Kaffee und ein Stück Kuchen.

Nachdem wir dann unsere Startunterlagen abgeholt hatten, ließen wir es uns bei der anschließenden Nudelparty mit ein paar Kaltgetränken (Kölsch statt Bier siehe Foto) gutgehen. Als sowohl der Hunger wie

auch der Durst gelöscht waren, erkundigten wir uns nach der Turnhalle für die Übernachtung. Ich hatte mich zwar vorher beim Veranstalter angemeldet, konnte aber nur einen Platz auf der Warteliste ergattern. Von dem freundlichen Personal am Trouble-Desk wurde uns versichert, dass auf jeden Fall genügend Platz in der „riesigen“ Turnhalle für uns sei. So machten wir uns trotzdem rechtzeitig auf den Weg zur benachbarten Schulturnhalle. Unsere Intuition sollte uns nicht täuschen, denn nur durch unser frühzeitiges Auftauchen bekamen wir noch gute Plätze, einige spätere Gäste mussten in Provisorien wie Geräte- und Umkleideraum übernachten. Nach dem Aufbau unseres Nachtlagers gingen wir wieder in die Veranstaltungshalle und nahmen noch ein paar Kaltschalen ein. Nach Erreichen der nötigen Bettschwere suchten wir unser Nachtlager auf. Rudi hatte sich beim letzten Crosslauf in Stuhr eine Erkältung eingefangen, dies mussten wir durch laute Schnarchgeräusche in der Nacht ausbaden. Ich bin normalerweise ein guter Schläfer, aber diese Nacht war anstrengender als jeder Ultra. Der andere Nachbar von Rudi hatte nicht so gute Nerven und weckte ihn und bat ihn, sich auf die andere Seite zu drehen. Dies brachte allerdings nur für kurze Zeit Linderung.

Der nächste Morgen begann mit einem netten Frühstück in der Veranstaltungshalle. Dazu gab es warme Getränke wie Kaffee oder Tee. Zu diesem Zeitpunkt waren die 100-Km-Läufer schon lange auf der Strecke. Beim Start um 08:30 Uhr regnete es, wie schon seit der Nacht, in Bindfäden. Beim Veranstalter gab es kostenlose Regenponchos, die gern in Anspruch genommen wurden. Es gab einen gemeinsamen Start der Läufer über Halbmarathon, Marathon und Ultramarathon. Somit waren ca. 2000 Läufer am Start. Es wurde zuerst eine Runde durch den Ort Lennep gelaufen, danach ging es aus dem Ort heraus ins Gelände. Die Strecke war sehr abwechslungsreich, aber durch den Regen sehr aufgeweicht und schwer. Einige Läufer sind auch an schwierigen und rutschigen Passagen gestürzt, allerdings ohne schwere Verletzungen.

Rudi und ich hatten uns abgesprochen möglichst gemeinsam den Ultra zu absolvieren. Leider machte Rudi die Erkältung schwerer zu schaffen als erwartet.

Zudem kamen das Streckenprofil und der tiefe aufgeweichte Boden hinzu. Nach dem Erreichen der Halbmarathon-Marke forderte er mich immer wieder auf, mein Tempo zu gehen und nicht mit ihm gemeinsam zu laufen. Er wollte auf Grund seiner Probleme nur bis zum Marathon teilnehmen. Nach der Verpflegung bei KM 25 habe ich mich dann von Rudi verabschiedet und bin allein weitergelaufen. Das war im Nachhinein nicht so glücklich, denn es sollte sich bald rächen. Natürlich wurde ich nun schneller, obwohl ich immer die Warnung meines Kollegen, der die Ultrastrecke 2008 gelaufen war, im Kopf hatte, dass eine gute Einteilung der Kräfte sehr wichtig ist. Die Marathon-Marke war bald erreicht und ich fühlte mich noch relativ gut. Somit nahm ich den letzten Abschnitt in Angriff. Kaum waren wir aus dem Stadion herausgelaufen, ging es richtig los. Es folgten etliche schwierige Steigungen, die einem nach und nach die Kraft raubten. Die wenigen Laufpassagen fielen immer schwerer, auch merkte ich, dass sich erste Krämpfe bemerkbar machten. Letztendlich war ich froh, die Verpflegungsstelle bei KM 60 erreicht zu haben. Gegen die Krämpfe riet man mir zur Einnahme von Salz, außerdem gab es hier auch Bier. Diese Verpflegung war nicht ohne Grund, es folgte noch einmal eine ausgesprochen schwere Steigung, die einem die letzten Reserven raubte. Nur auf dem letzten 500 m bis zum Ziel war noch eine kurze Laufpassage möglich. Rudi wartete auf mich im Ziel und hatte schon einen Becher mit Erdinger Alkoholfrei in der Hand. Dies half mir zwar im ersten Moment, doch das zuvor eingenommene Salz und der übersäuerte Magen forderten ihren Tribut. Allerdings ging es mir nach dem Duschen schon wieder besser und ich konnte auch schon etwas essen.

Als Fazit kann man die Organisation und Strecke als sehr gut bezeichnen. Nachteilig war das schlechte Wetter und für mich eine nicht ausreichende Vorbereitung. Rudi hatte leider die Erkältung geschwächt. Aber auf dem Rückweg haben wir uns schon wieder gut gefühlt und werden gern noch einmal am Röntgenlauf teilnehmen.

Zum Abschluss unsere Ergebnisse:

Rudi Schmidtke Marathon  05:28:31 h (Netto)

Alfred Schwarz Ultramarathon  07:20:36 h (Netto)

Hallo Paris, ich komme! Ein Bericht von Anne Schädecke



Bei einem 'Rund-um-Wildeshausen-Lauf' im Okt. 2005 hatte ich erfahren, daß einige Läufer demnächst in Paris laufen würden. Ich war sehr beeindruckt und dachte, da möchte ich auch 'mal dabei sein. Die näheren Infos bei kam ich über Alfred und Karin Schwarz.

Am letzten Sonntag, den 10.10.2010 um 10:00 Uhr startete zum 32. Mal der "20km-Lauf von Paris" und ich war dabei - eine von insgesamt 21315 Läufern.
Bei bestem Läuferwetter, sonnig, wenig Wind starteten wir direkt am Eifelturm auf der Pont D`Jena. Da war auch eine sehr lange Menschenschlange, aber die wollten mit dem Fahrstuhl auf den Eifelturm.

Laute, fetzige Musik - nochmal ein bißchen lockern und tanzen (sofern Platz), und dann kam leicht Bewegung in die Massen, nach ca. 15 Min. konnte ich dann auch laufen. Gab's eigentlich einen Startschuss? Ich hab nichts gehört.

Es ging gleich in den ersten Anstieg hinein, danach durch Straßen über Avenue Foch in den Bois de Bologne (großer Park) - bis km 10 immer auf Asphalt. Den Park nutzten dann auch viele zur Gewichtsreduzierung. Die regelmäßige Verpflegung (alle 5km) bestand aus Wasserflaschen und Orangenspalten. Wir wurden vorgewarnt, weil dort erhöhte Rutschgefahr bestand. Ich habe eine Flasche genommen, 1 - 2 Schluck, dann Hals und Beine etwas erfrischt und weiter ging es. An der Strecke waren immer wieder Musikgruppen zu hören, vom Dudelsackspieler, Rockmusik, Sambagruppe, Dixie und singende Menschen. Das tat wirklich gut! Ab km 11 führte die Strecke an der Seine entlang - ein angenehmer Wind erfrischte mich.

Ich war so happy, daß alles so gut lief, meine Leute habe ich zwar im Park irgend wann verloren, aber einsam war ich deshalb nicht. Durch insgesamt 4 Unterführungen, die erstaunlich angenehm zu laufen waren, ging es vorbei am anderen Seineufer am Eifelturm, Palais de Chailot und den Place de la Concorde. Dann noch die letzten 3 km - entlang der Tuilerien und Pont Royal. Ein letzter Anstieg und dann die ebenfalls leicht ansteigende Zielgerade mit vielen Zuschauern am Quai Branly unterhalb des Eifelturms. Eine grandiose Kulisse - ein unvergessliches Erlebnis.

Karin und Alfred Schwarz und die Wilstedter Freunde, die diese Fahrt organisierten, haben meine Freundin Susanne aus Ganderkesee und mich herzlich aufgenommen - ein dickes Dankeschön dafür. Ach ja, wenn es interessiert, ich bin 2:20h gelaufen, war von 80 Läufern in
meiner Altersgruppe die 54-ste und 1099 Läufern kamen nach mir ins Ziel!!!

 

Die Nacht von Borgholzhausen - ein Bericht von Matthias Webendörfer

Am 19.06.2010 startete ich bei der 35. Nacht von Borgholzhausen, Deutschlands ältester Straßen-Citylauf. Im Jahre 1976 war der erste Start über damals 10 Meilen. Erst seit 2008 findet der Nachtlauf über 6 engl. Meilen ( 9.654 m) statt. Borgholzhausen liegt im schönen Teutoburger Wald.


