KölnMarathon

Die Bilder zur Vorbereitung auf den Marathon stehen ebenso wie der Bericht 2006 etwas weiter unten.

03. + 04.10.2009 - Ganz Köln ist auf den Beinen und wir sind dabei!

Ein Bericht zur Teilnahme am Köln Marathon 04.10.09 – von Fritz Rietkötter

Auch wenn der Wetterbericht im Vorfeld zum Köln Marathon nicht die aller besten Werte versprochen hat, so wurde die WLT.Fahrt 2009 zu diesem Laufevent dennoch eine ganz besondere Tour. Mit insgesamt 29 Teilnehmern, davon 24 Läufer (16Halbmarathonläufer und 8Marathonläufer) sowie 5 Fans, reiste der WLT nach Köln und feierte in beiden Wettbewerben tolle persönliche Erfolge. Nicht nur, dass dies die größte Gruppe ist, die der Wildeshauser Lauftreff bis dato zu einem Marathon – Großereignis geschickt hat, auch die persönlichen Laufzeiten der einzelnen Teilnehmer konnte sich sehen lassen! Mit Birgit Kleineidam, als schnellste Halbmarathon – Läuferin des WLT, zeigten auch die „Neuen“ im Wildeshauser Lauftreff, dass sie richtig gut dabei sind und sich top vorbereitet haben.

Los ging es am Samstag Morgen (fast) pünktlich um kurz nach 8 Uhr mit drei Bussen und einem PKW in Richtung der Karnevalshochburg Köln. Unter dem Motto „Kölle un de Dom wanke un da simmer dabee! “ sollte das Großereignis Köln Marathon (über 32.000 Teilnehmer waren am Start) für alle WLTler die gewohnte Kombination aus Sport und Geselligkeit werden. Der erste Zwischenstopp Richtung Köln folgte ungefähr auf der Hälfte der Strecke an einer Raststätte, wo die planmäßige Morgenstärkung durch selbst gebackenem Kuchen und heissem Kaffee „abgearbeitet“ wurde. Dass man nicht nur ein Ziel fest ins Visier nehmen sollte, sondern auch den Weg dort hin nicht aus den Augen verlieren darf, wurde mir dann als bald aufgezeigt. Nahm ich noch mit einem gepflegten Zwischensprint den hausgepackten Kuchen zielsicher ins „Visier“, so folgte nach dem Wort „Vorsicht“ von Carsten und dem Blick zu ihm alsbald ein glatter Schritt im Gras. Wobei der Grund, wie sich jeder –der es nicht gesehen hat- denken kann, nicht am nassen Gras lag. Die sowieso schon ausgelassene Stimmung wurde nochmals eingeheizt und die dann folgenden Kommentaren liesen keinen Aspekte des Schrittes unbeachtet. Gut gelaunt und mit dem nötigen Humor ging anschließend heiter weiter, immer Köln vor Augen.

In Köln angekommen wurde zunächst einmal die Marathon – Messe besucht, auf es nicht nur die Startunterlagen sondern auch Vieles rund ums Laufen gab. Der nächste Programm – Punkt lief dann unter der Überschrift „Kultur am Rhein“. Erst der Besuch im Kölner Dom, der das kulturelle Gegengewicht zum anschließenden Besuch im Kölner Früh bildete. Dieses traditionsreiche Brauhaus, direkt in der Kölner Innenstadt gelegen, mit seinen Kellergewölben, Wappenzimmer und den rustikalen sowie gut bürgerlichen Stuben, ist die Anlaufadresse in Köln. Reichlich Feuchtigkeit in Form von Kölsch stand bereit und das WLT – Volk nahm die Einladung gerne an –wie sollte es auch anders sein. Vor dem Früh gab es anschließend noch Musikeinlagen, die wie bestellt schienen. Auf diese Weise mit jeder Menge guter Laune aufgetankt, ging es anschließend weiter ins Hotel nach Köln Hürth

Auch hier war alles vorbereitet. Check – In, WLT.Pasta-Party, kurze abschließende Lagebesprechung und dann ab in die Federn. Der nächste Tag sollte schließlich erfolgreich bestritten werden …und er wurde erfolgreich!

