Hamburg Marathon

Die bisherigen WLT.Teilnahmen am Hamburg Marathon: (um zum Bericht zu gelangen, einfach auf die Jahreszahl klicken)

  • 2011 - ein Bericht von Carsten Wulf
  • 2010 - ein Bericht von Heike Eylers
  • 2009 - ein Bericht von Maren Goedeke
  • 2008 - ein Bericht von Carsten Wulf
  • 2007 - ein Bericht von Fritz Rietkötter

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Teilnehmer

2007

2008

2009

2010

2011

Bernd Eylers

03:34:03

 

 

3:52

 

Carsten Maas

04:20:39

 

 

 

 

Claudia Hollmann

04:36:06

 

 

4:32

 

Fritz Rietkötter

03:42:03

 

 

 

 

Heike Eylers

04:46:43

 

 

4:50

 

Maren Goedeke

04:38:46

 

4:44

abgebrochen

 

Ralf Wübbeler

04:05:35

 

 

 

 

Arndt Willers

03:28:11

 

 

 

 

Bernd Schon

04:20:37

 

 

 

 

Jan-Dierk Oetken

 

 

3:48

3:39

3:38

Carsten Wulff

 

3:59

3:57

 

4:04

Hans Kürbis

 

 

4:12

 

 

Katrin Johansson

 

 

4:32

4:23

4:45

Hartmut Kramer

 

 

 

4:36

 

Souraya Debbeler

 

 

 

4:36

 

Frank Stöver

 

 

4:32

4:35

4:43

Sandra Kürbis-Edzards

 

 

 

 

5:11

Jörg Reichelt

 

 

5:02

 

 

Ein nicht ganz nasskalter Lauftag in Hamburg. Bericht von Carsten Wulf zur Teilnahme am Hamburg Marathon.

zurück zur Übersicht MarathonBerichte

Bereits früh am Sonntagmorgen um 4.30 Uhr klingelt der Wecker, denn es musste zeitig aufgestanden werden, um sich pünktlich auf den Weg zum Marathon nach Hamburg zu machen. Nach dem Frühstück geht es für meine Frau Bianca und mich zur mittlerweile sechsten Teilnahme am Hamburg Maratohn los.

Der obligatorische Blick aufs Wetter lies bereits erahnen, was uns an diesem Sonntag bevorstand. Etliche Läufe hatte ich für diese 42,195 km trainiert, dennoch blieben die Zweifel, ob es auch für die angekündigte Wärme ausreichen sollte.Die Fahrt lief reibungslos, so das wir bereits um 6.45 Uhr am Heiligengeistfeld angekommen waren. Ein Paßfoto auf der Straße gab es obendrein, der Marathontag lief richtig „gut“. Wer kann schon wissen, das es auch in Hamburg 30iger-Zonen gibt!

Als erstes galt es die Startunterlagen abzuholen und ganz nebenbei noch einige alte Bekannte zu treffen. Wie bereits im Vorfeld abgesprochen, trafen sich die WLT Läufer/innen vor dem Start, um das Gruppenfoto zu schießen. Man glaubt es kaum., aber alle waren pünktlich.

Nach dem Gruppenfoto und dem austausch der guten Wünsche vor dem Lauf ging es in den Startblock.dort angekommen merkte man schnell, dass die angekündigten hohen Temperaturen an diesem Tag auch tatsächlich wahr werden sollten. Die warmen Temperaturen in Aussicht und die Menschenmenge im Startkoridor lies schließlich die Nervosität doch deutlich ansteigen.

Pünktlich um 9Uhr viel dann der Startschuss und es konnte endlich losgehen. Auf den ersten Kilometer war es wichtig, den eigenen Laufrythmus zu finden und gut in den Marathon zu finden. Beeindurckend war neben dem Startfeld auch die Zuschauermenge. Auf dem Weg durch St. Pauli standen die Zuschauer so dicht gedrängt an der Strecke, dass selbst die „knapp bekleideten „Damen“ kaum zur Geltung kamen. Na ja, es war ja auch laufen angesagt und außerdem war meine Frau an der Strecke. Also ging es konzentriert weiter.

Die vereinbarten Treffunkte konnten auch dreimal eingehalten werden.Bei alte Wöhr, im grünen Grunde und in Ohlsdorf. Dort war zudem auch mein Schwager zum anfeuern eingetroffen.