Am Hauptlauf nahmen 800 Teilnehmer aus dem In- und Ausland teil. Außerdem fand gleichzeitig mit uns ein Referee-Run statt, der bundesweit ausgeschrieben war. Den ganzen Tag hat es geregnet, aber zum Start war es trocken. Der Startschuss erfolgte um 21:45h. Die Strecke war ein Rundkurs von 4 Runden durch die schöne Altstadt von Borgholzhausen. Die Streckenführung des Rundkurses hatte es in sich. Die erste Runde lief ich verhaltend, um zu sehen, wie ich mir die Kräfte einzuteilen hatte.


Es gab eine leichte und eine starke Steigung. Am Straßenrand standen die Leute mit Fackeln und alles, was einen Anfeuern konnte (Vuvuzelas,Trommeln, grölende Menschen). All diese Menschen haben mich die Steigungen förmlich hoch getragen.


Von Runde zu Runde wurde es dunkler und dunkler, was eine total schöne Atmosphäre vermittelte. Gleichzeitig steigerte ich auch meine Rundenzeiten. Mit einer super Zeit von 52:32:8 und einem tollen Gefühl kam ich ins Ziel. Mein größter Fan an der Strecke war wieder einmal Patricia. Nach dem Zieleinlauf war ich überwältigt von den Eindrücken, die ichwährend des Laufes gewinnen konnte.


Fürs nächste Jahr steht auf jeden Fall fest, dass ich hier wieder mitlaufen werde. Ich kann jedem dieses Rennen nur empfehlen, einfach super. Wer Lust hat, kann uns nächstes Jahr begleiten!

Zusammenfassung der Ergebnisse vom Wildeshauser Abendlauf;.

 Name, Vorname

 Klasse 

 KP

 Zeit

 Lauf

 Kleineidan. Jette 

 SchiD 

 12 

 13:42 

 2 km Volkslauf 

 Schmidtke. Rudi 

 M45 

 3 

 55:50 

 12,5 km Volkslauf 

 Lietz. Ralf 

 M45 

 4 

 56:17 

 12,5 km Volkslauf 

 Eylers. Bernd 

 M40 

 9 

 57:38 

 12,5 km Volkslauf 

 Schwarz, Alfred

 M45

 7

 57:44

 12,5km Volkslauf

 Daemen. Michael 

 M50 

 7 

 58:25 

 12,5 km Volkslauf 

 Ahlers. Karsten 

 M40 

 10 

 58:40 

 12,5 km Volkslauf 

 Herzog. Theo 

 M55 

 4 

 1:10:32 

 12,5 km Volkslauf 

 Webendörfer. Matthias 

 M40 

 20 

 1:11:45 

 12,5 km Volkslauf 

 Rupprecht. Petra 

 W45 

 3 

 1:13:44 

 12,5 km Volkslauf 

 Daemen, Neele

 WH

 2

 1:13:45

 12,5km Volkslauf

 Schwarz. Karin 

 W50 

 2 

 1:16:44 

 12,5 km Volkslauf 

 Winkler. Frauke 

 W50 

 3 

 1:24:41 

 12,5 km Volkslauf 

10Meilen Lauf in Großenkneten - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Für die Läufer des Wildeshauser Lauftreff bot der Großenkneter Volkslauf eine gute Möglichkeit, die Strapazen des Gildefestes "abzulaufen" und gleichzeitig auf einem sehr gut organisierten Volkslauf in unserer Region die persönliche Fitness zu testen.

Los ging es bei sonnigem Wetter am Samstag gegen 16.30Uhr auf dem Parkplatz vor dem Kreishaus in Wildeshausen. Wie gehabt sammelten sich dort die WLT.Läufer, um gemeinsam zu einer Laufveranstaltung zu fahren. Diejenigen, die direkt nach Großenkneten fuhren, wurden auf der Veranstaltung schnell gefunden und so ging es nach der Abholung der Start-

Das WLT.Team beim Volkslauf in Großenkneten

unterlagen sowie einer kurzen Erkundungstour durchs Rahmenprogramm der Laufveranstaltung erstmal zum obligatorischen Fototermin. Mit 17 WLT.Läufern sollte nach 2009 auch 2010 der Wildeshauser Lauftreff wieder die stärkste Laufmannschaft stellen. Die erzielten Ergebnisse waren auf jeden Fall für alle Beteiligten sehr gut und sorgten dafür, dass der WLT insgesamt 8 Läufer unter die TOP10 der Altersklassen und drei aufs Siegertreppchen bringen konnte.

Unter den rhythmischen Klängen der Wildeshauser Samba - Gruppe ging es um 18.00 Uhr pünktlich auf die Strecke. Eine Strecke, die sowohl durch die gewählte Streckenführung als auch durch den Laufbelag mit einem "sehr gut" zu bewerten ist. Zwar hatte das Läuferfeld immer wieder leichte Steigungen zu bewältigen, doch die waren überschaubar und gut zu meistern. Lediglich die letzten Tage des Wildeshauser Gildefeste schienen noch etwas in den Knochen zu stecken, als es durch die Wiesen und Wälder rund um Großenkneten ging. Aufgrund des sehr guten Laufwetters stand die Renntaktik von Anfang an klar fest: möglichst schnell den Laufrhythmus finden und dann das Tempo gleichmäßig halten. Einziger Unsicherheitsfaktor blieb letztendlich die Frage nach der Auswirkung der Gildefest - Aktivitäten auf die Fitness. Mit jedem gelaufenen Kilometer stellte sich aber mehr und heraus, das dies schlussendlich einen nur sehr geringen negativen Einfluss hatte.
So entschloss ich mich dann auch schnell, das Tempo anzuziehen, um eine Zeit um die 1:20 Stunden für die 16,09km sicher zu erlaufen. Blieb der Puls zu Anfangs noch um die 150 Schläge, war auch damit spätestens in der ersten längeren Steigung Schluss. Mögen die Anhöhen in der norddeutschen Tiefebene nicht unbedingt als hoch einzustufen sein, so haben es die leichten Steigungen über eine längere Distanz doch auch in sich. Da nach jeder Steigung aber immer eine abfallende Strecke folgte, blieb genügend Zeit, um den Puls wieder aus dem Maximalbereich herauszubringen.
Neben der landschaftlich tollen Streckenführung kam irgendwo um km14 schließlich auch ein Hauch "Laufevent" auf. Wie auf den großen Stadtmarathons hatte ein Anwohner seine Gartenbewässerung auf der Straße verlegt und sorgte so im Läuferfeld, durch das angenehme Nass, für einige Abkühlung. Auch die teilweise am Streckenrand sitzenden Zuschauer, die mit Gartentischen und der darauf stehen "Eigenverpflegung" die Läufer anfeuerten, vermittelten eben diesen Hauch von Laufevent.
Zudem war der Zieleinlauf, bedingt durch die Wildeshauser Sambagruppe, ein toller Abschluss dieses Volkslaufes. Mit 1:16 blieb schließlich meine Zeit deutlich unter den anvisierten 1:20 und damit in einem sehr guten persönlichen Bereich stehen. Die bereits vor mir eingelaufenen Ralf Lietz und Carsten Ahlers waren auch bestens gelaunt und freuten sich über ihre persönlichen Bestzeiten. Gemeinsam feuerten wir dann die weiteren WLT.Läufer an, die nach und nach das Ziel erreichten. Warum Maria, Birte und Ingrid vom Kommentator als die "drei Damen vom Grill" begrüßt wurden, blieb aber wohl dessen Geheimnis... Auf jeden Fall schienen alle drei einen Verehrer auf der Strecke gefunden zu haben, denn jede WLT.Läuferin hatte ein Blümchen in der Hand, dass bestimmt nicht widerrechtlich gepflügt wurde... Auch Ulrich Becker lief unter Begleitung einiger seiner Schüler ins Ziel, die ihn dadurch auf den letzten Metern noch kräftig unterstützten.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Großenkneter Volkslauf eine toll organisierte Veranstaltung ist, die sowohl mit der Streckenführung als auch mit dem Rahmenprogramm glänzt. Damit wird dies sicherlich nicht der letzte Start in Großenkneten gewesen sein.