Das sich der Tag wetter- und lauftechnisch blendend entwickeln würde, lies der erste früh morgendliche Blick aus dem Hotelfenster um kurz vor 6 Uhr jedoch noch nicht erahnen. Es goss wie aus Kübeln und die Frage nach der zu wählenden Laufbekleidung wurde lange und ausdauernd diskutiert. Lang oder kurz, mit oder ohne Regenweste. Die richtige Kleiderwahl schien einer kleinen Lotterie gleich zu kommen, zumal der Wetterbericht –je nach gewählter Quelle – auch durchaus unterschiedlich ausfiel. Schlussendlich entschied ich mich für die luftigere Variante, was sich im Verlauf des Marathonlaufs noch als Vorteil herausstellen sollte. 

Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann per S-Bahn zum Höhepunkt des Wochenendes. Musste die Halbmarathon-Gruppe bereits um kurz vor 7 Uhr zur Bahn, hatten die Marathonis noch etwa zwei Stunden länger Zeit bis zur Abreise. Im Marathon – Start-und-Ziel-Bereich angekommen herrschte bereits der gewohnte Trubel bei einer solchen Laufgroßveranstaltung. Bunte Laufkostüme mischten sich in das sowieso schon bunte Läuferfeld. Die Bässe der Lautsprecheranlagen in der Startzone verrieten bereits von weitem, dass es bald richtig heiss werden würde. Nach der Kleiderabgabe ging es Richtung Startlinie. Der Moderator auf der Bühne direkt an der Startlinie brachte die Läufer bereits auf Touren und lies so die Spannung steigen. Nun war es endlich soweit, der längste Karnevalszug in Köln stand wieder einmal kurz vor dem Start. Zuerst wurden die Handbiker (die aufgrund ihrer körperlichen Handycaps eine ganzbesondere Wertschätzung verdienen!) und dann endlich das Marathonfeld auf die Strecke geschickt

Da das gesamte Läuferfeld in Startblöcke unterteilt war, konnte Block um Block emotionsreich an die Startlinie geführt und dann auf die Strecke geschickt werden. Ein beeindruckendes Gefühl, wenn der eine Startblock für den anderen Block den Startapplaus gibt, während die nächsten Blöcke nachgeführt wurden. Und es sollte noch besser kommen!

Petrus zeigte wieder sein Läuferherz und lies streckenweise sogar die Sonne scheinen, von Regen weit und breit keine Spur mehr. Auf der Strecke begann dann der rheinische Frohsinn. Unzählige Sambabands brachten das Läuferfeld samt Zuschauer zum kochen. Am Rudolfplatz standen die Zuschauermassen so eng, dass sich maximal zwei Läufer nebeneinander einen Laufweg bahnen konnten. Wer da glaubt, es sei nur bei der Tour de France an den Bergsteigungen eng, der sollte mal nach Köln kommen. Wie sagte ein Läufer: hier stösst Du einen Zuschauer an und die Mengen schunkelt. Kölsche Musik im Eingang zu diesem emotionsreichsten Streckenteil und Sambagruppen mit ihren eingängigen Rhythmen mitten drin. Hier ist Köln Marathon, hier ist Emotion pur.

Dann ging es weiter auf der Strecke. Immer wieder große Musikboxen, die an den Fenstern aufgestellt waren und alle möglichen Musikrichtungen dem Läuferfeld auf die Ohren packten. Egal ob Rock, Popp, Classic, kölsche Musik oder Dixi, es schien nichts zu geben, dass das Publikum vergessen wollte mitzuteilen. Dann der nächste Höhepunkt. Es ging vorbei am Prunkwagen der Kölner Prinzengarde, wovon übrigens auch einige „Ehemalige“ auf der Strecke zu finden waren. Es schien, als sei ganz Köln angetreten, um dieses Marathon - Event zu feiern. Auf der Strecke liefen jede Menge Teilnehmer, die als sich Funkenmariechen, Karnevalsgardisten oder Pittermännchen verkleidet hatten. Hinzu kamen die Laktatkönige, die in Karnevalskostümen mit Musikinstrumenten laufend Musik machten. Wer hier nicht Spass am Marathon bekommt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen…

Irgendwo um Kilometer 37 dann plötzlich ohrenbetäubender Lärm. Wild winkende Menschen mit grünen Shirts, die richtig Alarm machten. Es waren unsere WLTler. Nicht nur die Fans, auch die Halbmarathonis, die zu diesem Zeitpunkt schon ihren Wettbewerb erfolgreich absolviert hatten, machten richtig Stimmung. Im Nachgang betrachtet war da noch mehr los als zuvor am Rudolfplatz. Ging es zuvor am erhabenen Kölner Dom vorbei, folgte nach unserer Truppe noch der Neumarkt, die berüchtigte Deutzer Brücke und dann das Einbiegen auf die Zielgerade. Jubelnde Zuschauer, Robby Williams aus den Lautsprecherboxen und jede Menge Glückshormone liesen diesen Lauf wieder in ein riesiges Schlussfeuerwerk auf der Ziellinie münden.