In Ohlsdorf war ich noch in meiner vorgegebenen Zeit. Es lief eigentlich recht gut, obwohl die bereits hohen Temperaturen mehr und mehr Triput forderten. Immer häufiger waren am Streckenrand Läufer und Läuferinnen zu sehen, die aufgrund des warmen Wetters Marathon abbrechen mussten.

Bei jeder Verpflegungsstation ging es jetzt nur noch darum optimal zu trinken und sich mit Wasser abzukühlen. Also Wasser nicht nur zum Trinken sondern möglichst überall das kühlende Nass auf dem Körper verteilen. Neben dem Wasser halfen auch die zahllosen Zuschauer mit ihren Anfeuerungsrufen, dass diese Strapazen bewältigt werden konnten. Dazu ist an dieser Stelle auch ein dickes Lob für die „sau Gute“ Anfeuerung fällig. Keine kühlen Nordlichter, sondern begeisterte Hamburger, die diesen Marathon schon auf Ihre Weise mitfeierten und den Läufern mental halfen.

Bei km 35 fühle ich mich noch recht gut (bekanntlich fängt da ja auch der eigentlich Marathon erst an) und hatte auch keine Bedenken, nicht unter 4 Std zu bleiben. Aber man kann sich ja auch irren. Denn die letzten 7 km wurden verdammt lang. Wobei die ansteigende Rothenbaumchausse mir lange in schlechter Erinnerung bleiben wird.

Im Ziel traf ich schließlich wieder auf meine Frau, was half, über die verpaßte Zeit unter 4 Std. hinweg zu kommen. Das war nun mein sechster Hamburg Marathon aber nicht meine letzte Teilnahme.

 

 

Hamburg Marathon am 25.04.2010 - ein Bericht von Heike Eylers

Bei der 25. Auflage des Hamburg-Marathons durfte natürlich auch der WLT nicht fehlen. Also machten wir uns am Samstag, dem 24. April mit 6 Frauen und einem Mann (weitere männliche Verstärkung sollte am Sonntag nachrücken) auf den Weg nach Hamburg. 

Die Marathonmesse fand erstmals im Container-Hafen statt. Unser Plan war deshalb, von Harburg aus mit dem Bus-Shuttle dort hinzufahren, um die Startunterlagen abzuholen. Dieser Plan geriet jedoch schnell in Gefahr, als wir einen Parkplatz bei einem Einkaufszentrum fanden. Nur mit eiserner Disziplin widerstanden wir Frauen den Verlockungen der diversen Geschäfte. So konnte Bernd die verzweifelte Suche nach einem Baumarkt zwischen all den Schuh- und Klamottenläden einstellen und es ging auf zur Marathonmesse.

 

Da die Messe in den neuen Räumlichkeiten doch eher klein ausfiel und die Ausgabe der Startunterlagen zügig abgewickelt wurde, machten wir uns schon schnell wieder auf den Weg in Richtung Auto und dann zum Hotel. Nach der obligatorischen Pasta-Party bei einem Italiener hieß es dann für uns alle „22:00 Uhr – Licht aus!“

 

Wie bei so vielen Marathon-Veranstaltungen stellten wir uns die „Warum-Frage“ auch heute schon gegen 6:00 Uhr das erste Mal: WARUM mach ich das freiwillig und stehe auf einem Sonntag um 6:00 Uhr auf?

 

Nach dem Frühstück ging es auf in Richtung U-Bahn. Dank der super Planung des Orga-Teams war die Anreise zum Marathongelände völlig unproblematisch. Auch die üblichen Vorbereitungen, wie Kleiderbeutelabgabe etc., waren schnell erledigt. Inzwischen waren auch die 3 WLT-Nachzügler zu uns gestoßen, so dass wir uns pünktlich in unsere Startblöcke begeben konnten.

 

Zusammen mit rund 20.000 Läuferinnen und Läufern ging es nach dem Start zunächst durch St.-Pauli über die Reeperbahn und dann zu den Landungsbrücken. Hier war die Stimmung einfach spitzenmäßig und man bekommt dann doch mal eine Antwort auf die Frage, WARUM man sich einen Marathon antut. Diese Stimmung, zusammen mit dem Blick auf die Landungsbrücken, entschädigen für manchen Schmerz, der noch kommen wird. Hier, ca. 10 km auf dem Tacho, heißt es genießen, die Stimmung aufsaugen, sich vom Publikum feiern lassen.

 

Elbchaussee, Binnen- und Außenalster, City-Nord, Klosterstern… die Strecke ist vielseitig, abwechslungsreich und hat einiges zu bieten. Und fast überall wird man vom begeisterten und begeisternden Publikum unterstützt.

