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5.Elbdeichmarathon in Tangermünde - und der WLT ist wieder dabei. Organisation der Fahrt: Fritz Rietkötter |
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4.Elbdeichmarathon in Tangermünde - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter |
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Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Nach dem Frühstück ging es mit Matthias und Patricia gut gelaunt zum Marathongelände. Die Sonne schien bereits um 9.00Uhr kräftig vom Himmel und kein Wölkchen trübte die Aussicht, absolutes Kaiserwetter. Wie gewohnt, auch am neuen Marathonplatz, zeigte diese Veranstaltung wieder ihren familiären Flair. Keine Hektik, kein Stress, ausreichend Toiletten (ist ja wirklich nicht überall üblich…) sowie eine kurze Vorstellung des erfolgreichen Orga – Teams mit Carsten Birkholz an der Spitze waren das “Vorprogramm” bis es anschließlich mit dem Bürgermeister zur Startlinie ging. Der Bürgermeister, der die Tangermünder Promenade soeben noch als „Veranda Tangermündes“ absolut treffend beschrieben hat, gab schließlich den Startschuss zum Marathonlauf. Der Streckenverlauf, aufgrund eines Deichschadens nach dem Winterhochwasser nur an einer Stelle etwas verändert, unterschied sich zu den Vorjahren nur dadurch, dass es von der Promenade direkt Richtung Elblandschaft ging und nicht wie sonst durch die Innenstadt führte. Vor der beeindruckenden Tangermüner Altstadt – Kulisse drehte das Läuferfeld erst eine ca. 1km lange Runde über die Hafenpromenade bis es schließlich über den Deich in die weiten Elbauen Richtung Bölsdorf und Buch ging. Die Marathonis hatten die Strecke im Gegensatz zu den Halbmarathonis zweimal zu durchlaufen und die 10km-Läufer wendeten vor dem NABU – Aussichtsturm. Auch dieses Jahr hatte die Elblandschaft wieder alles zu bieten. Neben Gänse und Kranichen waren Störche zugegen und es gab jede Menge Ruhe und aller besten Weitblick. Frühlingstemperaturen auf der ersten Runde und die im leichten Grün stehenden Bäume an der Elbe zeigten schnell, dass dieser Lauf eine ganz besondere Veranstaltung im alljährlichen Marathonkalender ist. Sie hebt sich eben auf besondere Weise ab. Mein persönliches Ziel dieser Marathonveranstaltung war einfach zusammengefasst: Möglichst in die Nähe meiner letztjährigen persönlichen Bestzeit kommen und eine gute Leistungsbestimmung auf den Weg zum ersten Ultramarathon abzuliefern. Vorweg sei gesagt, dass das Ziel übererfüllt wurde. Mit 3:29Stunden erzielte ich meine persönliche Bestzeit und das Ergebnis vom letzten Jahr wurde damit um 4 Minuten verbessern. Zudem viel die magische Grenze von 3:30 Stunden, was ein Tempo von unter 5Minuten pro Kilometer machte, ich war überglücklich im Ziel. Nach dem Startschuss hiess es somit erst einmal, den Laufrhythmus zu finden und die herrliche Tangermünder Altstadt - Kulisse genießen, vor dessen Bild dieser rundum gelungener Lauf startete. Nach etwa 1,5km ging es schließlich auf den Elbdeich und damit startete der Versuch, die eigene Bestmarke zumindest einzustellen. Bei km2 war der Laufrhythmus gefunden, der Puls lief ruhig und mit 4:47Minuten pro Kilometer ging es planmäßig Richtung Bölsdorf, dem ersten Dörfchen auf der Strecke. Dort steppte wieder der Bär oder wie sagte der Bürgermeister vor dem Startschuss, alle 110 Bürger sind an der Strecke. So war es auch. Musik, gute Laune, farbenfroh geschmückte Vorgärten. Hier war Marathon. Und immer wieder der Blick auf den Puls und nach jeder Kilometer – Marke die Kontrolle der Laufzeit. Es war noch immer alles im Plan. Der nächste Ort Buch stand an. Auch hier wieder Musik, gute Laune, Marathonfest der Dorfbewohner. Über die Straße waren Leinen mit kleinen Fähnchen gezogen, die