GMhütter Null

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Urkunde2011BergTalführer

Wer da Laufen will, ist bei der GMhütter Null richtig! Egal ob im Winter oder im Sommer, es gibt immer was zu beißen!

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Das Buch, in dem sogar einer meiner Berichte sowie Bilder von mir verewigt wurden und dazu das Berg- und Talführer-Diplom. Nun ist alles zusammen und die Null gibt es nicht mehr. Die Null hat Spass gemacht, die Null hat geprägt und die Null bleibt etwas Besonderes! Eine “Weisheit” meinen Teilnahmen an diesem UltraMarathon hat mich schon über so manchen Berg gebracht: “Der Glaube versetzt Berge, Nuller überlaufen sie!” In diesem Sinne, Danke an Georg Rollfing für diesen Lauf!

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50. Georgsmarienhüttner Null – ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Nun war es endlich soweit. Nach der letzten Teilnahme an der Georgsmarienhüttner Null habe ich durch den fünften Start das gelbe Trikot der Berg- und Talführer erhalten und konnte es nun auf der Strecke zum ersten Mal tragen. Wie sagt der Organisator immer, man muss den Kopf hoch nehmen beim Laufen und aufmerksam sein, sonst können aus den 50km schnell mal ein paar Kilometer mehr werden. Und die Träger der gelben Shirts sollen wissen, wo es lang geht, also jetzt auch ich. Mal sehen…

Da der Start für um 5.30Uhr angesetzt war, hiess es früh aufstehen. 3.30Uhr klingelte der Wecke. Pünktlich um 4Uhr standen Hans, Wolfgang und Alfred bei mir vor der Haustür, um gemeinsam nach Kloster Oesede abzufahren. Unterwegs sammelten wir Sven auf, der auch noch nicht wirklich wach schien und so ging es Richtung Kloster Oesede. Im Start/Zielbereich war bereits ordentlich Bewegung. Jede Menge Läufer trudeln langsam ein, andere hatten den Service der Organisatoren genutzt und übernachteten in der dortigen Turnhalle bzw. zelteten auf dem angrenzten Freigelände. Da wir bereits um kurz vor 5Uhr eingetroffen waren, blieb ausreichend Zeit für das Abholen der Startunterlagen und ein zweites Frühstück, dass hier immer vor dem Start angeboten wird. Da zu so früher Stunde die Stimmung am Tisch bestens war, dafür sorgte einmal mehr Alfred und die beiden Lauffreunde Gerold Gierse und Uwe Wehmeyer. Irgendwie schienen die gar nicht müde.

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Pünktlich um 5.30uhr ging es schließlich auf die Strecke. Vorweg gab es natürlich noch die obligatorische kurze Ansprache des Organisators, der OberNull, an das Läuferfeld. Das Wetter wurde kurz angesprochen und gemeldet, dass es optimale Laufbedingungen gäbe und dass die Streckenbeschaffenheit bestens sei. Was will man also mehr… Was die angesprochenen Punkte im Einzelnen heissen sollte, zeigte sich dann einige Stunden später an den bekannt schwierigen Streckenpunkten.Los ging es in aller Ruhe mit einigen schlauen Sprüchen und viel guter Lauflaune. Erst ein Stück durchs Stadtgebiet von Kloster Oesede und schließlich rein in die hüglige Landschaft rund um Georgsmarienhütte. Hier zeigte sich der Sonntag Morgen von seiner schönsten Seite. Uns Läufern bot sich ein herrlicher Sonnenaufgang über den Bergen des Teutoburger Waldes. Zudem glänzten die Felder im Licht der aufgehenden Sonne und die kleinen Dörfer in den Tälern lagen in morgendlicher Ruhe. Hier macht Laufen Spass. Der Rundkurs, der gleichzeitig als Wanderweg mit der legendären Null ausgeschildert ist (wobei man schon genau hinsehen muss, um die Null im Wald an den Wegrändern nicht zu übersehen), bot tatsächlich beste Laufbedingungen. Vielleicht ein kleines Dankschön von Petrus an die Läufer bei dieser Jubiläums Null, immerhin die 50. Auflage.

Ab km10 ging es schließlich in die ersten Steigungen, die bereits zu Beginn den Puls ansteigen lies. Die Muskeln waren warm, der Kreislauf auf Touren, also ran an die ersten Steigungen. Es wechselten sich immer wieder leichte Steigungen und Gefällstrecken ab, bis schließlich einer der schwersten Steigung bei ca. km18 folgte. Hier hiess es nur tief Luft holen und rauf auf den Berg. Oben angekommen, wurde man allerdings mit einer super tollen Aussicht bei bester Weitsicht über den

Teutoburger Wald belohnt. Oben angekommen ging es aber auch direkt wieder darum, möglichst schnell den eigenen Laufrhythmus zu finden. Gleichzeitig musste der Puls wieder runter gebracht werden, um nach diesem anstrengendem Anstieg den Puls für den weiteren Streckenverlauf nicht zu überdrehen. Km um km ging es jetzt durch ein Waldgebiet, die Sonne schien durch die Baumwipfel, es war ein toller Lauf.

In den engen Waldwegen zeigte sich aber auch, dass es die letzten Tage geregnet hat. Immer wieder gab es Pützen und schlammige Streckenbereiche. Hier musste man aufmerksam den Laufuntergrund beachten und vorsichtig durch die unebenen Passagen laufen. Ein falscher Tritt in ein solches Modderloch und schon bleibt der Schuh stecken. Hier ist reiner Lehmboden, der wie eine Saugglocke an den Laufschuhen zerrt. Eine Erfahrung, die ich bei einem der letzten Teilnahmen schon machen durfte.

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Die nächsten Streckenbereiche, die über Feld- und Wiesenwege führten, zeigten aber auch, dass die Sonne die Luft merklich aufgeheizt hatte. Gerade um km 38 – 45, die in der Mittagszeit passiert wurden, wo die Strecke einen weiteren Anstieg in voller Sonne bereit hielt, forderte vom Körper schließlich die ganze Fitness. Beginnt ein Marathon eigentlich erst bei km30, so geht es bei diesem UltraMarathon ab km38 an die Substanz. Nun hiess es, sich wieder aufs Laufen zu konzentrieren und das drum rum etwas „ausblenden“. Hier war auch der Streckenteil, wo ich meinen letzten persönlichen Fitness-Check absolvierte. Denn die Georgsmarienhüttner Null war eben auch der letzte Vorbereitungslauf auf meinen persönlichen Saisonhöhepunkt, dem 100km-Lauf in Leipzig. In diesem Streckenteil ging es darum, den Laufrhythmus trotz des anspruchsvollen Streckenprofils zu halten und die Steigungen im möglichst gleichmäßigen Tempo anzugehen. Der Puls hämmerte, die Muskeln wurden schwer aber alles lief rund. Auf den ebenen Streckenteilen erholte sich der Puls gewollt schnell wieder, ein gutes Gefühl und alles im Lot.

