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Am Donnerstag, 27.09.2007, ging es los. Mit der Deutschen Bahn mit dem ICE ging es in unsere Bundeshauptstadt BERLIN. Die Anmeldung für den Marathon erfolgte bereits im Januar. Die 40.000 !!!! Startplätze waren bereits Ende Juli ausgebucht. Nach Angaben des Veranstalters noch nie so früh. Wer schon einmal an diesem Laufevent in Berlin, so wie ich im Jahre 2000 teilgenommen hat, weis auch warum! Wohnen konnten wir bei Bekannten, sodass auch die Bettenfrage frühzeitig gelöst war. Nachdem somit das Organisatorische abgeschlossen war, galt es durch eine Gute und gezielte Vorbereitung im Vorfeld für eine Topzeit zu sorgen. Durch diverse Vorbereitungsläufe ( Halbmarathons in LÖNINGEN, BREMERHAVEN und WARDENBURG ), sowie durch etliche lange und harte Trainingsläufe sollte mir dieses Vorhaben auch gelingen. Dazu später mehr. Am neuen Berliner Hauptbahnhof wurden wir durch unsere Bekannten abgeholt. Nach kurzer Begrüßung und ein wenig Smalltalk ging es früh ins Bett! Am nächsten Tage sollte schließlich Berlin erkundet werden. Es gibt in Berlin eine Menge zu sehen. Deshalb lohnt sich in jedem Fall eine frühe Anreise, um in den Tagen vor dem Marathon einiges von der tollen Stadt mitzunehmen. Zunächst sahen wir uns am Brandenburger Tor und den umliegenden Straßen um. Erste Schilder wiesen schon auf den bevorstehenden Marathon hin. Am Freitag Nachmittag wurden in diesem Bereich schon die ersten Straßen abgesperrt. Nachdem die wichtigsten Orte um das Brandenburger Tor- Reichstag, Unter den LINDEN, Deutscher Dom, Humboldtuniversität und "Erich`s Lampenladen " ( Palast der Republik ) u.s.w. besichtigt worden waren, entspannten wir uns bei einer Spreefahrt. Am frühen Abend begab ich mich auf die größte Deutsche Gesundheitsmesse, um dort meine Startnummer, die 17998, abzuholen. Auf dieser Messe waren Stände sämtlicher führender Laufschuhfirmen und Sportbekleidungs- hersteller anzutreffen. Dann ein erstes Highlight!! Am Samstag Morgen machte ich mich zusammen mit meiner Frau, die mich natürlich zum Marathon begleitet hatte, auf zum traditionellen " FRÜHSTÜCKSLAUF" . JAAAANZ LANGSAM, wie der Berliner zu sagen pflegt ging es vom Start am CHARLOTTENBURGER SCHLOß ins Berliner OLYMPIASTADION. Ca. 11.000 Läufer !!!!! nach Veranstalterangaben machten sich um 09:30 Uhr auf die 6 KM lange Strecke.Hier bekommt man einen ersten gigantischen Eindruck von diesem MARATHON!!! Auch der später einsetzende Regen konnte die Läufer, etliche verkleidet und bunt bemalt, nicht bremsen. Lohn war der Lauf durch das Marathontor in das für die Fußball WM 2006 um- gebaute Olympiastadion. Das Stadion und das gesamte Gelände haben riesige Ausmaße. Dann gab es für die Läufer das ersehnte Frühstück - Kaffee, Tee, Joghurt, Rosinenbrötchen, Obst u.s.w. Der Samstag Nachmittag stand dann für mich wieder im Zeichen der Entspannung und Vorbereitung auf den morgigen Lauf. Meine Frau lies es sich aber nicht nehmen mit unserer Bekannten Shoppen zu gehen. Am Abend gab es dann Pasta vom Italiener um die Ecke. Der Abend war früh zu Ende, ihr könnt euch denken warum?? Sonntag klingelte für mich um 06:00 Uhr der Wecker. Ein kleines Frühstück und dann ging es schon los. Verabschiedung von meiner Frau, die ich