den Läufern das Gefühl gaben, in einen Tunnel zu laufen. An dessen Ende die Verpflegungsstation und davor die Dorffete abgehalten wurde. Im Hintergrund die alte Kirche mit seinem Storchennest, auf dem zwei Störche saßen und das Treiben beobachteten. Alleine für das Genießen dieses Ausblickes haben sich die unzähligen Trainingskilometer gelohnt. Das farbenfroh geschmückte Dorf schien, als würde es sich ein Wettkampf in Sachen Marathonbegeisterung mit Bölsdorf liefern. Wenn ja, dann haben beide den Wettkampf für sich entschieden. Ein Lob an die Dörfer für deren gigantische Stimmung ist hier fällig. Nach Buch ging es dann wieder raus in die Elbwiesen in Richtung Deich, NABU Turm und Tangermünde. Und immer wieder die Kontrolle von Zeit und Puls und noch immer ein gutes Gefühl in den Beinen sowie die planmäßige Zeit vor Augen. Kurz vor Tangermünde wurde es dann voll auf der Strecke. Erst kamen uns Marathonis das Halbmarathonfeld auf dem Deich entgegen, dann die 10km – Läufer. Im ersten Feld lief Matthias, der einen überaus fitten Laufeindruck hinterließ und mit einem breiten Grinsen auf der Strecke war, dann folgte Patricia, die ebenfalls super gut gelaunt ihren 10km - Weg bewältigte. Mit diesen guten Eindrücken ging es für mich dann nach Tangermünde. Und wieder gab es einen dieser Augenblicke zu erleben, wo für man Marathon läuft. Im Hintergrund die Tangermünder Altstadt, davor der Einlauf in den Startzielbereich mit dem Wendepunkt zur zweiten Runde. Vorher ging es durch ein Spalier aus Helfern den jubelnden Zuschauern entgegen. Einfach nur geil hier zu laufen und die Halbmarathonzeit mit 1:40 lies kein Wünsche offen. Es lief einfach. Dass der Elbdeichmarathon aber auch seine Marathonseite hat in der man Beissen muss, zeigt die zweite Runde. Nun gegen Mittag wurde es heiss auf der Strecke. Am Deichfuss bei km25 ging kein Lüftchen. Zwar waren 17Grad angesagt, das war aber wohl nicht für die Altmark bestimmt. Nach dem Lauf schauten Matthias und ich noch aufs Thermometer im Schatten, da waren es noch 20,5Grad. So war es auf der Marathonstrecke ohne jeden Schatten und ohne Wind gefühlte 25Grad. Jetzt hämmerte der Puls, der Körper hatte zu kämpfen. Die ganze Konzentration war auf den Laufrhythmus gelegt. Nur zur Verpflegung nach Bölsdorf, dachte ich. Die Geschwindigkeit haltend und kam ich endlich ins Dorf. Hier ging eine komplette Mütze voll Wasser erst einmal über den Kopf. Trinken und wieder Wasser über den Körper. Dann wieder raus in die Elbweite. Die Beine wurden schwerer und die Luft irgendwie immer wärmer. Kein Luftzug, kein Schatten. Hier um km30 starten die wirklichen Marathonstrapazen. In der endlos scheinenden Weite ging es Schritt um Schritt weiter. Wieder nach Buch rein, wieder Verpflegung, wieder Wasser überall hin, denn jetzt sollte der Teil kommen, der auch in den letzten Jahren schon unangenehm war. Jetzt ging es in einem Bogen zurück Richtung Tangermünde aber gleichzeitig auch in den Wind. Nun bei km35 hiess es kämpfen. Das Tempo brach ein, der Puls blieb eigentlich viel zu hoch, aber egal dachte ich. An den Kilometermarken blieb jetzt Minute um Minute liegen. Doch auch das nahm ein Ende. Die Kraftausdauer – Einheiten der letzten Wochen machten sich genau jetzt bezahlt. Dennoch blieb die Frage offen, was unangenehmer ist, die Wärme ohne Schatten oder der andauernde Wind, der wie ein Gummiband wirkt. Ich habe bis heute keine Antwort. Schließlich kam die Silhouette von Tangermünde wieder in Sicht. Die letzten 3 Kilometer, dann die letzten zwei Kurven. Dann wieder dieser starke Blick in den Zielbereich, die Helfer an der Strecke, die Zuschauer, die für Stimmung sorgten. Für diese Marathonmeter lohnt sich jede Quälerei. Dann ins Zuschauerspalier auf die letzten Meter, über die Ziellinie und der Blick auf die Uhr. Es war geschafft: 3:29:13. Ich konnte es kaum glauben. Patricia kam schon Freude strahlend auf mich zu und ich konnte es immer noch nicht fassen… |