Die letzten Kilometer flogen dahin und nach 5:30Std. erreichte ich schließlich das Ziel in einer für mich sehr guten Zeit an der Turnhalle in Kloster Oesede. Ein schöner UltraMarathon ohne offizielle Zeitnahme und Platzierungen nahm sein Ende. Nach dem Duschen wurde noch ein gemütlicher Schwatz im Kreise der Läufer gehalten und schließlich nahm auch diese Veranstaltung ihr Ende. Schade nur, dass mit der nächsten Auflage dieser UltraMarathon seinen letzten Start erleben wird. Die OberNull wird als Organisator abtreten und ein Nachfolger scheint nicht in Sicht. Die Laufszene verliert eine außergewöhnliche Laufveranstaltung, die ihres Gleichen sucht. Ich habe in meinen 6 Teilnahmen bei dieser Veranstaltung auf den jeweiligen 50km vieles erlebt und Lauferfahrungen sammeln können, die mich schon durch so manchen Marathon und UltraMarathon geführt haben. Dafür und für die immer reibungslose Organisation bleibt mir nur eines zu sagen/schreiben: Danke an die OberNull und sein Team!

Impressionen gibt es hier: Bildergalerie 2012

Teilnahme an der 48. Georgmarienhütter Null - ein Bericht von Fritz Rietkötter

Eigentlich sind die Sommer Nullen in GMhütte geprägt von Wärme und Sonnenschein. Diesmal war aber alles anders. Der Startort wurde zur Turnhalle “An der Waldbühne” verlegt und das Wetter hatte auch kein Einsehen mit uns Läufern. Dauerregen und vorübergehende Starkregeneinlagen, das war die diesjährige Sommer Null. Aber egal, ich wollte endlich mein gelbes Berg- und Talführer - Shirt “abholen”. Also ging es am Sonntag Morgen um 3.45Uhr los, auf nach GMhütte. Alfred war genauso dabei wie Gerold Gierse. Letztern mussten wir noch zu Hause abholen und Alfred war schon um 3.45Uhr so fit, dass es kaum einen Stop in seinem Erzähldrang gab, aber so ist er eben....

Unser treuer Begleiter, der Regen, machte sich bereits bei der Anfahrt unübersehbar bemerkbar. Es prasselt unaufhörlich und die Autobahn schien eher für Speed-Boote geeignet, aber irgendwie haben wir auch das hinbekommen. In GMhütte um kurz vor 5Uhr angekommen, gab es erst einmal das obligatorische Frühstück mit leckerem Brot, Aufschnitt und Kaffee zur Vorbereitung auf die 50km (durch den neuen Standort eigentlich 51km). Die Halle -vorweggenommen sei gesagt, dass ich den Umzug sehr gut fand- ein wenig inspiziert und dann raus zum Start. Schließlich ging es um 5.30Uhr pünktlich los. Die OberNull gab wieder einige wichtige Infos an das Läuferfeld, so z.B. die Tatsache, dass eine Brücke über einen Bach fehle und sich die Strecke dadurch ein wenig ändere. Ich dachte nur toll, dann fehlt der Streckenteil am Hang, wo bei diesem Wetter einem immer das von oben kommende Wasser in die Schuhe läuft. Das war aber ein Irrtum, dafür gab es andere Passagen, die nicht nur Wasser sondern auch gleich eine Fuhre Lehm in den Laufschuh beförderten. Vorteile hatte das Wetter aber natürlich auch zu bieten: es gab keine Mücken, die mit Stechabsichten am Wegesrand lauerten und zum Schwitzen kam man auch nicht wirklich. Die Nässe war eher dem Regen geschuldet. 

So liefen wir dahin. Alfred war gut drauf und auch mir ging der Regen schlichtweg gesagt am A... vorbei. Wer 100km in den Schweizer Alpen um Biel im Regen läuft, dem werden doch die 51km um GMhütte nichts antun, dachte ich noch bei mir und schon gab es den ersten richtigen Schauer. Kalter Wind mal von vorne mal von hinten, es war einfach nur kalt und nass. Die Oberschenkel kühlten mehr und mehr aus, die geschätzten 15Grad taten ihr übriges. Die Starkregeneinlagen sorgten immer wieder dafür, das auch wirklich nichts am Körper trocken blieb. Richtig erfrischend, so ein Schauer von vorne, der einem einmal durch die ganzen Laufsachen lief.

Dann die gewohnten Passagen: erst mal den Berg der Berge rauf. Oben erwartete uns Nebel. Schon komisch, sagte ich noch zu Alfred, Regen und Nebel passen doch eigentlich gar nicht zusammen. Der lächelte nur und hatte wieder ein neues Thema aufgemacht, über das wir uns die nächste Laufstunde unterhielten. Mittlerweile waren wir so schnell unterwegs, dass die Verpflegung bei km30 noch nicht einmal aufgebaut war. Egal dachte, dann fehlt eben eine. Die Nächste kommt schließlich bei km40, trinken wir da eben ein wenig mehr. Auch die Aktivisten in den Versorgungsstellen lernten schnell hinzu. Waren sonst die Stellen immer unter freiem Himmel, so gab es diesmal eine Überraschung. Bei km40 standen die Helfer in einem Bushaltehäuschen, nicht schlecht. Und es gab neben Wasser und kaltem Tee tatsächlich etwas Obst und Schokolade. Eine Überraschung jagte hier die Nächste. An dieser Stelle sei aber auch ein dickes Lob an die Helfer fällig, die sich durchregnen lassen und Sonntags Morgens früh aufstehen, nur damit einige “verrückte” Läufer ihre 51km laufen können, mein Kompliment!

Anschließend wieder die lehmigen Passagen incl. Wurzeln, Stock und Stein und wieder durch armhohes Unkraut. Nervig waren die Brennessel, die in die “Wege” hinein ragten. Durch den Regen hingen die auf “halbacht” und ließen keine Gelegenheit aus, um über die Unterschenkel zu streichen. Kurz darauf folgte der obligatorische Reiz auf der Haut. So gab es zwar keine Mückenstiche, dafür lauerten eben die Brennessel. Ja, es war eben SommerNull. Dazu liefen wir immer wieder über grasbewachsene Wanderwege, die dafür sorgten, dass die Schuhe sauber und die Füsse durchgängig nass blieben. Der aufgeweichte Boden an den Steigungen und Gefällen war nicht minder gefährlich. Gerade die verdeckten Steine und Wurzeln, die eben aus dem Boden ragen, sind überaus “hinfall-trächtig”. Hier gilt es immer wieder, die Augen offen zu halten. Dann kamen wir auf einen Streckenteil, der neu geschottert war. Das riss einen Mitläufer zu dem Kommentar hin: eine Verweichlichung der Strecke. Ich fand es auf dem groben Schotter eher unangenehm zu laufen. Aber egal, ist ja SommerNull. Zwischendurch der obligatorische Blick auf die Pulsuhr und immer die Erkenntnis, das alles im “grünen Bereich” ist.

Wie jede Null ging auch diese vorbei. Mit 5:35 Stunden kamen wir gut gelaunt nach 51km ins Ziel und konnten zum ersten Mal eine warme Dusche nach der Null nehmen. Wie immer gab es auch hier einige, die sich die kalte Dusche aus der alten Halle zurück wünschten. Meiner Anregung, doch einfach das warme Wasser nicht mit aufzudrehen, nahm aber auch niemand auf. Typisch dachte ich, erstmal Maueln und dann doch die angenehme Variante nutzen.