Ach ja, gelaufen wurde auch noch. Sicherlich ist der Köln Marathon einer der emotionsreichsten Marathons Deutschlands aber auch ein nicht zu unterschätzender Kraftaufwand für den Körper. Die eine oder andere lange Passage, gerade zwischen Kilometer 27 bis 35, die Laufkondition und Laufkonzentration

abfordern sowie schließlich das Kopfsteinpflaster an Heumarkt und die Steigung auf die Deutzer Brücke zum Schluss. All dies fordert die ganze Läuferkondition und zeigt gleichzeitig, dass die körperliche Fitness stimmen muss, wenn man diesen Lauf genießen will.

Nachdem sich am Ende der Marathonveranstaltung der WLT auf dem zentralen Marathon-Platz wieder gesammelt hatte, stellten wir dann noch unsere Gesangsqualität unter beweis. Wenn 29 WLTler auf einem voll besetzten Platz mitten in Köln das Lied „So sehen Sieger aus“ anstimmen, dann bekommt auch der letzte Kölner mit, dass auch wir Norddeutschen für Stimmung sorgen können.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Köln Marathon ein Top organisiertes Laufevent ist. Selbst warme Duschen sind hier Standard und das auch für die später eintreffenden Läufer. Dem Kölner Publikum gebührt aber sicherlich ebenso viel Applaus wie den Organisatoren, denn sie sind es, die den Köln Marathon zu dem machen, was er ist: Laufspass pur.

Die Berichterstattung der Presse zur WLT.Teilnahme in Köln gibt es hier: Pressebrichte (Wildeshauser Zeitung/NWZ/OV - Vechta)

WLT.Marathon - Gruppe

» Ahlers, Karsten (GER)

M40

04:20:59

» Debbeler, Souraya (GER)

W30

04:24:44

» Eylers, Bernd (GER)

M40

03:59:39

» Johansson, Katrin (GER)

W40

04:24:43

» Kürbis, Hans (GER)

M50

03:58:14

» Kürbis-Edzards, Sandra (GER)

W35

04:25:18

» Rietkötter, Fritz (GER)

M40

03:55:48

» Wulf, Carsten (GER)

M35

04:08:23

Köln - Kölle jeck op Jöck

So irre war der 13. Köln-Marathon

Von F. SCHWIEGERSHAUSEN – Auszug Kölner Express

Dieser Marathon ging ab! Ob nackt oder als Weihnachtsmann, ob als Gruppe Gefangener mit Ketten an den Händen oder als kölsches Hätz - viele der mehr als 32.000 Teilnehmer haben den Karneval in den Oktober vorverlegt.

Ab Nachmittag lachte auch noch die Sonne dazu, so dass die Parties entlang der Rennstrecken noch spaßiger wurden und noch etliche Zuschauer dazu kamen.

Damit bei den Läufern die Energie bis zum Ziel reichte, gab es an den Verpflegungsständen 75.000 Banananen, 50.000 Müsliriegel sowie 12.000 Liter Apfelsaft und andere Getränke. „Am liebsten tranken die Läuferinnen und Läufer in diesem Jahr Cola“, weiß Elke Homber, die zum achten Mal im Kölner Norden am Verpflegungsstand vom Integrationsprojekt „activ für alle“ mit half.