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3.Elbdeichmarathon in Tangermünde - ein Bericht von Fritz Rietkötter Das sich der Elbdeichmarathon als Laufveranstaltung mit Charm etabliert, beweisst nicht nur der Teilnehmerrekord, der in diesem Jahr mit über 1.400 Läufern aufgestellt wurde. Wer einmal durch die Tangermünder Altstadt und die angrenzende Elbniederung gelaufen ist, der erkennt schnell, warum es immer wieder Spass macht, hier her in die Altmark zu kommen. Etwas über 3 Stunden Fahrtzeit für die knapp 400km lagen vor uns, als es am Samstag gegen 9.00 Uhr in Richtung Tangermünde los ging. Unterwegs noch einen Kaffee und etwas Süsses beim “Schotten” abgeholt und so ging es entspannt in Richtung Altmark. In Tangermünde angekommen, wurde erst einmal das Zimmer bezogen, diesmal im Hotel “Am Rathaus” und nicht wie sonst üblich “Im Schwarzen Adler”, Abwechslung muss eben sein. Vorteil auch hier im Hotel: das Haus liegt genau an der Startlinie und die Zimmer konnten bis 16Uhr noch zum Duschen genutzt werden -echt klasse! |
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Mit soviel Wissen aus den vergangenen Jahrhunderten vollgepackt, ging es dann auf die Marathonmesse zur Startnummern - Ausgabe. Und da war sie wieder, die kleine, familiäre Marathon - Gemeinde aus der Altmark. Überall gute Laune, etwas Kurzweil und ein paar Getränke-Einheiten mittels Erdinger Alkoholfrei, was will man mehr. Noch ein kurzer Schwatz mit einem mittlerweile bekannten Mitglied des Organisationsteams und dann ging es in aller Ruhe in Richtung Hotel und Abendveranstaltung. Gutes Essen, kleines Bierchen und anschließend ab in die Federn. Der kommende Marathon sollte anstrengend werden und das wurde er auch. Schon vor dem Frühstück ging der erste Blick am Sonntag Morgen aus dem Fenster gen Himmel. Angesagt waren 5 - 9 Grad und eine 85%tige Regenwahrscheinlichkeit. Mit dem Regen hatten die Wetterfrösche recht und als ich die Nase aus dem Fenster streckte, wusste ich, dass die prognostizierten Temperaturen sicherlich keine Übertreibung waren. Nach dem Frühstück stand die Wahl der Laufbegleitung an. Ich entschied mich gegen Regenjacke aber für warme Unterwäsche. Eine Entscheidung, die sich später als genau richtig herausstellen sollte. |
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von 1:45Stunde auf 21km. Das Ziel war eigentlich, meine eigene Streckenbestzeit von 3:41 zumindest einzustellen. Mein Puls lief mit 155 Schlägen optimal und so korrigierte ich mein Ziel darauf, auf jeden Fall unter der letztjährigen Zeit zu bleiben. Unter den Klängen des Tangermünder Blasverein ging es dann auf die zweite Runde. Der Wind schien etwas zugenommen zu haben und irgendwie von allen Seite zu kommen. Die Temperaturen waren noch immer recht frisch, auch wenn es schon um die Mittagszeit war. So ging es durchs erste Dorf. Immer wieder der Blick auf die Pulsuhr, immer wieder die Zeit pro gelaufenen Kilometer an den Streckenmarkierungen hochgerechnet und immer wieder die Erkenntnis, es lief hervorragend. Vor mit tauchten mehr und mehr Läufer auf, die ihrem anfänglichen Tempo jetzt Tribut zollen mussten. Lag ich auf der ersten Runde noch gefühlt irgendwo im hinteren Läufermittelfeld, ging es jetzt Stück für Stück nach vorn. Und dann kam wieder Buch, die tolle Verpflegung und die Erkenntnis, dass nun wieder das windige Streckenstück auf mich wartete. Kurz hinter dem Dorfausgang war es dann soweit, die Strecke führte leicht nach rechts und damit mitten in den Wind. Es wurde kalt, der Puls schoss durch die Belastung sofort auf den Maximumwert