Nach dem Duschen folgte der gesellige Teil. Sonderehrungen, Magister - Ernennungen und dann wurde endlich mein Name aufgerufen. Endlich gab es die Ernennungsurkunde zum Berg- und Talführer sowie das gelbe T-Shirt. Die mitgebrachte Flache Sekt wurde schließlich auch noch zur Feier des Tages geleert und so ging es am Nachmittag gut gelaunt wieder zurück nach Hause.

Diese Null bot im Zeitraffer alles, was die Null im Sommer und Winter zu bieten hat. Nass, kalt, lehmig, anstrengend und doch immer wieder ein Muss, hier mitlaufen zu wollen. Also auf zur nächsten Null. Die Obernull verkündetet dann noch, dass sie noch mindestens 5 Jahre weiter machen wolle und der anwesende Bürgermeister versprach noch seine Unterstützung. Da bleibt abzuwarten, wie dieses Versprechen eines Politikers in der Realität tatsächlich umgesetzt wird. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen, keine Frage, und diesmal in Gelb....!

 

Urkunde2011BergTalführer

Nach dem Lauf kam der gesellige Teil mit der offiziellen Verleihung der Urkunde

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Die hoch offizielle Urkunde mit Siegel und Unterschrift...

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Ein Bierchen zur Stärkung darf nicht fehlen, die Schuhe haben es auch geschaftt...

Alfred

Gedanken sind frei...

Kamera

Auch medial wurde bei der Urkundenübergabe nichts dem Zufall überlassen, Alfred als professioneller Kameramann!

GMhütter Null im Sommer - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter vom 25.07.2010

Die GMhütter Null im Sommer zu laufen, lässt diesen Freundschafts- und Erlebnislauf in einem ganz anderen Bild erscheinen. Liegt im Winter das Laub auf den Wegen und verdeckt zuverlässig die Wasser und Schlammlöcher, so hängt es im Sommer zu allermeist eben noch an den Bäumen, spendet Schatten und sorgt dafür, dass man auch schon mal ein Weghinweiser übersehen kann.

Los ging es am Sonntag Morgen um 4.00 Uhr. Klarer Himmel, der bereits zur frühen Morgenstunde den sonnigen Tag ankündigte und ein wie immer gut gelaunter Alfred Schwarz, der mit mir die Fahrt nach Kloster Oesede antrat. Pünktlich um kurz vor fünf waren wir dann auch am Startort und hatten ausreichend Zeit, um uns mit einem zweiten Frühstück in aller Ruhe auf die 50km vorzubereiten. Anders als im Winter, war die Läuferschar zur Sommer Null doch deutlich überschaubarer und so ging es pünktlich um 5.30Uhr an die gedachte Startlinie, wo die Obernull die obligatorischen warmen Worte an das Läuferfeld richtete. Die Erkenntnis, dass die fehlenden Wolken positiv seien, weil die zu erwartende Sommerwärme dieses Tages so ungebremst ins Weltall abziehen kann, mag überlegenswert sein, entsprach schlussendlich aber eher nicht dem Temperaturverlauf an diesem Sonntag. Es sei denn, man verfolgt den Gedanken, dass bei wolkigem Himmel die Wärme noch stärker auf dem Boden gehalten würde...

Und so ging es dann in aller Ruhe auf die schöne, diesmal sommerliche Strecke der GMhütter Null. Kein unnötiger Zeitdruck, es sei denn man macht ihn sich selber und genügend Zeit, um mit dem einen oder anderen Läufer einen Plausch zu halten, machen diesen Freundschaftslauf aus. Zudem die tolle Streckenführung, die im Vergleich zur WinterNull einen komplett anderen Eindruck hinterlies. Tolle Aussichten, die aufgrund des Wetters weder durch diesige Wolken noch durch andere Unanehmlichkeiten verhüllt wurden. Es lohnte sich immer wieder, nach einer Steigung zurück zu blicken, denn die Aussichten waren wirklich toll. Teilweise konnte man gefühlte 100te Kilometer in die Ferne blicken, teilweise hatte man die schöne hügelige Landschaft um Georgsmarienhütte dicht vor Augen. Hinzu kam die Ruhe, die über diesem Landstrich lag. Kein störender Verkehr, keine lauten Autobahnen dröhnen im Hintergrund. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, auch wenn man sich nur wenige Kilometer von Osnabrück entfernt befindet. So ging es Kilometer um Kilometer dem GMhütter Wanderweg nach, über Feld- / Wald- und Wiesenwege hinweg sowie durch kleineren Ortschaften. Steigungen folgten Gefällstrecken und die offene Pläne wechselte mit den gewohnten Waldbereichen. Interessant war zudem, dass es selbst im Sommer, trotz der regenarmen Zeit, tatsächlich noch Bereiche auf den Waldwegen gabt, die etwas lehmig nass, sogar rutschig waren. Ein deutliches Zeichen dafür, dass der Schlamm zur Null gehört wie die Sonne zum Sommer. Zudem war dies ein eindeutiger Hinweis dafür, dass man sich noch nicht verlaufen hatte. Auf jeden Fall waren diese Bereiche aber nicht so schlimm wie im Winter, wo die Möglichkeit des öfteren besteht, entweder im knöcheltiefen Schlamm stecken zu bleiben oder im Fall von Frost an gleicher Stelle über den gefrorenen Schlamm zu stolpern.

Auffällig war zu Beginn nur, dass immer, wenn es wieder in ein Waldstück ging, man von der drückend warmen Luft des Vortages empfangen wurde. Kein Windzug verirrte sich hier in das Blattwerk. Einzig die Tatsache, das es im Laufe des Tages deutlich wärmer wurde, lies dieses Gefühl irgendwann verschwinden. Dann war es nämlich überall drückend warm. Alfred, der die ersten Kilometer neben mir lief, hatte bekannterweise auch wieder jede Menge zu erzählen und so ging es unaufhörlich den warmen Temperaturen des älter werdenden Tages entgegen. Irgendwann meinte Alfred, dass er sich doch etwas mehr zurück fallen lassen wolle und ich nicht auf ihn warten müsse. Ab diesem Punkt fing für mich der zweite Teil der GMhütter Null an. War der erste Teil als Aufwärmphase angedacht, sollte der zweite Teil die letzte Leistungskontrolle vor dem Swiss Alpin sein. Also erhöhte ich langsam das Tempo und achtete genauestens darauf, dass mein Puls immer knapp über der aerob-/anaeroben Schwelle lag. Nun sind die Steigungen des Swiss nicht mit GMhütte zu vergleichen, die Belastung sollte aber möglichst lange aufrecht gehalten bleiben.

Jede Steigung ging es nun mit deutlich mehr Tempo hinauf und der Blick für die tolle Landschaft wurde mehr und mehr eingeschränkt. Einziges Problem war nur die Streckenführung. Da vor mir keine Läufer in Sichtweite waren, ging es nun auf eigene Faust über die Strecken. Eine Vielzahl von Abzweigungen sahen durch die veränderte, sommerliche Vegetation zwar deutlich anders aus als im Winter, aber irgendwie fand ich den Weg. Bis eben auf das eine Mal. Einmal nicht aufgepasst und schon war es passiert. Irgendwie kam mir die Wegstrecke gar nicht mehr vertraut vor. Mir viel sofort das Zitat der OberNull ein: ein Marathonläufer unterscheidet sich von einem Ultramarathonläufer darin, dass sich der Ultraläufer über die zusätzlichen Laufkilometer freut, wenn er sich verlaufen hat. Der Marathonläufer ärgert sich hingegen über die länger benötigte Zeit. Nur gut, dass ich auf zwei Spaziergänger traf, die mir erklärten, dass einige Läufer bei einer Gabelung rechts abgebogen seien. Mit diesem Hinweis ging es dann wieder zurück bis an den beschriebenen Punkt, von wo aus der Streckenführung dann auch wieder eindeutig zu erkennen war. Man muss eben nur wissen, wann man abbiegen soll.