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WLT.Halbmarathon - Gruppe

» Andrzejewski, Wolfgang (GER)

M55

02:18:37

» Becker, Ulrich (GER)

M50

02:30:14

» Bleckwehl, Tanja (GER)

W35

02:29:05

» Eylers, Heike (GER)

W35

02:08:33

» Goedeke, Maren (GER)

W40

02:04:23

» Hollmann, Claudia (GER)

W40

02:06:36

» Jacobs, Birte (GER)

W35

02:34:50

» Kramer, Hartmut (GER)

M40

02:00:29

» Lutze, Ingrid (GER)

W55

02:20:36

» Maas, Carsten (GER)

M55

01:55:19

» Menke, Martina (GER)

W35

02:06:37

» Schmitt, Maria (GER)

W40

02:25:54

» Webendörfer, Matthias (GER)

M40

02:20:31

» Wilgen, Renate (GER)

W45

02:33:18

» Frau Wulf, Karina (GER)

W30

02:35:04

» Kleineidam, Birgit (GER)

W30

02:00:28

Impressionen vor dem Lauf....

Der Start

Der tatsächliche Start

Raststätte

0

1

2

Stärkung

Kuchen

Hunger....

3

4

5

Kommunikation

Kultur

Größe

6

7

8

Früh

Platz

Gute Laune

9

10

11

Kölner Innenstadt

Zuhören

Die Band

12

13

14

Kölsch

Marathon

15

16

Das war die Vorbereitung 2009:

Aktuelle Impressionen aus den Vorbereitungsläufen:

Start der Vorbereitung bei Ingrid im Garten. Neben der nötigen Stärkung wurde dieser Termin genutzt, damit die “Neuen” (mittlerweile auch alle auf dem weg nach Köln) ihren Einstand geben konnten...

Sonntagslauf am 09.08.2009 Insgesamt 19 WLTler, nach dem Lauf ist vor dem Lauf oder wie sagte Hans: Wenn Du in die falsche Richtung läufst ist das Tempo egal..

Sonntagslauf am 23.08.09 Trotz der WLT.Jahresfahrt waren vier WLT. Läufer in der Köln - Vorbereitung unterwegs. Einer läuft eben immer..

Sonntagslauf am 20.09.09 Der letzte Vorbereitungslauf des WLT auf den Köln Marathon...

Die Verpflegungs-station war auf dem Parkplatz am Pestruper Gräber-feld eingerichtet. Wildeshausen hat eben jede Menge Laufstrecken für trainingsgerechte Laufvariantionen zu bieten!

Die professionelle Verpflegung und Organisation waren wieder einmal vor- bildlich.

Einzig die Art der “flüssigen Nahrung” wird beim Marathon an der Strecke wohl etwas anders ausfallen....

Das war die Organisation 2009:

...wird wieder auf den Beinen sein! Oder anders formuliert: Marathon op Kölsch! Die einzigartige Kölner Marathon - Luft begeistert sie alle! Egal ob Läufer oder Zuschauer. Wer den längsten Karnevalsumzug durch Köln miterleben will, der muss dabei gewesen sein. Der muss den Köln Marathon gelaufen sein - egal in welcher Streckenlänge!

Die Organisation wird von Maria begleitet. Wenn wir schon einen “Insider” dabei haben, dann sollten wir das “Wissen” auch nutzen! Es wird neben Spass und Gute Laune jede Menge Gänsehaut geben, dass kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!

Angeboten werden in Köln die Strecken Marathon / Halbmarathon / Walking und und und...

 

 

Die Organisation 2009 als grobe Struktur der Kölner Marathon - Tage:

Das Motto in diesem Jahr lautet: "Kölle un de Dom wanke un da simmer dabee..."

Start Trainingsplan am 16.07.2009   WLT.Anmeldungen: 29 Teilnehmer

 

WLT.Kick-Off - Veranstaltung:

  • Dienstag 29.09.2009 - Ort wird noch bekannt gegeben

Abfahrt Samstag:

  • 8.00 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben

Ablauf Samstag in Köln:

  • Besuch der MarathonMesse mit Abholung der Start - Unterlagen
  • Bezug der Hotelzimmer
  • WLT.Pasta - Party in Köln incl. Bekanntgabe der Ablaufdetails für Sonntag

Ablauf Sonntag:

  • Frühstück ab 6.00 Uhr
  • gemeinsame Anfahrt zum Startgelände
  • 8.30 Start HalbMarathon / 11.30 Uhr Start Marathon
  • Treffen aller Läufer Halbmarathon am Meeting - Point im Zielgelände --Zeit wird noch bekannt gegeben.
  • Treffen aller Läufer Marathon und Läufer Halbmarathon am Meeting - Point im Zielgelände -- Zeit wird noch bekannt gegeben.
  • Gemeinsame Abfahrt gegen 18.00 Uhr ab Köln

Organisation:

  • Fritz Rietkötter / info@wildeshauser-lauftreff.de

 

 

Wer vorab mal wissen möchte, was so los war, der kann sich durch meinen Laufbericht lesen:

Kölle un de Dom wanke...

