Berlin Marathon

Bericht zum Berlin Marathon am 27.09.2008 von Fritz Rietkötter

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. So oder ähnlich lässt sich das Motto für dieses Lauf – Wochenende der außergewöhnlichen Art in Berlin leicht umreißen. Das die Fahrt zum Berlin Marathon eine ganz besondere Laufreise wird, dass war im Vorwege schon klar. Egal welche Berichte man liest, egal welche Statistiken man sich zu diesem Lauf anschaut, der Berlin Marathon ist die Laufveranstaltung der Extraklasse. 40.800 Läufer aus 107 Nationen haben sich in der Landeshauptstadt angemeldet und dazu das ganz eigene Berliner Flair. Hier gibt es nichts, was „normal“ ist - was will man mehr!

Schon die Organisation zu dieser Fahrt verlief anders als die vorherigen. Das Hotel musste verkehrsgünstig liegen, die abendliche Nudelparty konnte nicht mal eben beim Italiener veranstaltet werden. Die notwendigen Zeitpuffer in der täglichen Ablaufplanung waren anders zu setzen und die Rahmenveranstaltung sollte am nächsten Tag auch noch etwas von Berlin zeigen, dass nicht schon alles am Vortag abgelaufen wurde.

Nudelparty, wo geht es bloss lang oder wo laufen sie denn.... ???

Und dann war es endlich soweit, der Samstag Morgen brach an. Zwar war es etwas kühl, dennoch machte sich die Gewissheit breit, dass uns ein tolles Herbstwetter nach Berlin begleiten würde. Die Anfahrt verlief ohne nennenswerte Schwierigkeiten, nimmt man mal die, zwar angekündigte aber dennoch, fehlenden Hotelrichtweiser in Berlin aus. Nach dem Einchecken ging es erst einmal auf die Marathon Messe. Die notwendigen Startunterlagen abholen und mal sehen, was es dort so Neues gibt. Dass der Berlin Marathon eine Größenordnung der besonderen Klasse ist, zeigte sich schon in der Anreise zur Messe. Die Vielzahl der Läufer, die sich in den Messehallen einfand, lies bereits einen ersten Eindruck davon aufkommen, was uns am kommenden Sonntag erwarten würde. Die Marathonmesse zeigte aber auch, welcher Aufwand von den Ausstellern betrieben wird, um sich aus der Masse sowohl der Läufer als auch der Anbieter hervor zu heben. Die negativen Folgen lagen einem förmlich vor Augen. Berge von Prospekten und Broschüren flogen überall ungenutzt herum, die Müllcontainer quollen über und waren in dem darum liegenden Müllbergen teilweise nicht mehr zu erkennen. Die tägliche Diskussion um Ökologie und Schonung der Umwelt ist bei den Veranstaltern (noch) nicht angekommen. An dieser Schattenseite des Marathon ist auf jeden Fall noch sehr viel zu arbeiten.

Am Abend ging es zur WLT.Nudelparty in ein italienischen Restaurant, die „12Apostel“. Hier konnte sich jeder seine Portion Kohlenhydrate und, wenn

nötig den „überirdischen Segen“ abholen. Außerdem war wieder Zeit, um die eigene Wettkampfstrategie im Kreis der WLT Läufer zu diskutieren. Auch hier, wie überall in der Stadt, hatten die Läufer die Lage fest im Griff. Egal wohin man schaute, irgendwie lief einem immer ein Läufer über den Weg.

Der Sonntag Morgen startete pünktlich, damit wir uns um 7.30 Uhr vom Hotel in Richtung Marathongelände auf den Weg machen konnten. Auch jetzt wieder das gleiche Bild. Die Straßen und Verkehrsmittel waren geprägt von den Läuferströmen, die aus allen Richtungen zu kommen schienen. Die Ströme, die sich immer wieder an Straßengabelungen vereinten um schließlich gemeinsam Richtung Start – Ziel – Bereich zu fließen. Wie schon auf der Marathon Messe war auch im Start – Ziel – Gebiet alles generallstabsmäßig organisiert. Wie sollte es auch anders sein, wenn über 40.000 Läufer neben ihrer Kleiderabgabe auch noch ungestört in die einzelnen Startblöcke wollten. Da sich der Start – Ziel – Bereich direkt vor dem Reichstag befand, konnten wir direkt in den Trubel eintauchen. Eingerahmt vom Bundeskanzleramt und den anderen Regierungsgebäuden bot sich schon morgens ein besonders beeindruckendes Bild. Warum die Veranstalter darauf hingewiesen haben, dass man ca. 90 Minuten vor dem Start auf dem Gelände sein sollte, zeigte sich schnell. Schon der Weg vom Eingang über die Kleiderabgabe bis zu den Startblöcken dauerte fast 50 Minuten.