 

Leider war es aber nicht nur das Publikum, das ordentlich einheizte, sondern auch die Sonne. Wegen des langen Winters hatten wir alle unsere diversen Trainingsläufe bei doch eher winterlichen Bedingungen absolviert. Heute jedoch stieg mit jedem km auch die Temperatur. Waren es beim Start noch angenehme 11-12 Grad, so kletterte das Thermometer nach und nach auf über 20 Grad, was doch einiges an Kraft kostete. Die letzten Kräfte forderte dann die Rothenbaumchaussee. Nach ca. 35 km musste man hier, bei einem schier endlos scheinenden leichten Anstieg, noch einmal die Zähne zusammenbeißen.

 

Und dann war es endlich da, das Ziel! 42,195 km waren geschafft.

 

Training und Disziplin, Ehrgeiz und Optimismus, Unterstützung von Freunden (eine dickes DANKESCHÖN an Petra, Peter und Jasmin!) und Fremden haben es möglich gemacht, diese Distanz zu bewältigen und den Hamburg-Marathon 2010 zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen.

zurück zur Übersicht MarathonBerichte

Hamburg-Marathon 26.04.2009 - ein Bericht von Maren Goedeke, die Bilder stammen aus der Kamera von Carsten Wulff

Nach wochenlanger Vorbereitung war es endlich soweit: während sich ein Teil des WLT auf den Weg nach Dresden machte zum diesjährigen Frühjahrs(halb)marathon, fieberte eine weitere Gruppe in Hamburg dem Frühjahrshöhepunkt entgegen.

Wollten ein paar erst am Sonntag morgen Richtung Hamburg starten, sind wir zu viert bereits am Samstag Nachmittag in Hamburg angereist. Hier startete das normale Programm am Vortag eines Marathons: Abholen der Startunterlagen, Beziehen des Hotels und dann beim Nudelessen letzte Taktikbesprechung. Wichtigste Frage mal wieder: Wie wird das Wetter?

Sonntagmorgen die Bestätigung des Wetterberichts: es wird warm!! Also hieß es sommerliche Kleidung anziehen, Sonnencreme auflegen und sich von ehrgeizigen Zeitzielen verabschieden.

Ein bisschen nervös, aber guter Dinge standen wir pünktlich um 9 bei strahlendem Sonnenschein am Start und haben uns mit 15.000 anderen Laufbegeisterten auf die Strecke gemacht. Unter uns einige Wiederholungstäter, aber mit Katrin, Frank und Jörg auch drei Erststarter, für die die Frage „wie wird’s“ noch eine ganz andere Dimension hatte. Nach einigen gemeinsamen Laufkilometern hatte jeder so seinen eigenen Rhythmus und sein Tempo gefunden, um mit der Strecke und der Wärme zurechtzukommen. Durch das gute Wetter haben uns laut Hamburger Abendblatt vom Montag rund 850.000 Zuschauer an der Strecke unterstützt und so das ganze zu einem tollen Lauferlebnis werden lassen.

Im Ziel angekommen, hatte jeder seine ganz persönliche Lauferfahrung gemacht und zusammen konnten wir uns über das Ankommen und gute Laufergebnisse aller Starter freuen. Und vor allem dürfen wir mit Katrin, Frank und Jörg drei neue Marathonis im WLT begrüßen, da sagen wir doch: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!

zurück zur Übersicht MarathonBerichte

 

Carsten, letzter Asphalt - Check...

Jörg, wo ist eigentlich das WLT.Shirt??

Typisch Frauen, immer in irgendwelchen Taschen am suchen. Ob eine Handtasche auch beim Lauf mitgenommen wurde?

Hamburg Marathon 2008 - ein Laufbericht von Carsten Wulff

Nun sollte es soweit sein! Fast vier Monate hatte ich mich auf diese 42,195 km vorbereitet. Zusammen mit meiner Frau Bianca machte ich mich am Samstagvormittag auf den Weg nach Hamburg.

Die Anreise dauerte länger als gedacht, so dass wir nach kurzem Aufenthalt bei meinem Schwager, bei dem wir die Nacht verbracht haben, meine Startunterlagen von der Messe abgeholt haben.

Das Highlight für den Samstag war schließlich der Besuch in der HSNH Arena, wo der HSV zu Hause ist. Der Gegner war Schalke 04. Leider ging das Spiel 0:1 verloren, so dass meine Stimmung und auch die meiner Frau kurzfristig nicht gerade ideal für 42,195 km war.