Ein Laufbericht zum 10. Köln Marathon am 08.10.2006 von Fritz Rietkötter

Was müssen die Kölner Jecken alles auf die Beine stellen, wenn Sie Karneval feiern? Ein ersten Eindruck davon hinterlies das Kölner Publikum während des 10. KölnMarathon. Zwar lieferten die ca. 15.000 Marathonläufer (über 27.000 Läufer aus 55 Nationen nahmen insgesamt an den Laufveranstaltungen teil), eingeheizt vom Veranstalter, bereits kurz vor dem Start eine spontane Show ab, sodass der Moderator vom WDR meinte: jetzt wankt Kölle und der Dom, doch die über 800.000 Zuschauer (letzte Polizeischätzung vom 08.10.06) auf der Strecke standen dem in nichts nach und bewiesen kölschen Frohsinn und rheinische Begeisterung.

Wie immer startet für mich ein Marathon Wochenende mit dem Besuch der Marathon Messe. In Köln gab es auf 3 Ebenen und 10.000 qm mal wieder viel zu stöbern sowie interessante Infos „Rund ums Laufen“. Einen besonderen Programmpunkt boten die Veranstalter mit dem Ausdauerforum. Hier wurden in unterschiedlichen Vorträgen die verschiedenen Bereiche des Laufsports analysiert und diskutiert. Von der Ernährung / Nahrungsverarbeitung im Körper über Trainingsmethoden bis hin zu kritischen Themen, wie der plötzliche Herztod von Marathonläufern, war alles dabei. Eine Forum, an dem sich andere Stadtmarathon Veranstalter durchaus ein Beispiel nehmen können.

Das der Sonntag auch hinsichtlich des Wetters eine Klasse für sich werden sollte, zeichnete sich bereits am Samstag ab. Und so kam es dann auch. Die Wetterfrösche behielten Recht und bereits morgens zeigte sich der Himmel über Köln kaiserlich blau bei ca. 14 Grad. Ein Top Laufwetter also. Wie immer startet auch dieser Marathontag für mich mit der Abgabe des Kleiderbeutels und der Beobachtung des anwesenden Läuferfeldes. Immer wieder interessant zu sehen, wer sich so alles auf die Strecke (traut) begeben will. Ein wesentlicher Unterschied wurde aber schnell deutlich. In Köln ist alles viel bunter und lebensfroher. Die Jecken mit Ihren bunten Kostümen trieben mir dann doch die Frage auf: wie man damit wohl einen kompletten Marathon laufen kann? Ob als Kölschglas, Robin Hood, Caesar oder Karnevalist vergleitet, anstrengend sind diese Kostüme alle. Später auf der Strecke wurde mir eindrucksvoll demonstrierten: es geht - läuft – tatsächlich!

Nachdem meine Fangruppe Maria und ich im Startbereich die letzten Eindrücke im Bild festhielten, begann die heisse Phase des Marathons. Maria verschaffte sich auf der Tribüne eine eindrucksvolle Übersicht vom allgemeinen Treiben, denn von dort oben konnte man das Spektakel am besten beobachten. Ich ging Richtung Check-In zu meinem Startblock. Schon vor dem Startschuss war die Stimmung unübertroffen. Wenn ca. 14.000 Läufer im Chor Viva Kolonia singen und eine Welle nach der anderen durch das Läuferfeld brandet, dann wird auch der letzte Norddeutsche von dieser rheinischen Lebensfreude gepackt und sinkt hemmungslos mit. Eine unbeschreibliche Marathonatmosphäre, die hier durch Köln schwappt. Auch wenn dies bereits mein 10 Marathon- / UltraMarathon – Lauf ist, so habe ich so etwas noch nicht mitgemacht.