Kilometer um Kilometer ging es dann weiter. Klar war aber auch, dass es mit jeder weiteren Laufstunde auch deutlich heisser wurde. Waren morgens um 5.30Uhr zum Start die Temperaturen noch einstellig, so ging es im Laufe der Zeit doch schnell auf Temperaturen deutlich jenseits der 20 Grad - Grenze. Von nun an waren die Streckenabschnitte im Wald doch deutlich angenehmer als die im “Freien”. Das man bei der GMhütter Null auch richtig beissen muss, zeigt ein Blick auf die letzten ca. 5 Kilometer. Nachdem die Streckführung letztes Jahr geändert wurde, muss man nun, mit dem Wissen um die Tatsache, dass das Ziel eigentlich nur wenige hundert Meter entfernt ist, nochmals ein Waldstück durchlaufen, dass zunächst wieder von Kloster Oesede weg führt, um anschließend in einem kleinen Bogen direkt auf die Stadt wieder zuzulaufen. Hier ist man gedanklich schon mit der Ziellinie beschäftigt, muss sich dann aber nochmals motivieren, um die letzten Kilometer zu absolvieren.

Im Ziel blieb meine persönliche Zeit dann mit 5:31 Stunden fast eine halbe Stunde unter der sonst üblichen Zeit stehen. Mein eigener Leistungstest vor dem Swiss Alpine war damit also erfolgreich absolviert. Die anschließende Dusche war, ganz gegen die gewohnte Erfahrung, tatsächlich warm. Eine Erfahrung, die einem im Winter erspart bleibt. Da gibt es grundsätzlich nur so kaltes Duschwasser, dass man meinen könnte, unter einem Eiszapfen zu duschen -hat aber auch den Vorteil, das man sich im Winter nicht an warme Temperaturen gewöhnen muss, die es auf der Strecke ja auch nicht gibt. Mit dem anschließenden geselligen Teil inclusive kleiner Stärkung und dem einen oder anderen Plausch ging diese Null dann auch zu Ende.

50 km auf der „NULL“- Linie in Georgsmarienhütte oder „ Mein erster Ultramarathon“ - ein Bericht von Sandra Kürbis - Edzards

Die Woche vor dem Start war für mich schon ein wenig beunruhigend. Das Wetter war nicht viel versprechend, alles grau in grau, ständig dieser feuchte Niederschlag von oben, dann die Gedanken ob es wirklich richtig ist am Samstag bei der Georgsmarienhüttener Null zu starten. 50 km! Eine Distanz, die mir noch fremd war. Sollte diese Entscheidung richtig gewesen sein, einen Ultramarathon laufen zu wollen und diesen dann zum größten Teil im Wald bei erschwerten Bodenverhältnissen und ca. 800 Höhenmetern? Nun gut ich hatte mich entschieden. Die Vorbereitung war ausreichend, die Generalprobe um den Rursee lief ja bestens und nach mehrmaligen aufmunternden und aufbauenden Worten meiner erfahrenen Mitläufer, ließ ich mich dann auch schnell beruhigen und vertraue mal dem, was die Erfahrenen so berichteten! Somit schwanden dann auch die letzten Zweifel. Ein wenig beunruhigte mich noch die Tatsache, dass die Duschen kalt, also so richtig kalt! sein sollten…..aber - was soll‘s - lasse es mal auf mich zukommen.

In aller früh ging es Samstagmorgen raus. Zeit genug noch mal das Wetter zu checken, was uns unsere Wetterfrösche so prophezeien: Georgsmarienhütte – Regen 3°C !  Nun wie auch immer, schnell Sachen geschnappt, Kaffe getrunken und los ging es. Unterwegs merke ich, dass ich doch irgendwie in meiner Aufregung glatt vergessen hatte zu frühstücken! – Is mir zwar noch nie passiert, aber wie ging der Spruch noch gleich: Laufen macht dumm? ..O.k. , das vergessene Frühstück ließ sich dann nach einer recht kurzen Anfahrt von Wildeshausen nach Kloster Oesede, die übrigens wie „im Fluge“ verging, nachholen. In der Sporthalle, wo einige der Läufer, die bereits am Vortage angereist waren, übernachtet hatten, checkten wir ein und machten uns auch noch über das uns angebotene Frühstück her.

Fast pünktlich um 8.30 Uhr ging es dann erwartungsvoll auf die Strecke. Nach einigen Instruktionen des Veranstalters, beispielsweise wie: „das Wetter soll in den nächsten Stunden besser werden …..- oder auch nicht!“  Oder wir sollten doch immer der am Wegesrand irgendwann mal gehangenen „Null“ – Schildern nachlaufen. Teilweise wurden diese erneuert – auf jeden Fall erstmal nur auf den letzten Fünf Kilometern! Also, uns kann nichts passieren, außer dass, wenn man der orangen Null nachläuft, evtl. erst Weihnachten wieder hier wäre! – oder so ähnlich! (Orangener Weg = 80 KM)……….Aber ansonsten gab es ja die Berg- und Talführer oder die Magister, das sind die Läufer mit den gelben oder roten Shirts, an denen wir uns dann halten sollten! Man hat denen gesagt, sie kennen den Weg! Dann gehe ich mal davon aus, dass die auch zugehört haben!! - Hmm, aber weil es im diesem Jahr auf eine neue Strecke ging, besteht trotzdem keine 100%ige Wegessicherheit! Nun, zum Glück hatten wir Alfred bei uns! Mit seiner 27. Teilnahme und einer Auszeichnung zum Magister, konnten wir davon ausgehen das wir den richtigen Weg laufen werden und er uns nicht in die Wicken schickt!....Obwohl, genau da ging es lang! Teilweise musste man schon eine sehr gute Vorstellungskraft besitzen, um auch nur annähernd einen Weg unter dem, worüber man gerade läuft, zu vermuten! Mir kam es so vor, dass je schlimmer und unscheinbarer ein Weg aussah, desto sicherer konnte man sein, dass er der richtige ist!   Schmale, lehmige, matschige Trampelpfade, übersät mit Baumwurzeln, abgebrochene Baumstumpen und Zweigen. Beerenzweige bei denen man wahrlich aufpassen musste, sich nicht darin zu verheddern – was bei mir allerdings das ein oder andere mal vorkam – aber zum Glück war die Reaktionsfähigkeit zu der Zeit noch so gut, dass es mir immer gelang mich irgendwie wieder zu fangen – zum Pech derer, die bereits schon schadenfreudig loslachten und mich schon im matschigen Lehm haben liegen sehen! Nun, einige lagen tatsächlich…unterwegs gab es da noch so einen Kommentar: „ Wenn du hinfällst, nicht sofort aufstehen: Erst mal genießen!“ …Ok, wer denn möchte, Bitte – anderswo zahlt man eben für Moor- Schlammbäder viel Geld! – Sah aber trotz allem nicht wirklich einladend aus!