Die Startblöcke, die sich auf der Straße des 17. Juni befanden, boten dann das nächste optische High – Light. Das Starterfeld war eingerahmt in Laufrichtung von der Siegessäule und im Hintergrund vom Brandenburger Tor. Es schien, als wollte selbst das Wetter mitmachen. Der strahlend blaue Herbsthimmel, die Sonne, die langsam über die Baumwipfel empor stieg ließen erahnen, dass das Laufwetter an diesem Tag zu 100% stimmte und optimal würde. Vor mir stand ein Absperrgitter, das ich nutzte, um einen besseren Überblick zu bekommen. Und was ich sah war beeindruckend: auf ca. 2000 Metern standen fast 40.000 Läufer. Über dem Läuferfeld hielten sich 5 Helikopter am Himmel, als warteten sie darauf, das Läuferfeld auf die Strecke zu eskortieren. Vor mir standen Dänen, Engländer und Spanier. Ein buntes Läuferfeld der Nationen dachte ich noch, und dass ohne jeden Stress. Ganz im Gegenteil, Ruhe, Gelassenheit und die Vorfreude auf dieses Event ließ das Stimmungsbarometer immer weiter ins Positive ausschlagen. Eines war jetzt unumstößlich und ohne jede Einschränkung klar, es gab einfach keine Ausreden mehr, warum dieses Laufspektakel nicht zu einem besonderen Erlebnis werden sollte. Die persönliche Fitness ist auf diesen einen Punkt ausgerichtet. Das zielgerichtete Lauftraining der letzten Monate ist die Basis, um diesen Laufspass in vollen Zügen genießen zu können. Wer weiss schließlich, wann es das nächste Mal nach Berlin geht.

Nachdem die ersten Startblöcke auf die Reise geschickt wurden, folgte 10 Minuten später der Countdown für den Startblock, in dem ich mich

Startschuss zum großen Laufevent, endlich...!

befand. Endlich geht es loss, dachte ich noch und schon setzte sich das Läuferfeld in Bewegung. Jetzt hiess es langsam loslaufen, den Körper auf Betriebstemperatur bringen und dann den Marathon erleben. Vom ersten Meter bis zum letzten Schritt zeigte Berlin, warum dieser Marathon ein Erlebnis ist. Über eine Million Zuschauer (so die offizielle Pressemitteilung am Tag danach) ließen keinen einzigen Streckenabschnitt unbevölkert. Sambagruppen, Musikvereine, Musikbühnen und immer wieder die applaudierenden Zuschauermassen. Ganz Berlin schien auf den Beinen zu sein. Teilweise standen die Zuschauer so dicht auf der Strecke, dass nur ein Korridor von ca. 3 – 4 Metern für die Läufer zur Verfügung stand. Dann wieder die Rhythmusgruppen. Beim Durchlaufen von Kreuzberg ging es in eine Unterführung an deren Ende eine Trommlergruppe stand, die Metallfässer anstelle der Trommeln einsetzten. Der Rhythmus ging durch Mark und Bein. Wer hier nicht wach wurde, dem konnte nicht mehr geholfen werden. Und immer wieder Musikbühnen, Cheerleader – Gruppen und jubelnde Zuschauer. Laufen macht Spass, dass war unbestritten.