und jeder Schritt kostete Kraft. Zwei vor mir laufende Marathonis haderten etwas mit sich und dem Wind, doch was soll es, dachte ich mir, hier musste Du eben durch, man kann es ja nicht ändern. Ich zog mein Cap tiefer ins Gesicht, konzentrierte mich auf meinen Laufrhythmus und lief Schritt um Schritt, Meter um Meter. Die bis hierher bereits absolvierten 32km steckten in den Knochen und hatten bereits arg an den Kräften gezerrt. Immer wieder der Blick auf die Uhr, das Zeitpolster, dass ich genau für diesen Streckenabschnitt herausgelaufen hatte, begann nun zu schmelzen. Der Puls hämmerte, die Oberschenkel taten weh und dann kam er wieder in Sichtweite, der schützende Deich. Nur noch bis dahin, dachte ich bei mir und dann wird es einfacher. Und so kam es auch, der Wind unten am Deichfuss war weg, der Körper erholte sich und bei der nächsten Verpflegungsstation gab es die notwendige Energie für die letzten Kilometer. Die Musik aus den Boxen an der Gabelung kündeten wieder von den letzten 5km. Der Laufrhythmus war wieder da, das Tempo steigerte auf die |
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Pünktlich um 10 Uhr ging es dann, unter dem Beifall von halb Tangermünde, auf die Strecke. Erst eine Runde durch die tolle Altstadt und dann über den Elbdeich hinaus in die Weite der Elbniederung. Der leichte Wind war kaum mehr zu spüren und als wir zum ersten Mal an die Wind abgewandte Deichseite kamen, lies das sonnige Wetter keinen Zweifel daran aufkommen, was hier in den Mittagsstunden, wenn wir zum zweiten Mal diesen Abschnitt passieren werden, zu erwarten war, nämlich jede Menge Hitze. Die ersten Kilometer im Läuferpult flogen dahin und es blieb Zeit für den einen oder anderen kurzen Plausch unter Läufern. Erst einmal richtig warm werden und Rhythmus aufnehmen war eigentlich die Vorgabe für diese ersten Kilometer. Doch schon kurze Zeit später wurde im gesamte Feld mächtig Tempo gemacht, was für mich gleichzeitig bedeutet: dran bleiben oder weiter hinten einsortieren. Ich entschied mich fürs dran bleiben, was mein Puls auch gleich mit einer eigentlich zu hohen Frequenz quittierte. Immer am Deich lang und dann ins erste Dorf auf der Strecke, wo wieder jede Menge Stimmung angesagt war. Die Häuser und Zäune waren mit Luftballons geschmückt und das ganze Dorf mit Anfeuerung und Applaudieren beschäftigt. Da macht Laufen doch gleich doppelt Spass. Anschließend ging es dann durch die Elbwiesen dem Dorf Buch entgegen, wo wieder der Sirenenmann am Ortseingang die Läufer begrüßte und anschließend weiter durch die windigen Elbfelder, wieder an den Deich und anschließend in die Stadt Tangermünde, wo die Zuschauer mit jeder Menge Stimmung auf alle warteten. Diese Runde musste zweimal durchlaufen werden und führte jedem vor Augen, dass es in der Mittagssonne nicht einfacher werden würde. Die Durchgangszeit Halbmarathon mit 1:46 Stunde stimmte, wobei sich das schnelle Anfangstempo noch nicht negativ bemerkbar machte. Doch dann kam die zweite Runde und das, was sich morgens bereits ankündigte. Am Deichfuss, wo kein Lüftchen vorbei zog, zeigte die Sonne, was Wärme bedeutet. Gefühlte 25 Grad bei absoluter Windstille forderten die ganze Kondition und minimierte zusehens meine Kraftreserven. Mein Blick ging immer wieder auf meine Pulsuhr. Ständig den Puls kontrollieren und irgendwie durch diesen Streckenabschnitt durch, dachte ich bei mir und bog wieder in das erste Dorf ein. Hier war an der Verpflegungsstelle die bekannt tolle Stimmung und pepte meine Motivation mächtig auf. Anschließend ging es erneut in die Elbfelder. Der hier einsetzende Wind zog durch die Schweiss nassen Laufsachen und kühlte die Muskeln merklich aus. Wie sagte später ein Läufer? Eine Qual aus Sonne und Wind. Rechte hatte, dass war im