Am frühen Abend gab es, wie vor jeden “langen Lauf“ in der Vorbereitung, Spätzle- so viel wie geht! Danach ging es zusammen mit meinem Schwager und meiner Frau auf die „Piste“. Na, nun ging es um 22.00 Uhr Richtung Wohnung zurück, um genügend Kraft für den nächsten Tag zu haben!

06.30 Uhr aufstehen, frühstücken und Sachen packen. „Der Tag“ war da! Da am Samstag eigentlich ideales Wetter zum Laufen herrschte, war am Sonntagmorgen mein Blick nach draußen erschreckend. Sonne schön und gut, wer läuft schon gern im Regen, aber man, ist das schon um 07.45 Uhr warm.

07.45 Uhr war vom Gefühl eigentlich der richtige Zeitpunkt, zum Start aufzubrechen. Das war im nachhinein ein großer Fehler. Im Gegensatz zu meine Starts in 2005 und 2007 erfolgte der Start dieses Jahr vom Millerntordamm für alle Läufer. Nachdem ich meinen Kleiderbeutel abgegeben hatte, machte ich mich, nach Verabschiedung meiner beiden Fans, auf den Weg zum Startblock. Ich war zu spät! Der Block war schon voll von begeisterten Läufern, die es kaum abwarten konnten, loszulaufen! Was machen?! Einfach reinquetschen und warten bis es los geht.

09.00 Uhr – der Startschuß fiel, die Horde von Menschen bewegten sich durch die wunderschöne Stadt Hamburg. Unendlich viele Leute waren früh aufgestanden, um uns Läufern auf den langen Weg bei viel zu warmen Wetter anzufeuern. Nun ging es darum die eingeplante Zeit im Auge zu behalten. Mein Ziel unter 3:45 h zu bleiben, schien mir schon nach 4-5 km als sehr schwierig. Ich konnte meinen Laufrythmus nicht finden, da viele unterschiedliche Läufer viele unterschiedliche Laufgeschwindigkeiten an den Tag legen. Bei cirka 5,5 km habe ich zwei bekannte Läufer von den Lohner Waldschleicher getroffen. Ja, bei dieser Kilometerzahl kann man noch gut lachen. Bei km 12 an den Landungsbrücken waren meine beiden Fans da, um mich zu unterstützen. Ab da kam das Gefühl, dass die warmen Temperaturen eine 3:45 nicht gerade einfacher machen. Den Lauf genießen und durchhalten so gut es geht, lauteten meine Gedanken. Aber es kam noch etwas anderes dazu. Das linke Schienbein schmerzte. Gott sei Dank hatte ich meinen Schwamm dabei, mit dem ich bei jeder Verpflegungsstation mein Schienbein bis zum Schluß gekühlt habe. Jungfernstieg, meine Frau und Thorsten, mein Schwager, feuerten mich wieder an. Was ab km 20-  25 auffiel: Viele Läufer, mehr als sonst, machten schon Gehpausen. Auch die kämpften mit dem warmen Wetter. Bei dieser Kilometerzahl soll auch ich schlecht ausgesehen haben. Die Zuschauer an der Strecke hatten das gleiche Problem, welches die meisten mit ausreichend Bier, Sekt und anderen isotonischen Getränken bekämpften. Bei Km 37 gab mir Bianca Doping, einen Kuß. Den konnte ich gut gebrauchen, da meine Kräfte schon arg am Ende waren. Und jeder der glaubt,Hamburg ist flach, dem muß ich sagen, die letzten Kilometer haben es in sich. Die Glacischaussee war nach 42 km das Ziel. Lange geradeaus gucken, aber noch Laufen. Carsten, da musst Du durch, bloß unter 04:00 Stunden bleiben.

Die Uhr hielt bei 3:59 h an. Ich war durch. Ich war aber auch fix und fertig. Ein kurzes Gespräch mit Bianca und Thorsten, dann zur Verpflegungsstation und dann zum Duschen. Nachdem ich geduscht war und mir das Hefeweißen zur Brust genommenhatte, ging es mir erstaunlich gut.

Die Enttäuschung über die verpaßte Zeit hielt noch ein paar Tage an und ich dachte auch: “nie wieder so was“. Jetzt wo ein paar Wochen vergangen sind, habe ich mich für den nächsten Halbmarathon angemeldet.