So löste dann ein Berg den nächsten ab – in der Summe ca. 800 Höhenmeter! Die Stunden vergingen wahrlich unmerklich, der Regen hatte tatsächlich nachgelassen, hier ein Schwätzchen mit Bekannten gehalten, dort ein Spruch gelassen, ein Pläuschen , ein Witz…..usw., sogar leichte Steigungen bewältigte man ohne sie wirklich wahr zu nehmen - jedoch die eine oder andere dafür umso intensiver! Wie beispielsweise der erste harte Anstieg bei KM 15, der auch gleich die vollen Höhenmeter inne hatte und gleichzeitig mit seinem steilen Anstieg schon mal die Beinmuskulatur ausreizte! Oben angekommen, konnte dann auch noch bei Bedarf der Aussichtsturm bestiegen werden! – Ohne lange zu überlegen unterließ ich es jedoch! Bei dem weiteren Lauf Bergauf und –ab stellte ich fest, dass es rauf angenehmer ist als runter zu laufen! Zumindest bei diesem Untergrund . Da wusste man ja manchmal vor dem Auftritt nicht wirklich, ob der Fuß auch dort bleibt wo man ihn hinsetzt, oder ob man anfängt zu rutschen - im Matsch, zwischen Baumwurzel und Steinen……nun, da ich von Grund auf immer ein wenig vorsichtiger an unbekanntem rangehe, hab ich es auch hier so gehandhabt – mit Erfolg! Nicht gestürzt!

Bei der 4. Verpflegungsstation, KM 37 und ca. 4 1/2  Stunden gelaufen, bemerkte ich doch, dass es in den Beinen hier und da ein wenig zwickt und zieht – aber wie gesagt, nur ein wenig! …Gestärkt von Cola und Banane, sowie aufbauenden Sprüchen ging es jetzt mit großen Schritten zum Endspurt. Wobei ich mal eben bemerken muss, dass die Männer aber auch immer so schnell sein müssen mit der Nahrungsaufnahme! – also ich lass mir da auch mal ganz gerne ein wenig mehr Zeit!! – nun gut, trotz allem waren sie sehr geduldig mit mir!! Vor allem Alfred, als Magister für die neuen verantwortlich, hat seinen Job sehr ernst genommen und mit Bravur gemeistert. Bewertung : 100 % positiv ….

Irgendwann, nein genauer gesagt, bei KM 42,195 passierten wir dann die Marathon – Eiche und mir ging es erstaunlicherweise immer noch gut! …Fast gemeinsam liefen wir dann noch mal die letzte Verpflegungsstation bei KM 43 an, von der das Ziel sage und schreibe nur noch 7 km entfernt war! 7km! Das ist doch eine kleine Trainingsrunde! Klar, die schaffste doch auch noch! Habe aber damit gerechnet, dass ich die KM mit mir selber ausmachen und kämpfen müsste, sozusagen durchbeissen! Dank Alfred, der ja unaufhörlich quatschen, singen! und motivieren kann , kam ich gar nicht dazu den Kampf überhaupt anzutreten!

 ….es gab noch ein paar kleinere Hügel zu erzwingen, einen noch mal so ziemlich aufgeweichten, matschigen, lehmigen Weg zu bewältigen – zum Schluss ist es wirklich egal ob die Schuhe einsinken oder nicht! – Meistens gibt es gar keine Alternative als mitten durch!Ein-zweimal musst ich nur aufpassen, dass ich auch meinen Schuh mitbekomme und nicht dass er im Schlamm stecken bleibt!

 …..ca. bei KM 47 durften wir den Rest der Strecke an der Strasse auf befestigtem Untergrund laufen…..mit dem Wissen es geschafft zu haben, und nur noch ca. 2 km laufen zu müssen, konnte ich auf dem letzten Stück sogar noch mit gutem Tempo laufen, so dass Alfred mich noch bremsen musste. Es war einfach toll! Der Kirchturm war nicht mehr weit – da neben war das Ziel - noch einmal um die Ecke biegen und wir waren da. Mit Zielfoto wurden wir empfangen. Toll! Ich hatte es wirklich geschafft. Sogar noch besser als erwartet! Vielen Dank an dieser Stelle an die Männerrunde, die die Geduld aufgebracht hatten, hier und da mal auf mich zu warten!! – Da fällt mir ein, warum sind nicht noch mehr Frauen von uns dabei?? – Ich habe bei diesen Landschafts - Läufen für mich jedenfalls erfahren, dass sie interessanter, abwechslungsreicher und familiärer sind – und in keinster Weise mit einem Stadt-Marathon zu vergleichen. – Die Erfahrung möchte ich auf jeden Fall nicht mehr missen! Vielleicht möchte sie ja die eine oder andere unter uns auch machen…!Ach so, zum Schluss noch mal zu den Duschen: Sie waren wirklich A….Kalt! Das machte aber auch nichts mehr, für mich stand fest, Du hast die 50 km geschafft, jetzt wirst Du nicht noch vor der kalten Dusche kapitulieren!

In geselliger Runde bei Kaffe, Kuchen und einem kühlen Bierchen gab es diverse Auszeichnungen, unter anderem wurden wir Neuen als „Nuller“ geehrt, weil wir zum ersten Male diesen Lauf absolviert hatten. So ging dann auch dieser schöne, erfolgreich, ein wenig anstrengender Tag zu Ende und wir machten uns Richtung Heimat auf. – Mal schauen wo der nächste Lauf ist!! – Anregungen gab is ja schon genug unterwegs!!

Frühstück vor der Null - Essen hält Leib und Seele zusammen...

Selbst bei der Anmeldung, ups eine Kamera. Nirgends Ruhe...

Null - Konzentration und immer gut drauf, wer weiss was kommt...

Nach der Null ist vor der Null, guten Appetit...

Ehrung der neuen Magister, immer ein Spass...

Jeder neue Nuller weiss, was auf der Strecke los ist...

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Georgsmarienhüttner Null am 13.12.08 - der etwas andere UltraMarathon.

Ein Bericht von Fritz Rietkötter

Die GM-Hütter Null ist jeder Hinsicht ein ganz anderer UltraMarathon als die Ultras, die ich bisher gelaufen bin. Dieser Lauf bietet Natur, Zeit zum Nachdenken und eine familiäre Atmosphäre, die bei vielen anderen Veranstaltungen leicht zu verloren gehen droht.

Los ging es um kurz nach halb sieben, nachdem Hans, Rudi und Alfred aufgesammelt wurden und wir uns gemeinsam Richtung Georgsmarienhütte nach Kloster Oesede aufmachten. Für Hans sollte dieser Tag ein ganz besonderer Lauftag werden, denn es stand sein erster Ultra Marathon an. Das erste Mal länger als die gewohnten    42,195km unterwegs sein und neue Erfahrungen sammeln, die die eigenen Laufgrenzen deutlich verschieben werden.

Wieder ein internationales Teilnehmerfeld, Nullen gibt es überall...

Überraschung, wir kriegen sie alle ...

Null - Linie erfolgreich geschafft, 50km und es ging noch mehr...

Geselligkeit wird bei der Null GROSS geschrieben, essen auch...