Nachhinein mehr als klar. Trotz des Gegenwinds lief es einigermaßen rund. Der Puls hatte sich, wenn auch etwas zu hoch, eingependelt und die Weite der Natur lies genügt Platz, die Gedanken voll und ganz aufs Laufen zu richten. Bei Kilometer 32 hatte ich mir die erste Hochrechnung auf meine Zielzeit vorgenommen, und die viel mehr als gut aus. Eigentlich wollte ich bestmöglich 3:50 Stunden laufen, was ich nun auf 3:45 korrigierte. Irgendwo bei Kilometer 37 ging es dann wieder in die Windstille und damit in einen weiteren Streckenabschnitt mit gefühlten Hochsommertemperaturen. Ich versuchte Laufkonzentration und Lauftempo zu halten, was leider auch dazu führte, dass der Blick für die tolle Landschaft an der Elbe ein wenig verloren ging. Die letzten Kilometer vor Tangermünde verliefen dann endlich wieder etwas im Schatten der am Wegesrand stehenden Bäume und so kam auch endlich mein Laufrhythmus zurück und der Körper erholte sich merklich. Gerade der für mich so wichtige Laufrhythmus litt vor allem auf dem windigen Streckenabschnitt irgendwo im Nirgendwo, wo es zudem noch über beschauliche, mit Betonplatten „befestigte“ Wege ging. Dort musste man schon mal genauer hinsehen, wo man hintreten wollte. Erinnerungen an den Goldenstedter Moormarathon waren da konsequenter Weise die Folge. Dann erschien endlich dieses kleine Schild mit dem Hinweis: noch 2km. Jetzt war es bald geschafft, versuchte das Lauftempo zu halten und und freute mich innerlich schon auf die Verpflegung im Zielbereich. Hinter der letzten Kurve ging es durch das historische Stadt – Tor Tangermündes direkt auf die Zielgerade. Der Applaus der Zuschauer hilft wie immer über die letzten Meter und dann der Blick auf die Zieluhr, der Gewissheit aufkommen lies: mit 3:41 Stunde konnte ich nicht nur die Zeit vom letzten Jahr um 6 Minuten verbessern, der Tangermünder Elbdeichmarathon 2009 bedeutet für mich auch gleichzeitig meine persönlich schnellste Marathonzeit! Auch wenn nächste Woche bereits der nächste Marathon ansteht und damit die heisse Trainingsphase zum 24Stunden Ultralauf startet, so bedeutet auch dieses Jahr die Teilnahme in Tangermünde für mich erneut, dass Fitness und Training stimmen und damit die Marathonsaison erfolgreich eingeläutet werden konnte. Als Fazit könnte ich es mir jetzt einfach machen und auf die Schlussworte meines Laufberichtes 2008 verweisen. Denn der Elbdeichmarathon in Tangermünde hat es trotz der deutlichen Steigerung der Teilnehmerzahlen wieder geschafft, seine individuelle und unverwechselbare Atmosphäre zu bewahren und weiter auszubauen - tolle Organisation, tolle Veranstaltung, tolles „Drumherum“. Tangermünde ist mehr als eine Reise wert, auch wenn man sich streckenweise in den Weiten der Elbniederung mächtig anstrengen muss! Impressionen aus Tangermünde und dem Lauf...._: |
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Der Sonntag Morgen startete dann wie jeder Marathon Morgen mit der Frage: was soll man bloss anziehen. Nicht zu kalt, nicht zu warm und in der weiten Elbmarsch wird mit Sicherheit ein unangenehmer Wind wehen. Da der Wetterdienst 15 Grad und sonniges Wetter vorhergesagt hat, viel die Laufbekleidung entsprechend den Temperaturen aus, ungeachtet der Frage, was mit dem Wind sein würde. Eine Entscheidung, die später noch ihre Folgen haben sollte. Wie gewohnt eine Stunde vor dem Start ging es dann ins Getümmel rund um die Startlinie auf dem historischen Marktplatz. Mit dem Schriftzug des Wildeshauser Lauftreff auf dem Rücken wurde ich dann auch sofort als weiterentfernt Angereister erkannt, weshalb direkt die Tangermünder Presse auf mich zu kam, um zu erfahren, wo Wildeshausen denn genau sei und warum es mich hier her verschlagen hat. Das dieser Marathon ein Vorbereitungslauf auf