Kilometer um Kilometer ging es durch die Stadt. Vorbei an Geschichte und Neuzeit. Alles, was Berlin an Sehenswürdigkeiten zu bieten hatte, gab es an der Marathonstrecke zu sehen. Historische Gebäude, Denkmäler, das beeindruckende Sony – Center. Alles wurde abgelaufen. Dabei sorgte die eigene Laufperspektive unwillkürlich dafür, dass die Bauten noch imposanter wirkten. Es ist eben ein Unterscheid, ob man am Sony – Center vorbei läuft oder es auf irgendeinem Bild sieht. Es gab soviel zu sehen, dass ich mich schon manchmal fragte, ob ich mir alles werde merken können.

Hin und wieder dann ein Blick zur Pulsuhr. Ich hatte mir fest vorgenommen, das Tempo in meinem ganz persönlichen Wohlfühlbereich zu halten. Berlin sollte Spass machen, Spass am Laufen und Spass am Umhersehen. Wie sagten Hartmut und Hans vor dem Lauf: die Bilder auf sich wirken lassen. Das war die richtige Zieldefinition für diesen Marathon, denn wer richtig an die Vorbereitung und das Laufverhalten heran geht, für den ist der Spass fest gebucht. Und es gab jede Menge Bilder, die auf mich wirkten. Selbst die Versorgungsstationen waren irgendwie anders. Läuft man sonst die Stadion an, nimmt sich die nötig Verpflegung und geht dann wieder auf die Strecke, so ist es hier etwas anders. Schon von weitem hört man das Geräusch, dass die Läufer verursachen, wenn sie durch die umherliegenden Plastikbechern laufen. Ein interessantes Geräusch, ein ungewöhnliches Geräusch.

In Berlin war jede Menge los und der WLT ist mitten drin...

Mehr Gänsehaut - Feeling geht wohl nicht...!

Carsten hat Spass, warum auch nicht...!

Und irgendwie kommt man mit dem einen oder anderen Läufer auch immer wieder ins Gespräch. Da erfährt man von dem einen, dass er über 10 Jahre in Wildeshausen gewohnt hat und das er nun in Düsseldorf lebt. Eine andere erzählt, dass sie aus Visbek kommt und nun in der Nähe von Rostock lebt und wieder ein anderer kommt aus Bremen und erzählt von seiner etwas abenteuerlichen Anreise. Was der Aufdruck Wildeshauser Lauftreff auf unseren WLT.Shirts doch alles bewirkt. Nun ja, es ist eben Marathon – Zeit.

Und dann ging es auf die letzte lange Gerade. Es ging auf die Straße „Unter den Linden“. Von weitem tauchte langsam das Brandenburger Tor zwischen den Linden auf und lies erahnen, dass es jetzt auf die Schlussgerade ging. Links und rechts wieder Zuschauer soweit man schauen konnte. Das nächste Schauer lief mir über den Rücken, denn jetzt kam das große Finale. Die letzten Kilometer nochmals dieses Flair genießen. In aller Ruhe die lange Straße unter den Linden ablaufen und dann stand es da, dass Brandenburger Tor. Mit dem immer wieder erhabenen Gefühl, einen Marathon geschafft zu haben, ging es langsam durchs Tor. Es war ein geiles Gefühl, um es auf den Punkt zu bringen. Hinter dem Tor dann ein letzter Höhepunkt. Auf den letzten 200 Metern standen bis auf den letzten Platz gefüllte mehrstöckige Zuschauertribünen an der Strecke und die Stimmung schien kein Ende zu nehmen. Beifall für alle, die es geschafft haben. Beifall aber auch für dieses absolute Laufevent.

Nach dem Zieleinlauf ging es an die Verpflegungsstände und anschließend auf den Rasen vor dem Reichstag. Hier sammelte sich das Läuferfeld wieder um diesem Lauf in aller Ruhe ausklingen zu lassen. Herrliches Spätsommerwetter bildete einen super Rahmen auch zum Schluss dieser Veranstaltung. Wie klein die Welt aber auch hier sein kann, zeigte sich recht schnell. Da lagen tausende von Läufern in der Sonne und genossen den Abschluss und schon saß wieder ein WLT.Läufer (fast) direkt vor mir….