Der Hamburgmarathon ist ein schöner Lauf mit vielen begeisterten Zuschauern. Ich denke, Berlin ist auch schön.

 

Irgendwo im Läufermeer - Carsten nach dem Lauf

Nach dem Marathon eine Massage und die Welt sieht gleich wieder nett aus...

zurück zur Übersicht MarathonBerichte

 

Erlebnisbericht zum Hamburg Marathon am 23.04.2006 von Fritz Rietkötter

 

Endlich ist es soweit. Die Wochen der Vorbereitung auf das Laufevent Hamburg Marathon sind vorüber und der Trainingsplan der vergangenen 12 Wochen kann in die Schublade gelegt werden. Heute ist Samstag, der 22.04.2006. Der Tag, an dem sich die Läufer und Fangruppe des Wildeshauser Lauftreff um 9.00 Uhr treffen um gemeinsam den Weg nach Hamburg anzutreten. Unsere Gruppe setzt sich aus 7 Läufern, 2 Gastläufern sowie 13 Fans (4 davon waren am Samstagbereits morgens dabei und 9 kam extra am Sonntag nach Hamburg!). Immerhin waren bereits 5 Kinder in der Fangruppe

 “organisiert”. Das Wetter zeigte sich dann schnell von seiner norddeutschen Art und bewies “Durch- haltevermögen” hinsichtlich Dauerregen. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Alle waren froh, dass es nun endlich los geht.

Die Strecke nach Hamburg war schnell bewältigt. Das Hotel lag verkehrsgünstig in Altona. Innerhalb von ca. 10 Minuten konnte von dort aus der Startbereich des Hamburg Marathons mit der U-Bahn bequem erreicht werden. Außerdem lag es direkt an der Marathonstrecke, so dass unsere Fangruppe von hier aus am Sonntag ohne Probleme ihren “Streifzug” durch Hamburg antreten konnte, um die Läufer des Wildeshauser Lauftreff tatkräftug zu unterstützen. Gerade für unsere Läuferinnen, die zum ersten bzw. zweiten Mal einen Marathon bestehen wollten, war die Gewissheit, bekannte Gesichter unterwegs an der Strecke wieder finden zu können, sehr wichtig.

Lagebesprechung am Abend vor dem Lauf...

Am nächsten Morgen richtete sich der erste bange Blick dann auch zum Himmel mit der Frage, wie sich wohl das Wetter entwickelt. Als nächstes folgte die immer aktuelle Frage vor einem Lauf: was soll man bloss anziehen? Hamburg lies sich aber nicht lumpen und so startete der Tag etwas bewölkt aber gut temperiert in ein für alle optimales Laufvergnügen. Selbst die Sonne zeigte sich im Laufe des Tages mehrmals, was dann doch einige überraschte. Bereits die morgentliche Fahrt mit der U-Bahn zum Startbereich machte uns schnell deutlich, welch eine tolle Veranstaltung allen bevor stand. Läufer über Läufer kamen aus allen Richtungen mit U- und S-Bahn und verwandelten den Marathon - Startbereich um das Messegelände in eine riesige Laufpartie

Schließlich galt es neben der Strecke auch die eigene Nervosität zu besiegen. Durch den notwendigen Besuch der Marathonmesse mit Abholung der Startunterlagen verging der Samstag dann auch wie im Flug. Eine kurze Nachmittagsruhe schloss sich an (ganz wie die Profis...) und dann ging es gemeinsam zum Abendessen - natürlich standesgemäß zum Italiener für das obligatorische Nudelgericht. Nur schade, dass für einen Kulturaus- flug auf die Reeperbahn keine Zeit mehr blieb. Pünktlich um 22.00 Uhr war Zapfenstreich und alle (naja fast alle...) lagen brav im Bett.

Morgens vor dem Start ist die Welt noch in Ordnung!

Und dann war es soweit. Pünktlich um 9.00 erfolgte der Startschuss und ein Feld aus über 18.000 Läufern, unterteilt in verschiedene Startblöcke, setzte sich nach und nach in Bewegung. Die ersten Kilometer vergingen wie im Flug. Jeder war mehr oder weniger damit beschäftigt, seinen Lauf- rhythmus zu finden und die eigene Fitness für den Tag auszutesten. Die tolle Stimmung, die Musik und die aplaudierenden Zuschauer waren schon auf den ersten 10 Kilometern überwältigend. Das erste high-light folgte bei Kilometer 2, wo sich die Strecken der ersten zwei Startreihen trafen und sich aus zwei Richtungen tausende von Läufern zu einem einizigen Strom vereinten. Unsere Fan- gruppe stand absprachegemäß an unterschiedlichen Streckenabschnitten und sorgte so für die notwendige moralische Unterstützung. Der Vorteil im Wildeshauser Lauftreff ist, dass die Organisation einer solchen gemeinsamen Teilnahme nicht nur die An- und Abreise umfasst, sondern auch sicher stellt, dass die Partner der Läufer optimal ihre Fanunterstützung an den vorher abgesprochenen Positionen anbringen können! Schließlich soll jeder an einem solchen Tag Spass haben!