WLT.Läufer

Altersklasse

AK Platz

Zeit

Wett- bewerb

 Richter. Hartmuth 

 MH 

 21 

 0:35:43 

6km

 Ahlers. Karsten 

 M40 

 17 

 1:15:04 

10Meilen

 Lietz. Ralf 

 M45 

 12 

 1:15:23 

10Meilen

 Schmidtke. Rudi 

 M45 

 14 

 1:15:28 

10Meilen

 Rietkötter. Fritz 

 M40 

 19 

 1:16:17 

10Meilen

 Wulf. Carsten 

 M35 

 8 

 1:16:51 

10Meilen

 Stöver. Frank 

 M40 

 30 

 1:25:25 

10Meilen

 Kleineidam. Birgit 

 W30 

 3 

 1:31:14 

10Meilen

 Kürbis-Edzards. Sandra

 W40 

 7 

 1:32:09 

10Meilen

 Webendörfer. Matthia 

 M40 

 44 

 1:38:07 

10Meilen

 Schmitt. Maria 

 W45 

 9 

 1:52:02 

10Meilen

 Jacobs. Birte 

 W35 

 4 

 1:52:03 

10Meilen

 Becker. Ulrich 

 M50 

 25 

 2:04:13 

10Meilen

 Lutze. Ingrid 

 W55 

 1 

 1:52:01 

10Meilen

 Daemen. Michael 

 M50 

 13 

 1:19:20 

10Meilen

 Daemen. Neele 

 WHK 

 4 

 1:38:07 

10Meilen

 Schmädecke. Anne 

 W60 

 2 

 1:50:28 

10Meilen

TUIfly Marathon Hannover; es war einfach schön! - ein Bericht von Karina Von Seegern

02.05.2010 6.00 Uhr der Wecker klingelt und der Tag an dem ich meinen zweiten Halbmarathon laufen werde ist da. Ich bin mehr als nur ein bischen nervös, als ich meine Beine aus dem Bett schwinge. Aber jetzt gibt es kein zurück mehr, da muss ich durch. Gegen 7.20Uhr kommen dann Birte sowie Carsten und wir können uns auf den Weg nach Hannover machen. Mein Mann, Rainer, unser Chauffeur, Lastentier und Fanblock bringt uns zum P+R Platz Marienwerder und von dort aus geht es 20 min. mit der U-Bahn direkt zum Start/Ziel - Bereich. Da wir sehr früh sind, gehen wir noch über die Marathonmesse. Zeit schinden können wir dort leider nicht. Die Messe ist sehr übersichtlich (kein vergleich zu Köln).

Also wieder raus und draussen etwas umsehen. Dort stehen nach Nummern sortiert, Zelte, um die Marathonbeutel abzugeben. Zudem ist der Toilettenbereich ganz in der Nähe. Diesen gehen Birte und ich erst einmal aufsuchen, denn die Nervosität steigt jetzt doch ziemlich rasant an.

Um 10.30 sind wir zwei uns schnell einig, dass es jetzt auch los gehen könnte. Carsten ist dagegen. Er meint, wir haben noch jede Menge Zeit. Nach 20 minütigem Hufgescharre unsererseits bleibt Carsten gar nichts anderes übrig und gibt nach. Also, Beutel wegbringen, Rainer die Wertsachen in Hand drücken und noch schnell ein Gruppenfoto, dann geht es los. Wir machen uns auf den Weg zum Start und reihen uns in den blauen Block ein. Wir kommen gerade noch rechtzeitig, um den Zieleinlauf vom ersten Marathoni nach 2.08 Stunden zu bejubeln. Einfach unglaublich….

Dann wird es ernst, um 11.24Uhr fällt der lang ersehnte Startschuss. Es geht los und es ist toll. Das Wetter spielt mit und die Strecke ist richtig schön. Es geht vorbei am Maschsee und dem NDR Funkhaus. Verpflegungspunkte werden jeden 4 km bereitgestellt. Samba- und Musikgruppen säumen die Strecke und die Zuschauer feiern diesen Lauf. Sie feuern an, klatschen und jubeln. Ich kann das richtig genießen. Birte geht es genau so. Nun ja, bis zum km 18 jedenfalls, dort bekomme ich einen kleinen Einbruch. Birte ist so lieb, wartet auf mich. Wir nehmen ein wenig Tempo raus, um die Kräfte für den letzten km zu sparen. Bei km 20 zieht Birte dann auch wirklich langsam aber sicher das Tempo wieder an. Ich glaub es kaum, aber ich lauf mit und mir geht es gut. Die Zuschauer puschen und sorgen dafür, dass ich meine Müdigkeit vergessen kann.

Die letzten 300 Meter ist die Strecke von allen Läufern zusammengelegt und so kommt man mit Marathon-, 10 km- und Halbmarathonläufern ins Ziel mit 02.34.05 Stunden. Es ist geschafft. Birte und ich laufen gemeinsam über die Ziellinie und fallen uns überglücklich in die Arme. Carsten steht schon völlig erholt und umgezogen im Zielbereich, um uns zu gratulieren.

Wir gehen noch kurz durch den Verpflegungsbereich, um ein schönes, kühles Erdinger zu trinken und genießen einfach nur das Gefühl, im Ziel zu sein. Nach meinem Erlebnis von Köln (es ging mir gar nicht gut), genieße ich doppelt.

Leider sind die Duschen dadurch, dass alle Läufer gleichzeitig ins Ziel kommen total überfüllt. So ziehen wir uns nur um, in der Hoffnung, dass Rainer auf der Heimfahrt nicht ohnmächtig wird. Bevor wir uns auf den Heimweg machen, krönen wir diesen Tag mit einem richtig leckeren Eis. Das haben wir uns verdient!!!

Ich kann nur sagen das war ein richtig toller Lauf. Carsten, Birte und ich sind uns einig. Wir kommen wieder. Und wenn ihr Lust habt, fahren wir nächstes Jahr zusammen nach Hannover zum TUIfly Marathon.

 

Zeiten:

  • Carsten 1:47
  • Birte 2:37
  • Karina 2:37

 

LIVE AUS VANCOUVER - Ein Laufbericht zum Vancouver Halbmarathon von Matthias Webendörfer

Am Dienstag, 27.Mai 2010, begann endlich unser Abenteuer Canada, nachdem wir seit eine Woche auf gepackten Koffern, aufgrund der Vulkanwolke, sassen.

Abflug war um 7.00h ab Bremen mit KLM nach Amsterdam zum Weiterflug nach Seattle. Auf dem Flug nach Seattle wurden wir am Bord der Delta Airline bestens versorgt; Esssen, Trinken, Unterhaltung (Musik, aktuelle Kinofilme, Spiele etc.), was will man mehr.In Seattle mussten wir 6 Std. auf den Anschlussflieger nach Vancouver warten, ist eigentlich eine lange Zeit, wenn die Zollabfertigung nicht fast 1 1/2 Std. dauern würde.Nach gut 23 Stunden auf den Beinen hatten wir Vancouver erreicht. Am Donnerstag Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Brita Sports Expo am Pacific Blvd. Klingt im ersten Moment riesig, es handelte sich hierbei um nichts anderes als um ein grosses Bayernzelt, indem einige Messestaende und die Ausgabe der Startunterlagen aufgebaut waren.
 

Die Ausgabe der Startunterlagen war super organisiert, es dauerte keine 15 Minuten. Jeder Teilnehmer bekam ein T-Shirt und seine Startnummer. Wir hatten die Nummern 11991 + 11992.
Der Start des Halbmarathon war um 7.00h, was hiess, um 4.45h aufstehen. Nach einem kleinen Früstueck (Cornflakes mit Milch) machten wir uns auf den Weg zum Start. Wir wurden begleitet von Patricias Onkel Tony. Geplant war eigentlich, dass wir mit dem Bus fahren, nur leider kam der Bus nicht wie geplant. Also , was machen Landeier in einer grossen Stadt, Taxi anhalten, klappt doch. Der nette Taxifahrer brachte uns fast bis zum Start, was für ein Luxus. Noch kurz die Notdurft los werden und ab zum Start.

Am Start war alles gut organisiert; jeder konnte sich bei seiner Ziellaufzeit hinstellen ( 1:30 , 1:40 , 1:45 , 2:00 , 2:15 , 2:30 ). Nach abspielen der Nationalhymne von Canada erfolgte auch schon der Startschuss. Gut 14.000 Läufer machten sich mit uns auf den Weg quer durch Downtown Richtung Stanley-Park. Das Wetter war alles andere als gut. Nieselregen mit Temperaturen um 7 Grad. Die Laufstrecke hatte es in sich; viele Steigungen in Downtown und im Stanley-Park mit dem höchsten Punkt von 200 Fuss(km 13). Der Anstieg zog sich über 1,5 km. Danach ging es nur noch bergab. Im Stanley-Park wurde der Regen deutlich mehr.

Bei km10 drückte Patricia schon kräftig die Blase. Leider gab es unterwegs keine Dixi-WC. Also gab es nur die Möglichkeit, sich an den öffentlichen WCs an zustellen. Als ich die lange Schlange gesehen habe, sagte ich nur zu Patricia : weiterlaufen bis ins Ziel.
Gesagt, getan. Nach 18km wurde einem nochmal alles abverlangt. Es folgte ein kurzer aber heftiger Anstieg von 100mtr. Ab km 19 befand sich Patricia an einem kritischen Punkt, was total
normal ist, für jemanden, der seinen ersten Halbmarathon läuft. Ich war nun gefragt als Anfeuerer. Den nächsten Kilometer lief ich mehr rückwärts als vorwärts, um Patricia aufzumuntern. Man sah schon das Ziel. Patricia rief nur ; lauf los ins Ziel, was ich auch tat. Im Ziel angekommen drehte ich mich sofort um, um Patricia in Empfang zu nehmen.