Berlin ist eine Reise wert und der Berlin Marathon erst recht. Nachdem Berlin mein 20 Marathon- bzw. Ultramarathonlauf war, steht für mich eines fest: Berlin muss man gelaufen haben, Berlin ist ein Genuss – Marathon. Die ganze Marathonveranstaltung ist super organisiert, es herrscht eine unbeschreibliche Atmosphäre und es gibt jede Menge Spass an der Strecke. Berlin muss man erlebt haben! Mit unserem Rahmenprogramm am Sonntag Abend und dem folgenden Tag wurde dieses Laufwochenende abgeschlossen. Berlin, Berlin wir waren in Berlin

 

Der Abend danach, Spass und gute Laune sind immer dabei...!

Aktion vorm Brandenburger Tor am Montag für eine Fernsehsendung. 77.000 Tassen Kaffee, die in Deutschland pro Nase und Leben im Durchschnitt getrunken werden. Oder 45 Schweine oder 1,5Mio Liter Wasser zum Duschen oder oder oder....

Die Bundeshauptstadt, Reichstag

Der Abend danach, im rustikalen Keller, sonst wollte uns wohl keiner...

Sightseeing am nächsten Tag, der blaue Strich ist die Ideallinie...!

Die Bundeshauptstadt, Kanzelamt

Das Programm des WLT:

Faszination Berlin Marathon: Dieses Laufevent der Superlative bietet eine Starterfeld von über 36.000 Teilnehmer auf! Läufer aus 100 Nationen werden wieder an den Start gehen. Ein Millionenpublikum an der Strecke sorgt für ein Lauffest, dass es nachweislich kein zweites Mal in Deutschland gibt. Samba - Bands, Musikgruppen, Show-Programme verwandeln Berlin in eine 42,195km lange Laufrunde mit einmaligem Erlebnis - Charakter -- und der Wildeshauser Lauftreff ist dabei! Wir organisieren von der Laufvorbereitung über An-/Abreise, Übernachtung bis zum eigenen Rahmenprogramm alles! Bei uns ist keiner auf sich alleine gestellt, der WLT bietet eine zuverlässige Rahmenorganisation! Nur Laufen muss jeder selber..... die mitreisenden Nichtläufer werden über die WLT.Fangruppe hautnah ins Geschehen eingebunden! Also: Anmelden und die WLT.Mannschaft verstärken!

WLT.Mannschaft:

    WLT.Läufer / WLT.Versorgungscoach / WLT.Fangruppe

1. Tag:

    Samstag 27.09.2008

    Anreise / Hotelzimmer beziehen / Marathon Unterlagen abholen / Marathon Messe besuchen / WLT.Nudelpartie incl. Erfahrungsaustausch zum taktischen Verhalten für Läufer und Fangruppe. Letzte Fragen zum Ablauf am Marathontag werden geklärt.

2. Tag:

    Sonntag 28.09.2008

    gemeinsames Frühstück / gemeinsame Teilnahme an der Marathon Veranstaltung / Abendprogramm zum Erfahrungsaustausch, Tagesausklang

3. Tag:

    Montag 29.09.2008

    Stadtrundfahrt incl. kleinem Stadtbummel (wird sich zeigen...) / Rückreise

 

Zu veranlagende Kosten: (wird ca. Anfang Februar 2008 aktualisiert)

  • Marathonmeldegebühr
  • Hotelzimmer
  • An-Abreise mit der Bahn
  • Stadtrundfahrt
  • Innerstädtische Bewegung mit U-/S-Bahn
  • WLT.Nudelpartie
  • Stadtrundfahrt
  • Taschengeld

 

WLT.Trainingsplan: Start 26.06.2008

Anmeldung für die WLT.Mannschaft: Fritz Rietkötter / Telefon 04431-71512 / info@wildeshauser-lauftreff.de

aktueller Meldestand: 8 Personen

Meldeschluss für die WLT.Fahrt: Ende April 2008 (jeder muss sich bei der Marathonveranstaltung selber anmelden, hier gehts direkt zur Anmeldung: Berlin Marathon)

Haftungshinweis: Es gilt die Sorgfaltspflicht eines jeden Einzelnen. Weder der WLT noch der Organisator der WLT.Fahrt übernimmt eine Haftung!