erst bei KM 38 an der Strecke wiedersehen sollte. Als einer der Ersten!! traf ich im Start- u. Zielbereich ein. Aber recht schnell sollte der Rest der 39999 Läufer hier eintreffen. Die Wege bis zum Start sind doch recht weit. Zeitig stand ich in meinem Startblock. Jetzt konnte man sich noch recht gut aufwärmen. Erst etwa 20 Minuten vor dem Start wurde es voller in den Blöcken. Tolle Musik und irre Typen - Asterix und Obelix zusammen mit Miraculix und zwei Römer wurden gesichtet. Ich hoffe die hatten nicht zu viel von dem Zaubertrank genommen. Ihr wißt schon Doping ist überall! Naja ich habe sie jedenfalls nicht wieder gesehen. Mit einem Hinkelstein auf em Rücken läuft es sich auch nicht so schnell !!! Dann um 09:00 Uhr erfolgte durch den Regierenden Bürgermeister der Stadt
Berlin- Klaus WOWEREIT - der Startschuß. 40000 Läufer machten sich auf den Weg durch Berlin. Neben vielen Hobbyläufern das wohl stärkste Profifeld in diesem Jahr bei einem Marathon, angeführt von HAILE GEBRESELASSIE , der an diesem Tag bei hervorragenden äußeren Bedingungen ( 16 ° Grad kein Wind und leicht bedecktem Himmel ) einen neuen Weltrekord aufstellte ( 2:04:25 Std) Dem wollte ich natürlich in nichts nachstehen. In persönlicher Bestzeit 3:20:17 Stunden erreichte ich einen, will mal sagen hervorrangenden 3510 Gesamtplatz. Das sind 4:44 Minuten im Schnitt pro KM. Vom Ersten bis zum Letzen Meter lief es auch hervorragend bei mir. Die Kilometer und Sehenswürdigkeiten flogen nur so an mir vorbei. Ich war sogar so gut drauf, dass ich ab KM 31 bis etwa Km 37 die Zeit fand mit einem irischen Läufer zusammen zu laufen und mich dabei auf Englisch zu unterhalten. Leider war er auf den letzten Kilometern dann doch etwas zu schnell!!! Doch das verging wieder, als ich bei KM 38 meine "KEA " am Straßenrand entdecken konnte. Ich nahm mir sogar die Zeit kurz anzuhalten und sie abzuklatschen. Das entschuldigt dann auch die 17 Sekunden nach den 3:20 oder??? Dann folgte noch das Streckenhighlight. Der Weg ab Deutschem DOM auf der Straße - Unter den Linden - in Richtung Brandenburger Tor. Hammer sag ich euch!!! Natürlich waren überall entlang der Strecke Zuschauer. Und nicht wenige! Laut Veranstalterangaben über 1. Mio Menschen verfolgten den Lauf durch die Berliner Straßen. Aber hier wurden die Läufer noch einmal enthusiastisch angefeuert. Dann der emotionale Moment, als es durch das Brandenburger Tor ging. Im Hintergrund, es sollten noch etwa 300 Meter sein, konnte man das Ziel erkennen, gab jeder noch mal alles. Beidseitig der Strecke waren große Zuschauertribünen aufgebaut, die die Läufer über die Ziellinie trugen. Zufrieden konnte ich auf 42 tolle Km zurückblicken. Eine tolle Medaille,
eine warme Dusche und tiefe innere Genugtuung waren der Lohn für eine harte Vorbereitung. Ein paar Fotos, die einen kleinen Einblick geben, runden diesen Bericht so hoffe ich doch mal, ab.
An der Länge meines Berichtes könnt ihr sicherlich erkennen, dass ich beim Schreiben noch einmal geradezu ins Schwärmen gekommen bin. Ich kann mich nur wiederholen ein Superevent. Hervorragende Organisation alles Top. Diesen Marathon kann man nur jeden weiterempfehlen . In Berlin muß man, so denke ich, mal gelaufen sein.
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