Nach 2:40h überlief Patricia die Ziellinie. Ein toller Erfolg, was zeigt, dass jeder einen Halbmarathon schaffen kann. Ich bin sehr stolz auf Patricia, dass sie diesen Halbmarathon geschafft hat. Im Ziel wurden alle Läufer mit Getränken und Medaillen versorgt. Seit dem läuft Patricia nur noch mit der Medaille um den Hals herum. Ah, Zuschauer waren bis auf Start und Ziel nicht viele an der Laufstrecke , bedingt durch das Wetter und die frühe Startzeit. Fazit : Es doch immer wieder ein schönes Gefühl, seinen inneren Schweinehund überwunden zu haben.

Jetzt geniessen wir unseren Urlaub noch umso mehr, mit dem Wissen, einen internationalen Halbmarathon in Vancouver bestritten zu haben.

L A U F E N M A C H T S P A S S! Schoene Gruesse aus Vancouver senden Euch Patricia und Matthias.

 

Paul-Moor-Benefiz-Marathon von Osnabrück nach Bersenbrück vom 17.04.2010 (Ultra-Lauf 50 km) - ein Bericht von Sandra Kürbis-Edzards

Der zweite Ultra – Lauf. Was ein gemütlich organisierter Trainingslauf für den bevorstehenden Rennsteig – Lauf werden sollte, entpuppte sich als Trainingslauf zwischen vielen Läuferkracks, die sich weitaus andere Zeiten und Ziele gesteckt hatten, als unsereins. Damit hatten wir uns schnell damit abgefunden -nein, besser gesagt- abfinden müssen, dass Schlusslicht der Ultra-Disziplin zu werden. Nun gut, es sollte ein Trainingslauf sein!

Samstag in der Früh ging es für Hans und mich los in Richtung Bersenbrück. Ausnahmsweise sind wir mal überpünktlich dort angekommen – die Startunterlagen abgeholt, uns ins Zelt reingesetzt und erst einmal einen Kaffee trinken. Anschließend die Sachen eingepackt, denn um 9.00 Uhr sollte es per Bustransfer für die Ultra-Läufer nach Osnabrück abgehen. Also schon mal zur Haltestelle hin. ---Die Zeit verstrich und was kam nicht: der Bus! Irgendwann kam vom Organisator Bescheid, dass uns der Busfahrer der BSAG versetzt hat und hielt es aber auch nicht für nötig, Bescheid zu geben! – Ein Glück war schönes Wetter!! Die Zeit wurde genutzt, um sich mit den anderen Läufern auszutauschen - d.h. mir wurde nach und nach klar, dass es kein gemütlicher Lauf wird – weil bei sämtlichen Mitstreitern irgendwelche Label von Läufen wie Biel, Rennsteig, Sahara-Marathon, etc. anhafteten – man klärte mich über ein gewisses Punkte-System auf, die man bei höchst anspruchsvollen Läufen sammeln kann um an den K2-Lauf zugelassen zu werden !!! – Also, es war schon interessant und ich freu mich jetzt schon, die Leute in Schmiedefeld wieder zu begegnen!

So nach sage und schreibe 50 min Verspätung ging es dann wirklich los, der Bus kam! Trotzt alledem wurden die Launen der Läufer nicht beeinträchtigt. In Osnabrüg angekommen, hat man sich auch nicht mehr lange aufgehalten – also auf zur Startlinie und los ging es!

Kurz nach dem Start, hinter der Tanzschule Hull in Osnabrück, wurde das Hasetor durchlaufen, anshcließend über die Bramscher Straße und durch den Bürgerpark. Über verkehrsarme Bereiche und Nebenstraßen erreichten wir das Nettebad - die Nackte Mühle und dann direkt in das Nettetal zur Fachklinik für Suchtkrankheiten. Im Prinzip fühlte man sich dank der Felder und der kurz vorher drauf gestreuten/gespritzten Flüssigkeiten, die als Düngemittel dienen sollten, recht heimisch. Bis auf die 280 Höhenmeter, die ja im Verhältnis zu dem was da auf uns zukommt, nichts waren! Trotzdem bemerke ich sie heute! Im Nettetal führte der Kurs durch das wunderschöne Wiehengebirge, über den Kalkrieser Berg direkt nach Kalkriese. Hier geht es einige Kilometer am Mittellandkanal entlang. Anschließend wurde der Ort Lappenstuhl durchquert. Die Strecke verlief dann durch Malgarten nach Rieste.

Im Naherholungsbereich Alfsee noch eben das Reservebecken umrunden, das müsste bei km 39-40 gewesen sein. Dort hatte ich mir so gedacht, dass der Lauf auch jetzt gut und gern Enden könnte, was er leider nicht tat und ich es ja im Prinzip auch gar nicht wollte! Also wurden die letzten 10 km angepackt, die lediglich nur noch über Heeke zurück nach Bersenbrück gingen –bloß, es waren die letzten und nicht die ersten, das sind genau die, wo sich wieder die Frage stellt – was in aller Welt hat dich dazu geritten diesen Sch….. zu machen? Aber die Fragestellungen bringen einem immer noch nicht ans Ziel. Also gut, rede ich mir ein, dass die Landschaft doch toll sei, das Wetter traumhaft; die Leute um mich herum nett – ich hätte da gerne Ohrstöpsel oder so – ich konnte das Gequatsche meiner Mitläuferin nicht mehr hören – irgendwie nervte alles! …dann redest man sich wieder ein, die paar km noch, die schlaffste auch noch…was dann auch tatsächlich der Fall war….bereits im Ziel stand Hans dann schon und munterte mich kräftig mit einem: „So, 20 km weiter und wir sind dann in Schmiedefeld!“  - was ich zu der Zeit einfach im Raum stehen ließ und nicht weiter kommentierte…

Also gut, Trainingslauf absolviert – Muskelkater wird gepflegt und auf geht’s nach Schmiedefeld!

WLT beim Strongmanrun 2010 ein Bericht von Hartmut Kramer

Es ist kurz vor zwölf Uhr. Meine Lauffreunde Stefan, Sven und ich stehen zusammen mit ca. 8600 gemeldeten Läufern aufgeregt und eng zusammengerückt an der Startlinie. Wir haben Glück, denn wir stehen ziemlich weit vorne. Der Ansager versucht die Läufer zu animieren, wir flachsen rum. Musik dröhnt aus den Lautsprechern und es liegt ein Knistern in der Luft. Es ist heiß und zusammen mit knapp 40.000 Zuschauer warten wir nur noch auf das Eine: „Den Startschuss zum Fisherman’s Friend Strongman Run 2010!“

Gestern um diese Uhrzeit hatte ich noch daran gedacht, vielleicht nicht an den Start zu gehen und vernünftig zu sein, denn schlimme Halsschmerzen hatten heimgesucht. Jeder Schluck schmerzte und die Nacht über, lag ich wach. Aber Vernunft hat auf dem Strongmanrun nichts zu suchen. Wer A sagt, muss auch B sagen.  

Dann ist es endlich soweit: Jemand gibt den Startschuss ab und wir stürzen uns freudig in das spektakulärste Rennen meines Lebens. 23,4 lange Kilometer und 27 kniffelige Hindernisse liegen vor uns. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Viel Sonne und ein strahlend blauer Himmel. Die vielen Wasserhindernisse, die sicher Abkühlung versprachen, konnten also ruhig kommen. Offiziell wird die Strecke mit 18 Kilometern angegeben, doch am Ende stellt sich heraus, das es satte 23 Kilometer waren.

Wir laufen los und nach wenigen hundert Metern durch den Wald erreichen wir das erste Hindernis. Vier aufeinander folgende Bunker mit einer Höhe von bis zu 7 Metern die es zu überlaufen gilt. Spätestens nach dem 4ten Bunker weis jeder: Das wird hier keine Kindergartenveranstaltung. Es ist heiß und trocken und durch das hinunterrutschen am Steilhang wird Sand aufgeworfen. Keine echte Wohltat für meinen Hals und Ich habe die Hoffnung, dass es bis zur ersten Getränkestation nicht weit sein wird. Tja, nicht ist schlimmer als eine enttäuschte Erwartungshaltung, denn Getränke gab es erst später, viel später! In der zweiten Runde stelle ich fest, dass es keinen Sand mehr gibt. Mehr als 17.000 Füße haben dafür gesorgt, dass die Steilhänge Spiegelglatt sind. Nicht unbedingt ein Vorteil, wie sich für einige Läufer noch herausstellen wird. 