 

Bericht zur Teilnahme von Stefan Roth im Jahr 2007:

Anregungen oder Bemerkungen zur Homepage oder zum WLT? Dann nutzt das WLT.Gästebuch

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Es wurde Marathon - Weltrekord gelaufen und der WLT war dabei, ob wir der Grund waren???

 

 

 

 

34.BERLIN-MARATHON - Bericht von Stefan Roth

Am Donnerstag, 27.09.2007, ging es los. Mit der Deutschen Bahn mit dem ICE ging es in unsere Bundeshauptstadt BERLIN. Die Anmeldung für den Marathon erfolgte bereits im Januar. Die 40.000 !!!! Startplätze waren bereits Ende Juli ausgebucht. Nach Angaben des Veranstalters noch nie so früh. Wer schon einmal an diesem Laufevent in Berlin, so wie ich im Jahre 2000 teilgenommen hat, weis auch warum! Wohnen konnten wir bei Bekannten, sodass auch die Bettenfrage frühzeitig gelöst war. Nachdem somit das Organisatorische abgeschlossen war, galt es durch eine Gute und gezielte Vorbereitung im Vorfeld für eine Topzeit zu sorgen. Durch diverse Vorbereitungsläufe ( Halbmarathons in LÖNINGEN, BREMERHAVEN und WARDENBURG ), sowie durch etliche lange und harte Trainingsläufe sollte mir dieses Vorhaben auch gelingen. Dazu später mehr. Am neuen Berliner Hauptbahnhof wurden wir durch unsere Bekannten abgeholt. Nach kurzer Begrüßung und ein wenig Smalltalk ging es früh ins Bett! Am nächsten Tage sollte schließlich Berlin erkundet werden. Es gibt in Berlin eine Menge zu sehen. Deshalb lohnt sich in jedem Fall eine frühe Anreise, um in den Tagen vor dem Marathon einiges von der tollen Stadt mitzunehmen. Zunächst sahen wir uns am Brandenburger Tor und den umliegenden Straßen um. Erste Schilder wiesen schon auf den bevorstehenden Marathon hin. Am Freitag Nachmittag wurden in diesem Bereich schon die ersten Straßen abgesperrt. Nachdem die wichtigsten Orte um das Brandenburger Tor- Reichstag, Unter den LINDEN, Deutscher Dom, Humboldtuniversität und "Erich`s Lampenladen " ( Palast der Republik ) u.s.w. besichtigt worden waren, entspannten wir uns bei einer Spreefahrt. Am frühen Abend begab ich mich auf die größte Deutsche Gesundheitsmesse, um dort meine Startnummer, die 17998, abzuholen. Auf dieser Messe waren Stände sämtlicher führender Laufschuhfirmen und Sportbekleidungs- hersteller anzutreffen. Dann ein erstes Highlight!! Am Samstag Morgen machte ich mich zusammen mit meiner Frau, die mich natürlich zum Marathon begleitet hatte, auf zum traditionellen " FRÜHSTÜCKSLAUF" . JAAAANZ LANGSAM, wie der Berliner zu sagen pflegt ging es vom Start am CHARLOTTENBURGER SCHLOß ins Berliner OLYMPIASTADION. Ca. 11.000 Läufer !!!!! nach Veranstalterangaben machten sich um 09:30 Uhr auf die 6 KM lange Strecke.Hier bekommt man einen ersten gigantischen Eindruck von diesem MARATHON!!! Auch der später einsetzende Regen konnte die Läufer, etliche verkleidet und bunt bemalt, nicht bremsen. Lohn war der Lauf durch das Marathontor in das für die Fußball WM 2006 um- gebaute Olympiastadion. Das Stadion und das gesamte Gelände haben riesige Ausmaße. Dann gab es für die Läufer das ersehnte Frühstück - Kaffee, Tee, Joghurt, Rosinenbrötchen, Obst u.s.w. Der Samstag Nachmittag stand dann für mich wieder im Zeichen der Entspannung und Vorbereitung auf den morgigen Lauf. Meine Frau lies es sich aber nicht nehmen mit unserer Bekannten Shoppen zu gehen. Am Abend gab es dann Pasta vom Italiener um die Ecke. Der Abend war früh zu Ende, ihr könnt euch denken warum?? Sonntag klingelte für mich um 06:00 Uhr der Wecker. Ein kleines Frühstück und dann ging es schon los. Verabschiedung von meiner Frau, die ich erst bei KM 38 an der Strecke wiedersehen sollte. Als einer der Ersten!! traf ich im Start- u. Zielbereich ein. Aber recht schnell sollte der Rest der 39999 Läufer hier eintreffen. Die Wege bis zum Start sind doch recht weit. Zeitig stand ich in meinem Startblock. Jetzt konnte man sich noch recht gut aufwärmen. Erst etwa 20 Minuten vor dem Start wurde es voller in den Blöcken. Tolle Musik und irre Typen - Asterix und Obelix zusammen mit Miraculix und zwei Römer wurden gesichtet. Ich hoffe die hatten nicht zu viel von dem Zaubertrank genommen. Ihr wißt schon Doping ist überall! Naja ich habe sie jedenfalls nicht wieder gesehen. Mit einem Hinkelstein auf em Rücken läuft es sich auch nicht so schnell !!! Dann um 09:00 Uhr erfolgte durch den Regierenden Bürgermeister der Stadt