Kurz nach 12 Uhr, mit 20 Minuten Verspätung, starteten dann die einzelnen Blöcke nacheinander. Verspätung ist in Köln angeblich kein Problem, denn gibt es ja keinen, der die Verspätung kontrollieren kann, so meinte es zumindest ein Kölner Läufer. Unter dem Applaus der Zuschauer und meiner Fangruppe Maria setzte sich dann auch mein Startblock in Bewegung. Schon auf den ersten Kilometern zeichnete sich das ab, wofür Köln berühmt ist: ein super Publikum voller Enthusiasmus und Begeisterung. Alleine die vielen Sambagruppen (bei 12 habe ich aufgehört zu zählen) bringen einen unbeschreiblichen Rhythmus auf die Strecke. Farbenfroh und „nett anzusehen“, so stellen sie einen von vielen Höhepunkten da.

Und dann die Zuschauermassen. Es gab nur wenige Streckenabschnitte, wo es ruhiger wurde, damit die vielen Eindrücke verarbeitet werden konnten. Teilweise wurde die Läufergasse so eng, dass zwei Läufer nebeneinander schon mühe hatten, hindurch zu kommen. In Vierreihen, über viele Meter hinweg, standen die applaudierenden Zuschauer. Mit Trillerpfeifen, Tröten und Schildern bewaffnet bot sich dem Läuferfeld ein Zuschauerbild, dass ich bis dato noch nirgends erlebt habe. Dazwischen immer wieder Sambagruppen, deren Rhythmus alle erfasste. Das Laufen wurde zur Nebensache. Immer wieder Lautsprecher mit Kölscher Musik - man könnte denken, es wäre schon wieder der 11.11. und die närrische Zeit hätte begonnen.

Die Durchgangszeit Halbmarathon war dann auch bereits zur absoluten Nebensache geworden. Spätestens, als bei Kilometer 32 das erste Kölsch gereicht wurde, war dann das Vorhaben, nicht auf die Uhr zu sehen, in die Tat umgesetzt. Irgendwo an einem Kölschlokal standen die Biere (Stängelchen), an der draußen aufgebauten Theke, mit dem Hinweis: für Marathonläufer. Da ich mich angesprochen fühlte, blieb mir nichts anderes übrig als anzuhalten und mitzutrinken. Eine Verpflegungsstadion, die ins Bild passte. Einer meinte dann noch, dass er beim letzten Marathon soviel Kölsch getrunken hätte, dass er sich im Zielbereich nicht entscheiden konnte, über welche der zwei Ziellinien er denn nun laufen solle. Eine Gefahr, die bei falscher Flüssigkeitsaufnahme sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist.

Vor dem Ziel kamen noch zwei Höhepunkt. Zuerst führte die Strecke direkt auf den Kölner Dom zu. Hierdurch beteiligte sich auch dieses imposante Bauwerk, bei strahlend blauem Himmel, an dieser gelungenen Veranstaltung. Anschließend folgte die Deutzer Brücke. Eine echte Anhöhe so kurz vor Schluss. Hier konnte selbst das Publikum nicht mehr an sich halten und lief einfach mit. Eine Frau mit Kinderwagen begleitet Ihren (vermutlich) Ehemann, ganze Familien liefen mit den Läufern Richtung Ziel und mussten von den Ordnern wieder aussortiert werden. Ein schnelleres Durchkommen war da kaum möglich – was aber eh egal war. Mit dem Zieleinlauf endete dann zwar der Lauf des Kölner Karnevalsmarathons, nicht aber die Veranstaltung. Das abschließende Kölsch bei der After-Run-Partie im Hänkelmännchen schmeckte schon wieder besonders gut und bei der Betrachtung der Bilder, die Maria geschossen hatte, blieben die Erkenntnisse, dass zum einen dies der schönste meiner nunmehr 10 Marathon- /Ultramarathon - Läufe war und zum anderen ich sicherlich noch häufig daran zurück denken werde.

 

Der Kölner Stadtanzeiger brachte es auf den Punkt:

Abgesperrte Straßen, Karnevalsmusik, Pittermännchen am Wegesrand und Sonnenschein: Es schien fast so, als ob sich der 10. Ford Köln Marathon zu einem vorgezogenen Rosenmontagszug entwickelte. Am Sonntagmorgen machten sich aber nicht die Jecken auf den Weg zum Startschuss in Deutz, sondern über 25 000 Athleten. Damit verzeichnete der Marathon pünktlich zu seinem runden Geburtstag eine Rekordteilnehmerzahl. Und am Start tummelten sich mal wieder jede Menge kölsche Läufer in Verkleidung.....

 

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