Neue Nuller - eine Ehrung für alle, die das erste Mal nullen...

Der Nikolaus auch ein Nuller? Der nimmt den Schlitten...

Vor dem Start. Der Wildeshauser Lauftreff mit Lauffreunden.

Vorne: Gerold Gierse, Alfred Schwarz    Hinten: Fritz Rietkötter Rudi Schmidtke, Hans Kürbis (von links)

In Kloster Oesede angekommen wurde nach der Anmeldung erst einmal ein zweites Frühstück eingenommen. Schließlich wird jeder Energielieferant benötigt, wenn man sich auf einen Ultra begibt. Pünktlich um 8.30 Uhr ging es dann an die Startlinie. Noch ein paar aufmunternde Worte von der OberNull, dem Initiator dieses Laufes und dann ging es los.

Blick in die morgendliche Weite des Tecklenburger Landes, kalt und beeindruckend...

Die äusseren Bedingen waren ideal. Knapp unter Null Grad - dass passt auch zur Null - , wolkenfreier Himmel und jede Menge gute Laune. So ging es auf die ersten Kilometer.

Die Landschaft rund um Kloster Oesede entlang der Strecke lies dann auch schnell erahnen, welche tollen Eindrücke heute noch auf uns warten sollten. Die langsam aufgehende Sonne, die mit einem hellen Schleier über den Bergkuppen des Tecklenburger Landes aufging, hüllte die Landschaft in ein weiches Licht, das Ruhe und Gelassenheit ausstrahlte. Auf den ersten noch ruhig gelaufenen Kilometern kam dann im Läuferfeld auch schnell die eine oder andere Diskussion um Laufveranstaltungen und dieses und jenes rund ums Laufen auf. Noch lies die Wegstrecke einen ruhigen und kraftsparenden Lauf zu. Hans, der neben mir lief, schien auch noch jede Menge Spass zu haben. Nur gut dachte ich, dass wir ein solch

super Laufwetter erwischt haben. Was wäre wohl gewesen, wenn das schlechte Wetter des letzten Jahres sein UltraMarathon Debüt schon auf den ersten Kilometern verhagelt hätte?Und dann ging es in Richtung des ersten Berges. Ein leichter Anstieg und der Puls ging mit einem Ruck in die Belastungszone. Im Läuferfeld wurde es deutlich ruhiger, denn die ersten Anstrengungen forderten die Luft für die Muskeln und weniger für die Stimmbänder. Stück für Stück ging es durch Wälder, vorbei an Feldern mit Wintergetreide und entlang der Hangwiesen, die in diesem Teil des Tecklenburger Landes weit verbreitet scheinen. Hans neben mir lächelte noch und fand den ganzen Lauf eine tolle Sache. Das jedoch sollte sich bald ändern. Immer wieder leichte bis mittlere Steigungen zerrten bereits an den Kräften und der steinige bis weilen unförmige Untergrund lies streckenweise keinen geregelten Laufrhythmus zu. Mit jeder Steigung zog sich das Läuferfeld zudem mehr und mehr auseinander.

Das Lehmboden im gefrorenen Zustand ebenso unange- nehm ist wie im nassen, wurde mir schnell klar. Rutschte man im letzten Jahr noch über die lehmige Brühe eine abschüssige Wegstrecke hinunter, musste man in diesem Jahr acht geben, dass man nicht über den gleiche Lehmklumpen stolperte. Hart wie Stein gefroren und eine sehr gute Anhaftung im Untergrund, lies jeden noch so kleinen Lehmkuppe auf dem Weg zu einer potentiellen Stolperfalle werden. Aber es ging weiter. Kilometer um Kilometer der Null hinterher. Und es lohnte sich, die Steigungen zu meistern und den teilweise am Anschlag befindlichen Puls zu ertragen. Nach jedem steilen Anstieg bot sich den Läufern eine atemberaubende Aussicht - auch wenn der Atem mehr von der Steigung geraubt wurde... Die klare, kalte Luft lies einen kilometerweiten Blick in die Ferne zu und belohnte damit für jeden anstrengenden Schritt, den dieser UltraMarathon auch dieses Jahr wieder forderte.

Die kalte Luft zeigte aber auch, dass sie nicht nur angenehme Seiten hat. An den Berghängen und auf den Bergkuppen blies der Wind mitunter gefühlt recht heftig und zog Kilometer um Kilometer so manche Kraftreserven aus dem Körper, die für die Strecke so nötig sind. Dabei war der auskühlende Wind auf den Oberschenkeln ähnlich unangenehm wie der kalte Luftzug, der zeitweise in die Rückpartie zog und meinem Körper merklich zusetzte. Aber wie heisst es so treffend: es geht immer weiter. Weiter durch die Tecklenburger Landschaft, weiter durch hohe Buchenwälder, die durch die Sonnenstrahlen eine ganz eigene Ausstrahlung erhielten. Weiter über streckenweise holprige Wege und endlich an der Marathoneiche vorbei. Die Eiche, die den Punkt markiert, an dem der erste Schritt jenseits der Marathondistanz gemacht wird. Der erste Schritt, der 

Wer da rauf will, weiss dass es nicht der letzte Anstieg ist und noch 35km vor sich hat, der braucht Ausdauer und Disziplin....

 

 

 

...und wird an- schließend mit einer tollen Aussicht belohnt! Auch wenn der Puls am Anschlag ist...

aus dem Marathon einen UltraMarathon macht. Aber auch der Schritt, der die eigenen Laufgrenzen ganz erheblich verschiebt. Egal welche Laufdistanz man sich vornimmt, es beginnt immer mit dem ersten Schritt und es endet immer mit der Erkenntnis, dass man seine Ziele nur erreicht, wenn man sie richtig angeht.Die letzten Kilometer führten dann ruhig und gelassen Richtung Ziel, wo nicht nur eine warme Dusche sondern auch aller beste Stimmung und sehr gute Verpflegung auf die Läufer warteten. Das Hans seinen ersten UltraMarathon erfolgreich bestanden hat und am Ende sogar Lachen konnte, wurde natürlich im Bild festgehalten und wird in der nachfolgenden Bildergalarie archiviert. Die anschliessende Ehrung im Kreise der UltraMarathon Läufer war dann natürlich ebenso “Pflichtprogramm” wie die Diskussion über den einen oder anderen Lauf, der im Jahr 2009 auf uns wartet. Auch dieses Jahr fällt das Fazit zu diesem Lauf wieder überaus positiv aus. Die GM-Hüttner Null zeigt jedem Läufer, dass es mehr gibt, als bei einem Lauf den Minuten und Sekunden hinterher zu laufen. Dieser UltraMarathon geht ans Limit und bieten trotzdem die Zeit zum Nachdenken, genauer Hinzusehen und zu Entspannen. Die GM-Hütter Null bietet ein Laufevent in familiärer Atmosphäre und mit jeder Menge Höhepunkten, man muss nur die Lauffitness haben, um sie zu erkennen.

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Die Georgmarienhüttner Null 2007 - besondere Wortschöpfungen - besonderer Lauf.

Ein Bericht von Fritz Rietkötter

Der saubere Eindruck trügt, Lehm gab es gratis dazu...