Berlin- Klaus WOWEREIT - der Startschuß. 40000 Läufer machten sich auf den Weg durch Berlin. Neben vielen Hobbyläufern das wohl stärkste Profifeld in diesem Jahr bei einem Marathon, angeführt von HAILE GEBRESELASSIE , der an diesem Tag bei hervorragenden äußeren Bedingungen ( 16 ° Grad kein Wind und leicht bedecktem Himmel ) einen neuen Weltrekord aufstellte ( 2:04:25 Std) Dem wollte ich natürlich in nichts nachstehen. In persönlicher Bestzeit 3:20:17 Stunden erreichte ich einen, will mal sagen hervorrangenden 3510 Gesamtplatz. Das sind 4:44 Minuten im Schnitt pro KM. Vom Ersten bis zum Letzen Meter lief es auch hervorragend bei mir. Die Kilometer und Sehenswürdigkeiten flogen nur so an mir vorbei. Ich war sogar so gut drauf, dass ich ab KM 31 bis etwa Km 37 die Zeit fand mit einem irischen Läufer zusammen zu laufen und mich dabei auf Englisch zu unterhalten. Leider war er auf den letzten Kilometern dann doch etwas zu schnell!!! Doch das verging wieder, als ich bei KM 38 meine "KEA " am Straßenrand entdecken konnte. Ich nahm mir sogar die Zeit kurz anzuhalten und sie abzuklatschen. Das entschuldigt dann auch die 17 Sekunden nach den 3:20 oder??? Dann folgte noch das Streckenhighlight. Der Weg ab Deutschem DOM auf der Straße - Unter den Linden - in Richtung Brandenburger Tor. Hammer sag ich euch!!! Natürlich waren überall entlang der Strecke Zuschauer. Und nicht wenige! Laut Veranstalterangaben über 1. Mio Menschen verfolgten den Lauf durch die Berliner Straßen. Aber hier wurden die Läufer noch einmal enthusiastisch angefeuert. Dann der emotionale Moment, als es durch das Brandenburger Tor ging. Im Hintergrund, es sollten noch etwa 300 Meter sein, konnte man das Ziel erkennen, gab jeder noch mal alles. Beidseitig der Strecke waren große Zuschauertribünen aufgebaut, die die Läufer über die Ziellinie trugen. Zufrieden konnte ich auf 42 tolle Km zurückblicken. Eine tolle Medaille,

eine warme Dusche und tiefe innere Genugtuung  waren der Lohn für eine harte Vorbereitung. Ein paar Fotos, die einen kleinen Einblick geben, runden diesen Bericht so hoffe ich doch mal, ab.

An der Länge meines Berichtes könnt ihr sicherlich erkennen, dass ich beim Schreiben noch einmal geradezu ins Schwärmen gekommen bin. Ich kann mich nur wiederholen ein Superevent. Hervorragende Organisation alles Top. Diesen Marathon kann man nur jeden weiterempfehlen . In Berlin muß man, so denke ich, mal gelaufen sein.

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