meinen 24 Stunden UltraMarathon ist, wurde dann doch mit erstaunen quittiert. Pünktlich um 10.00 Uhr ging es für das Marathonfeld auf die Strecke, etwa 10 Minuten später folgten die Halbmarathonläufer. Selbst auf der Strecke ist es interessant zu erfahren, dass der WLT sogar in der Umgebung von Tangermünde bekannt ist. So sprach mich auf den ersten ruhig dahin laufenden Kilometern ein Läufer aus Wildeshausen an, der seit der Deutschen Einheit durch berufliche Umstände in der Nähe sesshaft geworden ist und nun einiges über meine Heimatstadt erfahren wollte. Die ersten Kilometer ging es auf dem Elbdeich entlang, mit einem herrlichen Blick in die weite Elbmarsch. Die Elbe fließt ruhig und natürlich dahin, die Sonne scheint durch die ersten grünen Blätter der Bäume und das Läuferfeld schlängelt sich den langen Deich entlang. Je weiter es in die Marsch geht, je stärker wird der Wind. Erst von links, dann nach einer Abzweigung gefühlt von rechts und schließlich von vorne. Wind gehört eben dazu, dachte ich mir. Irgendwo bei km11 ging es dann in das kleine Örtchen Buch. Hier steppte der Bär! Ein Musikbühne, Getränke- und Bratwurststand, eine Verpflegungsstelle für die Läufer und jede Menge gut gelaunter Zuschauer. Es hatte den Anschein, als wäre das ganze Dorf unterwegs. Gut gelaunt und mit jeder Menge Applaus wurde das Läuferfeld in die endlos scheinende Elbmarsch geschickt. So um Kilometer 18 tauchte plötzlich eine weitere Versorgungsstation auf. Musik spielte, wo die Zuschauer allerdings her kamen war nicht auszumachen und direkt hinter der Versorgung stand ein Hüttchen auf der Straße, das den ersten Wendepunkt markierte. Jetzt blieb Zeit zu schauen, wer alles noch hinter einem lief, denn es ging auf der gleichen Straße zurück, wo wir herkamen. Der Blick in die Gesichter der nach mir folgenden Läufer verriet aber auch, dass der Kraft zerrende Wind seine ersten Tribute forderte. Cirka 2km hinter dem Wendepunkt ging es dann wieder an den Deich, diesmal aber in den Windschatten, da die Strecke am Deichfuss verlief. Hier verirrte sich kein Lüftchen, dafür zeigte die Sonne bereits, welche Stärke sie hatte. Da der Kurs zweimal zu durchlaufen war, gab es hier schon einen ersten Eindruck, was einem in der zweiten Runde erwarten würde, dann aber mit 33km in den Beinen. Nass geschwitzt ging es anschließend wieder auf den Elbdeich in den Wind Richtung Tangermünde zum Halbmarathon Wendepunkt. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt schon voller gut gelaunter Zuschauer, die alle Läufern mit viel Applaus auf die zweite Runde schickten. Man konnte denken, in Tangermünde sei ein Volksfest, so viel war an der Strecke los. |
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Die zweite Runde wurde dann zu einer echten Belastung. Der Wind nahm zu, das Läuferfeld zog sich auseinander und da die Halbmarathonläufer nicht mehr dabei waren, wurde es ruhig, bisweilen einsam auf der Strecke. Ab Kilometer ca. 22 kam dann der Zeitpunkt, wo man fast 2 Stunden alleine mit sich, der unablässig tickenden Uhr, den Gedanken und der Belastung war. Die Strapazen stiegen, da der Wind zunahm und den Körper auskühlte. Dann wieder das kleine Städtchen Buch. Die Zuschauer waren noch alle da und machten Stimmung, was einen sofort wieder aufbaute. Jeder Läufer, der am Ortseingang um die Ecke kam, wurde mit einer Handsirene begrüßt und gefeiert. Die Musik von der Bühne, die applaudierenden Zuschauer und die Verpflegung ließen die Kräfte wieder zurückkehren. Dennoch ging es anschließend nochmals in die weite Einsamkeit der Elbmarsch. Die Natürlichkeit der Landschaft, die schönen Ausblicke wurde aber immer mehr zur Nebensache, jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo der echte Marathon anfing. Zumal ja noch der