Nun war es soweit, morgens um 5.30 Uhr klingelte es und der Tag konnte beginnen. Beim Blick aus dem Fenster war von bestem Laufwetter noch nichts zu sehen und dennoch, es sollte ein besonderer Lauftag werden. Die GM-hüttner Null stand an, 50km Erlebnis- und Freundschaftslauf. 50km, die nicht nur auf der Strecke einiges zu bieten haben. So heisst man Nuller, wenn man den Lauf zum ersten Mal bestanden hat, Berg- und Talführer nach dem fünften Mal usw. Der Obernuller ist der Initiator und eigentlich gibt es nichts, was nicht mit einer Null in Verbindung gebracht wird. Schließlich geht es ja immer dem Wanderweg rund um GM-hütte nach, der durch eine Null ausgeschildert ist. Tradition wird groß geschrieben und so war es für meine erfahrenen Begleiter nicht das erste Mal, dass sie teilnahmen bzw. einen Nuller über die Berge führten. Schon nach der zeitigeren, als sonst bei meinen erfahrenen Begleitern üblichen, Ankunft im Start- und Zielbereich erfasst einem diese einzigartige Atmosphere der Veranstaltung. In der Turnhalle erwachten diejenigen gerade, die dort übernachtet haben. Frühstück gab es und das Teilnehmerfeld ist so ganz anders, als bei anderen Marathon- oder UltraMarathon Veranstalungen. Ruhig, gelassen, freundschaftlich. Hektik kommt hier keine auf - man kennt sich eben.

Nach dem Frühstück mit Kaffee, Brot und vielen schlauen Kommentaren ging es dann Richtung Start. Gestartet wurde in zwei Gruppen. 8.30Uhr für die nicht ganz so schnellen und 9.00 Uhr für die übrigen Teilnehmer. Wir machten uns um 8.30 Uhr auf den Weg. Dies aber nicht ohne die guten Wünsche der Obernull. Festgehalten wurde: das Wetter ist nicht zu warm, also keine Hitzeprobleme. Die Strecke ist feucht, also nicht staubig. Alles lachte und ich dachte noch, na warum die wohl lachen? Was die erfahrenen Läufer wussten, ich aber nicht, sollte mir das Lachen noch vergehen lassen. Pünktlich zum Start gab es dann auch die erste Ladung Regen von oben. Petrus hatte ein Eimsehen, so ganz ohne Regen macht so ein Lauf eben keinen wirklichen Spass. Damit ist man gut abgekühlt und fängt nicht gleich an zu schwitzen - auch praktisch. Erst durch Kloster Oesede auf fest asphaltierten Straßen und dann in die Natur. Erster Kommentag von Alfred Schwarz, meinem persönlichen Berg- und Talführer: nur nicht den Pfützen ausweichen, sondern gerade und mitten durch, denn davon gibt es später noch mehr. Wie recht er doch behalten sollte!

Um nicht vom rechten Weg abzukommen war an so mancher Weggabelung ein geübtes Auge von Nöten. Fragte ich mich an den ersten Gabelungen noch, wo sieht Alfred jetzt die Null, so wurde es von mal zu mal besser. Aufgemalt an Verkehrsschildern, an Bäumen, auf Wänden oder Bushaltehäuschen. Irgendwo prangte sie immer, die Null. Teilweise musste man sie aber auch durch die Erfahrung der eigenen Teilnahme erahnen. Ging es doch häufiger von einem normalen Waldweg urplötzlich ins scheinbare Dickicht des Waldes. Für den geübten Null-Läufer ein deutlich zu erkennender Weg, für den Anfänger eher eine kleine Schneise, die zu einem Trampelpfad wird. Für so manchen kann der Lauf dadurch auch schon mal etwas länger werden. Nungut, ich hatte Alfred dabei und der ist mit seinen 24 Teilnahmen unbeirrt auf der Strecke geblieben.

Irgendwo im nirgendwo fing es dann an, startete der eigentlich Erlebnislauf. Ich sollte erkennen, was die Obernull eben vor dem Start meinte mit der Bemerkung: staubig wird es nicht. Es ging in den Teuteburger Wald. Mit Steigungen, abschüssigen Wegstrecken, Geröllwegen und jeder Menge Wasser, Lehm sowie allerlei Gestein, Blätter und Astwerk - alles auf der Laufstrecke zu finden. Selbst Baumstämme versperrten schon mal den Weg. Ging es ausnahmsweise mal einen befestigten Weg hinunter, dann liefen dort nicht nur die Läufer sondern auch jede Menge Wasser. Dieser Brei aus Lehm, Wasser, Blättern und Geäst wurde zum ständigen Begleider durch die Naturlandschaft Teuteburger Wald. Wer seine Schuhe nicht fest geschnürrt hatte, der konnte sich diese aus dem nächsten Schlammweg wieder rausziehen. Mit der Taktik von Alfred: immer mitten durch, hatte man auf jeden Fall einen Vorteil. Es waren immer beide Füße nass und der Schlamm staute sich gleichmäßig in beiden Schuhen. So kam es zu keiner Unwucht und die Kälte konnte sich gleichmäßig ausbreiten. Sich die Frage zu stellen, durch den Schlammweg oder an der Seite vorbei, war auch müsig. Denn was sich auf den Wegen zur knöchelhohen, glitschigen Masse auf lehmigen Untergrund verbunden hatte, gab es an der Seite in Reinform, nämlich lang gezogene Pfützen und Wasserstellen. Natürlich hatten die sich an den Erlebnislauf angepasst und boten den Läufern eine echte Überraschung. Wer da glaubte, rechts am Schlamm vorbei, durch den Blätterhaufen und dann wieder rein in den Dreck, der hatte gute Chancen auf ein “Aha - Gefühl”. Denn so manche Pfütze war durch das umherliegende Laub so gut getarnt, dass man nicht einmal ansatzweise erahnte, wo man gerade reintritt. Dieses kalte Wasser, dass unverhofft von oben in den Schuh läuft, ist nicht wirklich empfehlenswert. Also beim Tipp von Alfred bleiben und mitten durch, da weiss man wenigstens, was kommt. Die Steigungen und Gefälle waren teilweise so rutschig, dass selbst das Gehen zum Problem wurde. Wer nicht dahin gleiten wollte, der musste schon genau überlegen, wo sein nächster Schritt aufkommen soll.

Wer aber meinte, es gebe nur Mühsal, der sah sich getäuscht. Hämmerte mein Puls bis zum Anschlag, wenn es wieder eine der unzähligen Steigungen hinauf ging, dann gab es oben den Ausgleich. Herrliche Aus- und Weitsichten sowie die Natur des Teuteburger Waldes im Panoramblick mit einer Fernsicht, die man bei dem teilweise sehr verhangenen Wetter nicht erahnt hätte. Auch hier machte die GM-hüttner Null ihrem Slogan wieder alle Ehre, eben ein echter Erlebnislauf. Es gab Stellen, da wäre ich am liebsten stehen geblieben und hätte die Aussicht genossen. Mit jeder Steigung wurde mir aber auch vor Augen geführt, dass die 822 Höhenmeter nicht zum Spass in der Ausschreibung standen. Egal ob lang gezogene Steigungen oder -Zitat Alfred- wieder ein Rampe weg beisen, es gab keine Alternative. Nur gut dachte ich so manches Mal, dass ich den Eifelmarathon und Biel hinter mir habe, da kennt man als Flachlandtiroler wenigstens etwas von dem auf-und-ab.