Wir laufen weiter und nach 2 km kommen weitere Bunker. Mit 4,5 Metern nicht ganz so hoch wie die ersten, dafür aber 5 hintereinander. Die dritte Herausforderung ist bereits in Sichtweite. Ein ca 6 Meter hoher, steil ansteigender Sandhaufen. Nicht so schlimm, denke ich, doch weit gefehlt, dort angekommen muss ich erfahren was es heißt, einen Sandberg hinaufzulaufen, mit jedem Tritt gibt der Sand nach und ich komme kaum vorwärts. Hinter dem Hügel erwartet uns das erste Wasserhindernis der Black Sea. Ein ca. 30 – 50 cm tiefes und 80 Meter langes Schlammloch. Ich bin froh, dass ich meine Schuhe fest geschnürt habe, denn sonst wären sie jetzt weg. Ein Mitläufer berichtet mir, dass man hier im letzten Jahr über 100 einzelne Schuhe rausgeholt hat. 

Der erste längere Laufabschnitt folgt. Ca 2 km durch den Wald und nachdem zwei weiterte 7 Meter Shelter überwunden wurden hören wir schon vor letzten scharfen Rechtskurve die Zuschauer grölen. Wir sind beim Spider Web angekommen, eine spektakuläre Seilkonstruktion zwischen zwei Bunkern gespannt, auf der wir Läufer einen kühlen Kopf bewahren müssen. Vor dem ersten hohen Bunker liegen Strohballen, die eine Art Treppe bilden sollen. Die Abstände sind riesig. In der zweiten Runde kommen viele ohne die Hilfe eines Mitläufers, der sie von Strohballen zu Strohballen hievt, schon gar nicht mehr auf den Bunker. Mir geht es ähnlich. Oden der erste Stau. Und dann kommt der Abstieg. Über ein Kletternetz geht es hinab, dann weiter über alte, instabile Autoreifen, schließlich wieder den nächsten Bunker hinauf. Am Ende springt man über 3 Etagen den ca. 7 Meter hohen Bunker wieder hinunter. Die Zuschauer finden es klasse. Sie schreien und feuern die Läufer an. Mein Puls rast und ich denke: Wie geil ist das denn!!

Es geht weiter und nach 600 Metern geht es in die Knie. Kriechen ist angesagt und direkt danach weiter durch das nächste, mit kaltem Wasser angereicherte Schlammloch Namens Dity Dancing. Wir „tanzen“ uns hindurch und erreichen endlich die erste und pro Runde leider einzige Getränkestation. Ich greife, was mir in die Finger kommt und trinke was das Zeug hält. Mein Hals brennt wie Feuer. Das Wasser verschafft für einen kurzen Zeitraum Linderung. Nach einer 10%tigen Steilkurve die wir durchlaufen, erwartet uns ein riesiges Areal an Sand, Matsch, Lehm. Dieser Abschnitt ist für die Zuschauer gesperrt. Schade, denn jetzt wird es nass.

Ein ca. 80 Meter langes und bis zu 1,20 Meter tiefes, eiskaltes Wasserloch, welches zu durchqueren gilt, wartet auf uns. Wir haben Glück und finden einen Weg, der uns nur bis zu den Hüften geht. Der Untergrund ist matschig, ein schnelles Vorankommen unmöglich. Nach einer endlos langen Zeit sind wir drüben angekommen, jetzt geht es ca. 2 km über sandigen Untergrund zum nächsten Anstieg. Diese 2 km machen mir mächtig zu schaffen, denn man kommt kaum vorwärts. Plötzlich, eine 50%tige Steigung die erklommen werden will, liegt vor uns. Der Untergrund ist sandig, was das Klettern zur Qual macht. Nach einem kurzen Teilstück geht es genauso steil wieder Bergab. In der zweiten Runde höre ich an diese Stelle einen Schrei und leicht hinter mir rutscht jemand den Berg wieder unter. Sieht böse aus, denke ich und bleibe oben kurz stehen. Sofort sind Sanitäter da. Die Sicherheit der Läufer steht auch hier erster Stelle. Insgesamt 240 Sanitäter, Notärzte und Rettungshelfer sowie 12 Rettungstaucher und ein Hubschrauber waren in Weeze vor Ort. Ich laufe weiter bis zu dem Hindernis mit der, für mich größten Herausforderung, dem Weezer See. Bei einer Wassertiefe von 2,50 Metern ist hier definitiv schwimmen angesagt. Es sein denn, man möchte ausgepfiffen werden und läuft die 500 Meter Umweg auf der Pussylane. Aber dass wollen nur die wenigsten und so stützen wir uns ins Wasser. Die ersten Meter werden zur Qual. Es ist eiskalt und mein Herz klopft. Das ist der totale Wahnsinn, was mache ich hier? Nach 30 Metern ist das Ufer erreicht. Die Kälte zieht mir besonders in der zweiten Runde, die letzten Kräfte aus dem Körper, was wahrscheinlich daran liegt, das ich jetzt gewusst habe, worauf ich mich hier einlasse. Übrigens: die Pussylane ist jetzt besser besucht. Sind die jetzt schlauer oder einfach nur Weicheier…?             

Am Ufer erwartet uns ein weiteres Lehmloch. Die braune Masse riecht genauso, wie sie aussieht. Schnell raus hier denke ich und platsch, schon liege ich lang drin. Na super! Doch schon beim nächsten Hindernis bekomme ich die Gelegenheit, mich zu waschen, denn es geht durch den Canale Grande. 50 Meter lang, 5 Meter breit und 50 cm tief. Voll mit kaltem Wasser und extrem schwer zu durchlaufen, da der Untergrund aus Lehm besteht. 

Aus Lehm ist auch das nächste Hindernis The Rock. Ein ca 6 Meter hoher Lehmhügel. Und fällt der Anstieg noch relativ leicht, so erwartet jedem von uns eine muntere Rutschpartie auf dem Hosenboden. So, denke ich, nur noch ein Hindernis und die erste von zwei Runden ist geschafft. Beim Sea of Glory handelt es sich um das letzte Wasserhindernis der ersten Runde. Mit etwas Glück schafft man es, nur bis zum Hintern nass zu werden, allerdings gibt es hier und da einige Löcher in die man hineinfällt und sich lang macht. Aber das ist nun auch egal. Das KM 7 wird angezeigt, es ist nicht mehr weit bis zum Ende der ersten Runde. „Denkste“, denn erst nach gefühlten 20 Minuten wird der km 8 angezeigt. Ich kann es kaum glauben. Besonders für die Psyche eine echte Herausforderung. Sollte das etwa ein weiteres Hindernis sein. Jetzt noch ca 600 Meter bis zum letzten steilen Anstieg herauf und dann zurück zu den Zuschauern.

Die hört man schon von weiten und sie machen richtig Stimmung. Das tut gut und wir durchlaufen nach 1:20 Minuten zum erstem mal die Ziellinie. Ich denke daran, dass ich diese Tortur nun erneut über mich ergehen lassen werde und entschließe mich, einen Gang rauszunehmen. Eine kluge Entscheidung, wie sich später noch herausstellen wird, denn zum Schluss der zweiten Runde, bin ich einer der wenigen, der noch läuft. Insgesamt fällt in der Zeiten Runde alles deutlich schwerer, doch nach 2:58 Minuten erreiche ich überglücklich das Ziel. Im Ziel angekommen trinke ich was mir in die Hände fällt, setze mich zur ausruhen auf eine leere Bierkiste und schaue an mir herunter.

Das Knie ist aufgeschürft, die Hose zerrissen, im Gesicht kleben getrocknete Schlammreste, die Sonne brennt erbarmungslos und trotzdem bin ich Glücklich, denn wir haben es geschafft. Ab jetzt bin ich Strongman

Währen wir erholen sind noch einige tausend Läufer auf der Strecke, und ich denke an die –Worte von Stefan: Spaß macht das nicht! In den meisten Gesichtern in die ich Blicke ist von Genuss und Spaß rein gar nichts zu sehen. Ob steiler Anstieg, rutschiger Untergrund oder extrem kaltes Wasser – ich fand es toll und bin nächstes Jahr wieder hier.

Von ca. 8.600 Angemeldeten kamen letztendlich nur 3800 Läufer innerhalb des Zeitlimits ins Ziel. Der Rest musste aufgeben oder brachte länger, was wahrscheinlich auch daran gelegen hat, dass die Strecke nicht, wie „offiziell“ angegeben 18 km sondern 23,4 km waren.

3. famila-Lauf in Oldenburg Wechloy - ein Bericht von rudi Schmidtke

 Früh morgens blinzelte die Sonne durch die Wolken, das kann ja doch ein schöner Tag werden. Ein Blick auf den Thermometer 5,6 Grad, also Warm und wir können in kurz laufen beschloss ich. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Haferschleim und Müsli verabredeten wir uns über isq um 10 Uhr in Großenkneten. Die Fahrt nach Wechloy versüßten wir uns mit Rennsteigliedern laut und gut, so fanden wir es. In Wechloy angekommen gab es erst einmal Verwirrung da der Startplatz verlegt wurde. Kurze Nachfrage beim Veranstalter und alle Klarheiten waren beseitigt. Letztes Jahr fand der Start 1 km vom Ziel Gelände entfernt statt, da dies zu einiger Verwirrung führte wurde der Start auch ins Zielgebiet verlegt. Eine Ehrenrunde um das Famila Gebäude und dann auf die 5 km Strecke.