Hüttchenwendepunkt anstand. Keine Zuschauer, die einem mit Applaus durch die körperlichen Tiefen halfen, keine aufmunternden Helfer. Anschließend wieder am Deichfuss durch die pralle Sonne und schließlich wieder in den kalten Wind. Dann tauchte wieder die tolle „Postkartenansicht“ von Tangermünde auf. Die Kirchtürme, die Erhebungen der Stadtmauer, die alte Burg, ein trotz allem toller Anblick. Die letzten Meter durch die Stadt ging es wieder unter dem Beifall der Zuschauer auf der Zielgeraden ins Ziel. Die Uhr blieb bei 3 Stunden 47 Minuten stehen. Damit trotz aller Anstrengungen noch 13 Minuten unter der geplanten Zielzeit. Eine persönliche Top-Zeit auf dem Weg zum 24 Stunden UltraMarathon und gleichzeitig die Gewissheit, dass die Vorbereitung bis dato optimal läuft. |
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Vor dem Start, Getümmel in der Stadt.... |
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Der Mann mit der Sirene in Buch an der Bühne.... |
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auf dem Elbdeich, da lief es rund in der ersten Runde.... |
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Als Fazit bleibt fest zu halten, dass der 1.Ebdeichmarathon eine rundum gelungene Premiere gefeiert hat. Dem Motto und Anspruch „Von Läufer für Läufer“ wurden die Organisatoren absolut gerecht. Die Helfer waren zu jedem Zeitpunkt motiviert, freundlich und bewiesen Gastfreundschaft an der Strecke. Die gesamte Veranstaltung lief in einem familiären Rahmen ab, Hektik oder Stress waren Fremdworte und sogar der eigens komponierte Marathonsong der örtlichen Band ist super angekommen. Der Veranstaltungsrahmen durch die 999 Jahre alten Stadt Tangermünde, den alten Gassen und Bauwerken sowie der herrlichen Elblandschaft könnte nicht schöner ausfallen. Deshalb wird es sicherlich nicht mein letzter Elbdeichmarathon in Tangermünde gewesen sein, ich werde wiederkommen. |
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Impressionen/Organisation vor dem Marathon Elbdeichmarathon in Tangermünde (Marathon/Halbmarathon/10km/Schülerläufe) |
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Das Programm: Der erste Elbdeichmarathon in Tangermünde wird sicherlich eine ganz andere Laufveranstaltung werden, als die vielen Stadtmarathons oder regionalen Laufveranstaltungen. Tangermünde, dass weiss ich aus eigener Erfahrung (in der Nähe habe ich 4,5 Jahre gearbeitet), liegt landschaftlich in einer super tollen Gegend direkt an der Elbe und besticht durch sein historisches Stadtbild. Dieses Laufwochenende in Tangermünde wird geprägt sein durch Ruhe und Ausgeglichenheit. Hier kann man vom Alltagsstress abschalten und seine Seele baumeln lassen. Die individuelle Fitness macht es möglich, dass das Hobby Laufen die Basis für einem außergewöhnliches Erholungswochenende ist. Denn neben der Marathon- distanz bietet der Elbdeichlauf noch den Halbmarathon und einen 10km - Lauf. Also hier ist für jeden was dabei. 1. Tag: Samstag Anreise für per PKW / Hotelzimmer beziehen / Ausflug in die Elbauenlandschaft / Stadtbummel Marathon Unterlagen abholen / Ruhepause / gemütliches Abendessen. 2. Tag: Sonntag gemeinsames Frühstück / gemeinsame Teilnahme an der Marathon Veranstaltung / gemütlicher Tagesausklang in einem historischen Gasthaus / Rückreise
Zu veranlagende Kosten:
Anmeldung bei: Fritz Rietkötter / Telefon 04431-71512 / info@wildeshauser-lauftreff.de
Meldeschluss: Eine Woche vor dem Veranstaltungswochenende (jeder muss sich bei der Marathonveranstaltung selber anmelden, hier gehts direkt zur Anmeldung: Elbdeichmarathon Haftungshinweis: Es gilt die Sorgfaltspflicht eines jeden Einzelnen. Der Organisator der Fahrt übernimmt keine Haftung! |
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