Unserer Fangruppe mit den “Kleinen”

Blick in den Hafen

Laufpartie in Hamburg, selbst der Osterhase nahm sich die Zeit!

Das Ergebnis:

Bernd Eylers

03:34:03

Carsten Maas

04:20:39

Claudia Hollmann

04:36:06

Fritz Rietkötter

03:42:03

Heike Eylers

04:46:43

Maren Goedeke

04:38:46

Ralf Wübbeler

04:05:35

Arndt Willers

03:28:11

Bernd Schon

04:20:37

Kilometer um Kilometer vergingen und ganz Hamburg schien auf den Beinen zu sein. Egal an welchen Streckenabschnitt, überall standen gut gelaunte Zuschauer. Musik aus Laut- sprechern und manchmal sogar eine Musik- gruppe (nur leider keine Sambagruppen!), ver- setzten die doch eher “ruhigen” Hamburger ein ums andere Mal in Hochstimmung. Eine Stimmung, die ungefiltert auf die Läufer überging. Selbst der Frühstückstisch wurde von vielen Hamburger Bürgern an die Straße verlegt. Ich dachte noch so bei mit, eigentlich könnte man sich jetzt doch besser dazu setzen und mit frühstücken, um den nächsten Streckenabschnitt gestärkt angehen zu können. Doch irgentwie reichte die eingeplante Laufzeit dann doch nicht... Irgentwo um Kilometer 25 fanden sich auch noch einige Picknick - Begeisterte am Straßenrand wieder, die ihren Grill aufgebaut hatten und ebenfalls ihren ganz persönlichen Marathon feierten. Eine super Stimmung, egal wohin man sah - eben ein echter Volksmarathon.

Auf Höhe der Landungsbrücken kochte die Stimmung fast über. Die Laufstrecke war dicht gesäumt von Zuschauern, die eine immer dichtere Gasse für die Läufer bildeten. Durch diese Nähe hatten auch die “kleinen Zuschauer” immer wieder Gelgenheit, sich von den Läufern abklatschen zu lassen. Eben ein echter Spass für alle Beteiligten.

Neben einer tollen Zuschauermenge, die teil- weise die breiten Hamburger Straßen zu engen Gassen verwandelten, beeindruckte Hamburg aber auch durch schöne Aussichten. Der Blick von der Elbchaussee in den Hafen war ebenso beeindruckend wie die Hamburger Stadtvillen und die Streckenführung um die Alster.

Immer näher kamen wir dem Ziel. Einzige Her- ausforderung, die dann noch zu bestehen war, bildete eine leichte aber lange Steigung nach Kilometer 38. Von den Zuschauern angefeuert und vor allem durch unsere eigene Fangruppe motiviert, die u.a. genau an dieser Stelle ihre Position bezogen hatte, ging es unaufhörlich dem Ziel entgegen. Die letzte Biegung und dann war es geschafft. Ein letztes Mal von den tollen Hamburger Zuschauern begleitet ging es über die Ziellinie. Der Blick aus dem Zielbereich zurück auf die Strecke machte abschließend nochmals deutlich, welche imposante Kulisse der Hamburg Marathon bietet - und dies vor der Gewissheit, selber ein Teil davon gewesen zu sein.

Nach und nach kamen alle Läufer des Wildeshauser Lauftreff ins Ziel und konnten Stolz über die vollbrachte Leistung sein. Jeder erreichte sein persönliches Ziel bzw. verbesserte seine persönliche Bestleistung. Der eindeutige Beleg für die Tatsache, dass die zielgerichtete Vorbereitung im WLT jeden dazu befähigt, die Herausforderung Marathon zu bestehen!

Kontakt zum Wildeshauser Lauftreff gibt es hier!

 

zurück zur Übersicht MarathonBerichte

 

WLT.Newsletter 

JETZT ANMELDEN!! Klick hier