Die Strecke kannten wir bereits vom letzten Jahr 2 Wendeschleifen mussten pro 5 km gemeistert werden, nicht gerade prickelnd aber für einen Trainingslauf ok.  Nach dem Warmlaufen übergab ich meine Jacke meiner Schwester Karin die die 10 km Laufen wollte und erst in 15 Minuten starten würde.  Die Strecke wurde durch vielen Helfern sehr gut ausgeschildert  und die Verpflegung alle 2,5 km ausreichend. Da wir alle 5 km am Famila - Center vorbei liefen wurden wir von den Zuschauern lautstark angefeuert und aufgeputscht. Nach 10 km und einer guten Durchgangs Zeit  war ich überrascht das ich die Zeit bis zum Schluss halten konnte und wusste das sich das Training bei Eis und Schnee ausgezahlt hatte.  Nach dem Zieleinlauf, bei einem gemütlichen Gläschen Bier fachsimpelten wir mit einigen Läufern über die letzten 2 Stunden.  Wer wenn wann gezogen hat und das es eine gelungene Veranstaltung ist.

Nach dem Studieren der Ergebnisliste fuhren wir mit einem Liedchen auf den Lippen zufrieden nach Hause.

Zeit: 1:34:14 Platz5 M45

Bericht zur Teilnahme am Celler Wasa Lauf – von Fritz Rietkötter

 

Das die diesjährige Teilnahme am Celler Wasalauf eine eher feuchte Angelegenheit werden würde, lies die Anreise zumindest erahnen. Ströhmender Regen und so manche Windböe zogen übers Land als wir auf der Autobahn in Richtung Celle unterwegs waren. Selbst bei der Ankunft in Celle war es noch leicht am regnen. Doch wie meinte Theo optimistisch: das wird während des Laufes nicht regnen, dass war letztes Jahr auch so. Sein Optimismus in Ehren, dachte ich noch so bei mir und fragte mich, welche Laufkleidung denn nun angesagt sei – eher luftig oder eher regensicher. Regensicher hiesst auch gleichzeitig wärmer angezogen zu sein und so entschied ich mich für die luftigere Variante. Innerlich auch auf die Aussage von Theo bauend, dass es schon nicht regnen würde.

Schon beeindruckend! Eine 5km - Runde mit Atemschutzaus- rüstung. Da weiss man, was man getan hat...

Die Herren hatten da eher weniger an. Was die einen zu viel, das haben die anderen eben zuwenig! Im Durchschnitt passt es...

Der Zieleinlauf. Aufgrund der schlechten Witterung waren doch deutlich weniger Zuschauer an der Strecke als die vergangenen Jahre...

Straßenlauf (besser bekannt als Hütchenlauf) in Oldenburg am 14.03.2010 - ein Bericht von Heike Eylers

Sonntagmorgen, 7:15 Uhr, die Musik des Radioweckers schafft es leider nicht, die Geräusche des Regens zu übertönen. Die Begeisterung, das Bett zu dieser unchristlichen Zeit für einen 25-km-Lauf im Regen zu verlassen, hält sich insofern in überschaubaren Grenzen. Auch auf der Fahrt nach Oldenburg hat der Scheibenwischer noch einiges zu tun. Erinnerungen an eben diesen Straßenlauf vor einigen Jahren werden wach, bei dem wir mit ähnlichen Bedingungen zu kämpfen hatten.

Nach den üblichen Anmeldeformalitäten machen wir uns gemeinsam mit etwa 260 Teilnehmern auf den Weg in Richtung Hütchen. Und, oh Wunder, es regnet nicht mehr, was sich auch während des gesamtes Laufes nicht mehr wesentlich ändern sollte.

Da waren wir noch gut drauf. Kaum Wind, noch kein Regen und die Sartunterlagen gerade abgeholt. Wer denkt da schon ans frieren...

Und es war kaum zu glauben, standen wir nach der Ankunft noch frierend am Streckenrand und schauten den 5- und 10km – Läufern zu und wärmten uns an einem Kaffee, so kam vor unserem Start doch tatsächlich die Sonne raus. Der bange Blick zum Himmel verhieß zwar nicht, dass die Sonne sich durchsetzen sollte, aber nach Regen sah es auch nicht mehr aus. Also startet die Vorbereitung mit langsamen Warmlaufen bei leichtem Sonnenschein. Die Sonne verschwand zwar schnell wieder aber auch der Regen hielt sich bis zum Laufende erfreulicherweise zurück. wie so häufig schien Petrus ein Läuferherz zu haben. Los ging es dann pünktlich um 13.15 Uhr mit dem bekannten lauten Kanonenschlag. Verliefen die ersten Kilometer noch recht ruhig, zeigte ein erster Blick auf die Pulsuhr, dass alles im grünen Bereich und die angeschlagene Laufgeschwindigkeit genau richtig waren, so lautete damit das Motto des Laufes: volle Kraft voraus. Kontinuierlich wurde das Lauftempo gesteigert, um am Ende der ersten von vier Runden am gefühlten Optimum zu liegen. Einzig das Kopfsteinpflaster machten wieder etwas Schwierigkeiten beim Laufen, doch auch die Streckenabschnitte waren überschaubar und so lief Kilometer um Kilometer dahin.

Das Gute an Celle ist, dass man spätestens nach der zweiten Runde genau weiss, was einen die beiden nächsten Runden erwarten würde. Einige lange, eher langweilige Passagen und immer wieder die schöne Altstadt mit ihren Fachwerkbauten. Doch auch die Witterung ist nicht zu unterschätzen. Gerade auf dem mittleren Teil erwartet das Läuferfeld immer wieder unangenehm kalter Wind, der in den Straßen auch schon mal zu drehen scheint. Gerade die kalt in den Rücken drückenden Böjen machen das Laufen nicht immer zu einer Freude.

Die Kulissen rund um den Lauf entschädigen aber für so manche Unannehmlichkeit. Die alten Fachwerkhäuser, malerisch und sehr schön restauriert, verbreiten einen ganz eigenen Charme. Auch das Teilstück durch den Park mit dem Celler Schloss im Hintergrund ist eine willkommene Abwechslung, auch wenn dort der Matsch nicht zu unterschätzen ist. Nicht nur, dass der Modder überall in den Sachen hängt, auch ist die Wegstrecke durch diese widrigen Umstände stellenweise etwas rutschig. Und zwischen durch immer wieder der kontrollierende Blick auf die Pulsuhr. Es lief, das Wetter -durch Temperaturen um die 4Grad- passte und so konnten sich dann auch meine Durchgangszeiten bei den 5km - Runden sehen lassen: 24:21 - 23:16 - 23,13 - 23,29 und in Summe 1:34. Damit war es geschafft, die Zeit aus dem letzten Jahr konnte um über 1 Minute verbessert werden und gleichzeitig war die Fitness – Kontrolle im Hinblick auf die Vorbereitung zu den großen Laufzielen 2010 erfolgreich gemeistert. Nachdem auch Birte mit ihrer persönlichen Bestzeit glänzen konnte sowie Theo und Carsten mit einem zufriedenen Blick auf die Uhr lächelnd im Ziel standen, ging es anschließend zum verdienten Kaffee und Kuchen - was will man mehr...

  • Fritz Rietkötter 20km 1:34 Std.
  • Carsten Ahlers 20km 1:38 Std.
  • Theo Herzog 15km 1:25 Std.
  • Birte Jacobs 15km 1:42 Std.

Carsten, immer gut drauf. Da wurde selbst der Kaffee zu einem Erlebnis...

Wie immer ist auch bei der 40. Auflage die Strecke wenig spektakulär – aber irgendwie macht das ja auch den besonderen Reiz dieses Laufes aus. Das Highlight ist und bleibt aber das Hütchen, dem dieser Lauf seinen Spitznamen verdankt, und das wie eh und je nach 12,5 km auf dem Fahrradweg steht. Nach einer scharfen 180° Grad-Kurve, bei der noch vom Streckenposten die Zwischenzeit angesagt wird, geht es wieder zurück in Richtung Marschweg-Stadion. Eine letzte Hürde stellt dabei die Brücke in Hundsmühlen dar, die bei etwa 21 km zu „erklimmen“ ist. Glücklicherweise kann man sich nach diesem „Aufstieg“ noch einmal an einer Verpflegungsstation für die letzten km stärken, die aber trotz dieser Stärkung richtig wehtun. Ein Dank an dieser Stelle von Heike an Maren, die mit ihrer charmanten Art der Sklaventreiberei für ein absolut zufrieden stellendes Ergebnis gesorgt hat.

Und auf noch eine Sache ist beim Hütchenlauf Verlass: Die Männerduschen sind kalt – nur die Harten komm’ in Garten!