Durch die streckenkundige Vorausschau von Alfred wurde ich immer wieder auf die nächsten Besonderheiten hingewiesen. Welche Etappen es in sich haben und welche nicht, wann und wo eine Verpflegung kommt sowie die Besonderheiten der Wegführung. Durch Alfred war ich immer bestens informiert. Warum es die Organisatoren aber nicht schaffen, die Verpflegungsstellen auf die Belastung dieses Laufes auszurichten, habe ich nicht ganz verstanden. So gab es immer kalten Tee, hin und wieder Wasser und an allen Stellen ein paar Bananen. An der letzten Verpflegung sogar etwas Cola, wie man sich darüber doch freuen kann. Es bedarf mit Sicherheit keiner Gourmettafeln aber zur Mitte des Laufes ein paar belastungsgerechter Nahrungsmittel - ein Stückchen Kuchen wird immer gerne genommen - hilft, durch so manche bergauf führende Schlammpassage leichter durchzukommen.

Irgendwann kamen wir dann an der Marathoneiche vorbei, wo laut Alfred die Marathondistanz sei. Nach einen Blick in meine Befindlichkeit hatte ich aber eher das Gefühl, wir seien da schon lange dran vorbei. Besonders der hin und wieder aufkommende leichte Wind, der sich durch die verschlammten Schuhe und die verschwitzten Laufsachen fras, zerrte neben dem Laufuntergrund doch arg an der Kondition.

Aber wie jeder Lauf, so hatte auch die GM-hüttner Null irgendwann ein Ende. Über die letzten verschlungenen Wege dem Ziel immer näher kommend blieb noch genug Zeit, sich über das Erlebte so seine Gedanken zu machen. Deshalb bleibt auf jeden Fall die Erkenntnis, dass dieser Lauf ein ganz besonderer Lauf im Reigen meiner Marathon und Ultramarathons sein wird. Herrliche Landschaften, eine besonders herzliche Atmosphere im Teilnehmerfeld und ein besonders Organisationsteam schaffen eine Veranstaltung, an der man nicht vorbei kann. Heisst es bei Emil Zatopek: hier ist der Start und da ist das Ziel, dazwischen mußt Du laufen. So kann man zur Null ergänzen: .. und zwischendurch darfst Du beißen und geniesen. Und da wir trotz allem noch so rechtzeitig im Ziel waren, dass die Duschen warmes Wasser boten, schmeckte die anschließende, reichhaltige Verpflegung im Kreise der Nuller, Berg- und Talführer, Magister und anderer Geehrter doppelt so gut.

Frühstück - hält Körper und Geist zusammen...

Duschen vor dem Duschen, erst muss das Grobe runter...

Natürlich durfte der Nokolaus nicht fehlen...

Morgens 8 Uhr, nicht nur in Deutschland...

Alfred nach der ersten Säuberung...

Ehrungen, Gelb = Berg- und Talführer, Rot = Magister...

Regen gab es auch, welch Zufall

Nach jedem bergauf kommt ein bergab

Bequem zu laufender Feldweg

Über stock und Stein musst Du gehen

Lehm war überall

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knöcheltiefer Lehm

hauptsache die Schuhe sassen fest...

Lehm, auch wenn es nicht so aussah

getarnter Lehm

Wasser gab es überall

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drüber oder drunter....

Andere taten etwas sinnvolleres

Landschaft pur

Ausschilderung, nur wohin?

Spass gab es gratis dazu

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Verpflegung für 50km Anstrengung

tolle Aussichten, man muss nur hinsehen

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Landschaft pur, aber es kann wohl auch unangenehm auf der Null-Runde werden....

Die Null ist nicht schwer.
Man muss sie nur zu laufen wissen.

Die Georgsmarienhütter Null bezeichnet sich als „Deutschlands einziger Freundschafts- und Erlebnislauf mit besonderen Aufstiegsmöglichkeiten“. Mit den Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht nur die inzwischen auf 822 geschrumpften Höhenmeter gemeint, sondern auch die unterschiedlichen Würden, die sich durch die Anzahl der Teilnahmen ergeben:


Der NULLER
Wer zum ersten Mal die GMHütter Null bewältigt, dabei Mut vor 50 beschwerlichen Kilometern beweist, Härte gegenüber schwersten Steigungen und steilsten Gefällen entwickelt, eine saubere Technik beim Überwinden von Pfaden und Wegen beherrscht und sprunggwaltig beim Übersetzen von Felsgestein und hohem Gras ist, wird durch ein Zertifikat mit dem Ehrentitel Nuller ausgezeichnet.


Der BERG- und TALFÜHRER
Zum Berg-und Talführer steigt man nach der fünften Bewältigung der gesamten Strecke auf, weil man sich damit eine umfassende Ortskenntnis der schwierigen Strecke angeeignet hat und nun laut Veranstalter befähigt ist, in Zukunft Läuferinnen und Läufer sicher über die Berge und Täler um Georgsmarienhütte zu führen. Die Auszeichnung beinhaltet ein Diplom und ein gelbes Hemd mit Vornamen in römischer Zählweise.


Der MAGISTER bergum et talum
Nach der 10. erfolgreichen Teilnahme wird den Jubilaren in einem feierlichen Festakt die Würde eines Magister bergum et talum verliehen und in der persönlich gehaltenen Charta die Treue zur Veranstaltung besonders gedankt. Mit dem Überstreifen des roten Laufhemdes ist die höchste Stufe in der originellen Hierarchie der GMHütter Null erreicht und der „Aufstieg in Ehren“ beendet.


Weitere EHRUNGEN
Urkunden gibt es für „1. 000 000 Meter“ rund um GMHütte nach der 20. und 25.Teilnahme. Weiter erhalten diejenigen „Urkunden m.b.E.“, die die GMHütter Null zum Anlass eines Laufjubiläums nehmen (100. Marathon, 500. Ultra o.ä.).

Die Streckenführung:

Es wird nach -nicht immer genau zu erkennenden- Wandermarkierungen gelaufen. Dies sind mehr oder weniger große/kleine Nullen an Wegesrändern und Kreuzungen. Daher auch der Name Georgsmarienhüttner Null. Die Berg-und Talführer sollten den Weg kennen, manchmal wird es aber dennoch etwas länger als geplant. Dann hat man sich verlaufen.... Die Strecke ist nicht nur durch ihre Steigungen anspruchsvoll. Auch der Laufuntergrund, ein Gemisch aus Lehm + Blätter + Äste + Steine + Wasser fordert alle Konzentration. Streckenweise muss man schon genau hinsehen, um zu erahnen, ob die eingeschlagene Richtung nun tatsächlich der besagte Weg ist, vorallem in den Waldstrecken. Bei Plus - Temperaturen bleibt man bisweilen Knöcheltief in diesem Morast hängen, bei Minusgraden stoplert man über die harten Lehmbrocken. Eines ist nur immer sicher: man weiss nie, wo der Fuss halt findet bevor man ihn aufgesetzt hat.

Sprachgebrauch:

Bei der Georgsmarienhüttner Null wird alles mit einer Null bezeichnet: Obernuller = Organisator / Null-Zacken = Bergeshöhen / Null - Linie = Wegführung / Nuller = erste erfolgreiche Teilnahme / Null - Punkte usw.

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