Mit unserer kleinen WLT-Delegation machen wir – Rudi, Maren, Heike und Bernd – uns erschöpft aber zufrieden auf den Heimweg, froh den inneren Schweinehund einmal mehr besiegt zu haben!

Die Ergebnisse vom Oldenburger Straßenlauf:

  • Rudi Schmidtke 25km 1:56Std.
  • Bernd Eylers 25km 2:05 Std.
  • Heike Eylers 25km 2:39 Std.
  • Maren Goedeke 25km 2:39Std.

 

...und beim Lauf “Sportler gegen Hunger” in Goldenstedt:

  • Ralf Lietz 10km 0:52 Std.

1.WLT.Kohlfahrt - ein Bericht von Fritz Rietkötter

Das der Wildeshauser Lauftreff seine erste Kohlfahrt starten würde, darüber war in dem WLT.Jahresmeeting im November 2010 schnell Einigkeit geschaffen. Auch das Organisationsteam mit Patricia Webendörfer und Sandra Kübris-Edzards hat sich in windeseile gefunden und seine Arbeit aufgenommen. Dass es im Februar nun endlich los ging, darauf hatten sich insgesamt 25 WLTler bereits innig gefreut.

Als Treffpunkt wurde der Wildeshauser Marktplatz auserkoren, um von dort die heimische Stadt zu erkunden. Wie es üblich und Tradition bei einer Kohlfahrt ist, haben natürlich Bollerwagen und diverse Spielchen nicht gefehlt. Warum sich das Organisationsteam allerdings zum Teebeutel-Weitwurf oder besser gesagt Teebeutel-Weitschmiss entschieden hat,bleibt wohl auf immer ein Geheimnis. Beim neutralen Betrachter gerade dieser Kohltour-Eignungsprüfung blieb allerdings einiges nicht verborgen:

Erstens  ist eine überhöhte Flüssigkeitsaufnahme des aktiven Schmeißers ebenso wenig zielführend wie zweitens eine unsportliche Flüssigkeitszufuhr des Sportgerätes, nämlich das vorherige Eintauchen in eine aus Schmelzwasser und Streusalz bestehende undefinierbar flüssige Masse. Zudem war schnell zu erkennen, dass die Richtung, in der der Teebeutel zu befördern war, um den Sieg als weitest Schmeißender einzufahren, nicht unbedingt immer klar eingehalten wurde. Beförderten die talentierten den Teebeutel nach vorne, so schafften es einige auch, diesen in die genau entgegen gesetzte Richtung zu schleudern. Laufen und Teebeutel – Weitschmeißen ist somit, die Erkenntnis kann man ungeteilt stehen lassen, nicht als artgleiche Bewegung zu definieren.

Nachdem die Wildeshauser Stadtgrenzen erkundet waren, wurde das WLT.Kohlvolk schließlich mittels der Bahn in Richtung süden befördert, wo am Haltepunkt Rechterfeld sozusagen der Endpunkt erreicht war. Das die monotonen Bewegungen eines auf einem Gleiskörper fahrenden Fortbewegungsmittel auch zu unliebsamen körperlichen Notwendigkeiten führen kann, musste eine Kohlfahrerin feststellen. Nachdem der Zug in hektischer Art verlassen wurde und der verkrampfte Blick die Nahe Umgebung nach Buschwerk oder anderen Dingen absuchte, die einen gewissen Sichtschutz boten, folgte eine unangenehme Erkenntnis: In Rechterfeld ist es eher weitläufig. Diese Erkenntnis wurde dann aber durch einen beherzten Gang in die Schneelandschaft verworfen, wodurch sich wenig später eine gewisse Erleichterung nicht verleugnen lies. Auf jeden Fall ist die Bedeutung des Wortes Notdurft nun verinnerlicht!

Da der Zug nicht neben dem Kohltopf anhielt, ging es noch einige Meter durch Rechterfeld. Das in diesem Verlauf die LKW – Waage einer landwirtschaftlichen Genossenschaft dazu missbraucht werden musste, um die winterlichen Pfunde einiger Kohlfahrer aufzudecken, dass förderte dann auch den letzten süffigen  Kommentare ans Tageslicht. Anschließend führte der Weg direkt in die Gaststätte, zum

gemütlichen Teil der Veranstaltung. Nach Kohl und Pinkel sowie dem einen oder andern Kaltgetränk folgte das Unausweichliche: das erste WLT.Kohlkönigspaar wurde in freier, geheimer und nachvollziehbarer Wahl ernannt: es sind Maren Goedeke und Carsten Wulf. Somit steht eines bereits heute fest: Die nächste WLT.Kohlfahrt kommt bestimmt. Das der Abend mit Bewegung, Flüssigkeitszufuhr und dem einen oder anderen tief sinnigen Gespräch seinen Fortgang und irgendwann sein Ende fand, braucht sicherlich nicht weiter erwähnt werden…

Weitere Impressionen zur 1. WLT.Kohlfahrt:

Los gehts

Startvorbereitung

Alles im Blick

wo gehts lang?

Teebeutel 1

Teebeutel 2

0

1

2

3

4

5

Lachen gehört dazu

Wer eine Reise tut....

Ausruhen im Zug

und jetzt...?

Gewichte

Geschicklichkeit

6

7

8

9

10

11

Worte...

gut drauf

Rechterfeld

Alles im Blick

Gedankenverlohren

Wir haben uns lieb!

12

13

14

15

16

17

Prost

Gute Laune

Spass

Kohlkönige

18

19

20

21

SgH Lauf Langförden - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Ein Jahr nach dem ersten Start in Langförden war es nun wieder soweit. 21km durch die Region um Langförden standen auf dem Programm. Der Nachmittag startete wie üblich mit der Laufanmeldung. An dem gewohnten Gedränge im Anmelderaum sowie an den eher etwas unprofessionell anmutenden Meldescheinen hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert. Anschließend ging es in die Umkleide und schließlich zur Startlinie. Das der Start auf die Straße und nicht wie sonst auf dem Parkplatz vor dem Sportplatz statt fand, war dem eisigen Untergrund geschuldet, der schon einmal einen ersten Eindruck davon vermittelte, was auf der Strecke noch vorzufinden war.

Mit einigen “intellegenten” Kommentaren von Bernd, Hartmut und Carsten zu der gemeldeten Streckenlänge von Ralf ging es dann auf den Rundkurs. War es zuvor im Starterfeld, trotz der kalten Temperaturen, noch einigermaßen geschützt, zog die Kälte auf den ersten Metern nach dem Start doch schnell in den Körper. Der erste Streckenabschnitt führte durch ein Wohngebiet, wo man bereits genau hinsehen musste, wo welcher Schritt aufgesetzt wird. Eis und damit sehr rutschiger Untergrund waren hier stellenweise vorhanden. Der anschließende Abschnitt durch die Felder um Langförden zeigte dann schnell, dass man bei kalten Wetter eher weniger schwitzt, sich dafür aber dennoch anstrengen muss. Immer wieder kalter, streckenweiser schneidender Wind von vorne oder wechselnd von der Seite forderte die ganze Fitness und lies keinen Zweifel, dass es eben Winter ist. Zwischen den langgezogenen geraden Streckenteilen folgten auch immer wieder leichte Steigungen mit anschließendem Gefälle. Also eine Streckenführung, die alle neben den unterschiedlichen Laufuntergründen, von Schotter über Pflastersteine bis hin zu Teerbelag alle Variationen zu bieten hatte. Irgendwo im Nirgendwo stand dann die Versorgungsstation, wo ein einsamer Helfer in den winterlichen Weiten den Läufern einen warmen Tee gab, der wiederum etwas Schwung auf den letzten und unangenehmen Streckenabschnitt brachte.

Ging es anschließend noch auf asphaltierten Wirtschaftswegen durch die Wiesen und Felder, so kamen nun doch einige Passagen dazu, wo im letzten Jahr der knöcheltiefe Schlamm auf die Läufer wartete. Worin man beim letzten Mal versank und fast stecken blieb, stolperte oder rutsche man jetzt dahin. Als erstes traf es Hartmut, der sich vertrat aber dennoch weiter laufen konnten. Anschließend folgt ich dann selber. Dachte ich noch, nur nicht so schnell hier und möglichst die Seite wechseln, da passierte es auch schon. Der Fuss rutschte weg, das Gleichgewicht ging verloren und schon fiel ich der Länge nach auf den kalten und vereisten Boden. Die eisigen Wülste drückten sich in den Körper und ohne Handschuhe wären die Handflächen auf dem teilweise eisfreien Boden vermutlich auch noch aufgescheuert. Es schmerzte auf der gesamten linken Seite und das Aufstehen war schon etwas mühevoll. Hartmut, der hinter mir lief, meinte zwar später, dass es spektakulär ausgesehen hätte, aber darauf konnte ich auch in Gänze gerne verzichten. Langsam versuchte ich dann wieder in meinen Laufrhythmus zu kommen, um die letzten Kilometer anzugehen. Die ersten Schritte waren unangenehm und das in Körper horchen, ob alles ok sei, brachte doch die Erkenntnis, dass es langsam weiter gehen konnte. Mit dem am Ende erzielten 1:43Std war dennoch ein versöhnlicher Abschluss dieses eher ungemütlichen Laufes gefunden und es konnte zum zweiten Teil der Veranstaltung gehen.

Nach der warmen Dusche stand abschließend der für mich wichtigere Punkt auf dem Volkslaufprogramm. Es galt sich durch das wiedermal tolle Kuchenbufett zu futtern. Ein mindestens ebenso “anstrengender” Teil wie zuvor der Lauf. Alle aufgestellten Kuchen sahen hervorragend aus. Nachdem dann auch das sechste Stück sein ganz eigenen Zieleinlauf fand konnte ich für mich feststellen, dass die Kuchen, die ich probierte, ihrem Aussehen auch geschmackliche Taten folgen ließen. In gemütlicher Runde fand der diesjährige SgH Lauf in Langförden sein Ende. Leider haben die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder ihre Zeitmessung nicht professionell erledigt aber in Summe ist diese Veranstaltung ein guter Start ins Laufjahr.

  • 17 Lietz, Ralf 00:54:13  11km
  • 51 Winkler, Jörg 01:12:21  11km
  • 36 Wulf, Carsten 01:42:55  21km
  • 37 Eylers, Bernd 01:42:57  21km
  • 39 Rietkötter, Fritz 01:43:22  21km
  • 41 Kramer, Hartmut 1968 01:44:16  21km
  • 15 Johannsen, Kathrin 01:57:55  21km
  • 20 Winkler, Frauke 02:12:45  21km
  • 21 Eylers, Heike 02:12:46  21km

Eine gesellige Runde mit guten Gesprächen. Da haben alle etwas auf dem Teller in der Tasse oder im Glas...

3. WLT.Hüttenzauber am 12.01.2010 - ein Bericht von Fritz Rietkötter

Zum ersten Mal feiert der Wildeshauser Lauftreff seine traditionelle Hüttenzauber - Party im Mehrgenerationenhaus des Deutschen Roten Kreuzes an der Bahnhofstraße in Wildeshausen. Was sonst in den Hallen des DRK veranstaltet wurde, bekam so den Komfortrahmen in geheizter Atmosphäre bzw. Räumlichkeiten.

Das auch in ummauerten Räumen der Glühwein in winterlicher Zeit gut schmecken kann, wurde dabei ebenso getestet wie die Frage, was macht eigentlich der Tischkicker da in der Ecke? Die spontane Tischkicker - Partie belegte zudem, dass die dort Aktiven selbst während geselliger Runden nicht ruhig auf ihren Platz stehen respektive sitzen können und stets einer sportlichen Betätigung nachgehen müssen. Wer diesen Wettstreit allerdings für sich gewinnen konnte, stand zum Zeitpunkt des Fotoshootings noch nicht fest.

Neben dem Heissgetränk Glühwein gab es natürlich auch noch andere vitamin- und mineralstoffreiche Getränke, die dem geselligen Abend den notwendigen spassigen Rahmen verliehen. Die 28 anwesenden WLTler konnten sich in ungezwungener Plauschrunde auch mal ganz anders, als gewohnt mit Laufsachen bekleidet, kennenlernen. So verwunderte es beispielsweise den einen oder anderen Anwesenden, dass man sich tatsächlich mit fellartigen Stiefeln fortbewegen kann. Ein Feststellung, die weitere Kommentare nach sich zogen, die wiederum an dieser Stelle besser nicht erwähnt werden. Einzig die aufgeworfene Frage nach dem Verbleib der Nachbarskatzen sei hier exemplarisch für das Frageniveau erwähnt. Das auch dieser WLT.Hüttenzauber wieder zu den gelungenen Veranstaltungen zählt, mag neben der spassig gelösten Atmosphäre auch die Tatsache belegen, dass die Räume des DRK Mehrgenerationenhauses auch nach 22 Uhr noch durch die WLTler belegt waren.

Neben der Diskussion um fellartige Auswüchse an Winterstiefeln und der Frage, ob Felle zum Lüften nach außen gedreht weden müssen, dienen solche geselligen Runden natürlich vorwiegend dazu, das sich

auch die WLTler mal ungestört zu Gesicht bekommen, die während der Trainingsrunden eher weniger Kontakt zueinander haben. Nicht nur, dass die unterschiedlichen Fitnessgruppen im Wildeshauser Lauftreff mit unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten unterwegs sind, auch die Streckenlängen variieren entsprechend der persönlichen Fitness der Gruppenmitglieder.

Die nächsten Aktivitäten des Wildeshauser Lauftreff stehen hingegen auch bereits fest. Neben den läuferischen Aktivitäten im Rahmen der Teilnahme an Volksläufen in der Aktion "Sportler gegen den Hunger" wird im Februar auch die erste WLT.Kohlfahrt gestartet.

Weitere Impressionen vom WLT.Hüttenzauber gibt es hier:

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Bericht zum 13 km Lauf an der Sandkruger Schleife am 10.01.10 von Frauke Winkler

Morgens um 6 Uhr klingelte der Wecker. Die Außentemperaturen lagen knapp unter 0 Grad. Ein Blick aus dem Fenster zeigte eine völlig verschneite Hauptstraße mit kriechenden Autos. Schnell noch eben den Schneeschieber geschnappt und dann ran an die 10 cm Neuschnee. Der gestrige stürmische Wind hatte sich zum Glück gelegt. Nun hieß es nur noch meinen Mann aus dem Bett zu schmeißen, aber er kam mir doch schon glatt freiwillig entgegen ;-)

Die Sporttaschen und die Kiste Erdinger standen schon bereit.

Geheuer war mir das Wetter ja nicht so ganz, aber den Lauf bei Schnee wollte ich mir auch nicht entgehen lassen.

Um 8 Uhr fuhren wir dann mit Rudi Schmidtke über verschneite Straßen nach Großenkneten um noch seine Schwester Karin Kramer abzuholen. Selbst die A29, welche wir von Abf Sage bis Abf Sandkrug nutzen, war völlig verschneit. Vom Parkplatz bis zur Sporthalle bekamen wir dann beim Fußmarsch den ersten Eindruck auf was wir uns da einlassen würden.

Gegenüber dem letzten Jahr war in der Sporthalle wirklich weniger los. Nach Abholung der Startunterlagen gab es noch eine gemütliche Tasse Kaffee. Mein Mann mußte um 9.30 Uhr an den Start. Leider konnte ich ihn nicht mehr beim Zieleinlauf begrüßen, denn gemeinsam machte ich mich mit Matthias Webendörfer warm. Angestellt haben wir uns vorm Start dann bei den Markierungen für 1:15 Std, was aber im Nachhinein nicht so gut war. Wie immer kam das ganze Feld sehr schleppend in Tritt. Der Untergrund war von den Vorauslaufenden festgetreten und glatt. Überholmanöver wiederum führten in den kräftezehrenden tiefen Schnee. Auf den Straßen und Bürgersteigen wurde uns das Laufen durch losen Schnee erschwert.

Matthias legte es anscheinend darauf an mich mitzuziehen, ob das gut ging? Dummerweise machte auch mein Garmin schlapp, also musste ich ohne Puls- und Kilometerkontrolle weiter. Auf der gesamten Strecke war äußerste Vorsicht geboten. Mich hatte es wie etliche andere auch einmal von den Füßen geholt, aber man fiel ja meistens weich. Oft mussten wir wegen Überholmanövern in den losen 20 cm tiefen Schnee. Nach etwa 7 km gab es sogar noch eine warme Getränkeversorgung, echt fürsorglich vom TSG.

Die letzten 3 Kilometer waren dann doch eine ganz schöne Quälerei. Wieder ging es durch lose getretenen Schnee und dann noch über spiegelglatte Wege zum Sportplatz. Im Stadion zogen wir die letzten 300m noch etwas an, aber für einen harten Endspurt reichten heute meine Kräfte nicht. Nach dem Zieleinlauf gab es noch für jeden ein süßes Semmel und warmen Tee. Matthias hatte mich unheimlich gefordert, aber ohne ihn hätte ich das Tempo auch nicht durchgehalten. Dafür noch einen großen Dank an ihn!

Nach dem Duschen setzten wir uns noch zu einer gemütlichen Runde Erdinger und leckeren Kuchen mit Kaffee zusammen.

Auf dem Heimweg hatten sich die Straßenverhältnisse auch noch nicht großartig verbessert.

Abschließend war es trotz widriger Umstände ein wunderschöner Wintertag!

Ergebnisse:

  • Rudi Schmidtke      1:01:41
  • Karin Kramer        1:15:34
  • Karsten Ahlers       1:08:22
  • Ralf Lietz           1:07:21
  • Matthias Webendörfer 1:18:18
  • Frauke Winkler      1:18:24

 

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