KölnMarathon
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Auf dieser Seite findet Ihr die Laufberichte zum Köln Marathon der Jahre

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20. Köln Marathon am 02.10.2016 - ein Lauf- und Erlebnisbericht von Fritz Rietkötter

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Trainingslauf in Schwarz, anschliessend goss es aus Kübeln aber das Bier musste sein, gehört ja auch dazu....

Die Idee zur Teilnahme am Köln Marathon wurde bei einem Trainingslaufim Winter geboren. Aber, und das war relativ schnell klar, der Lauf konnte nicht in „normaler“ Laufbekleidung absolviert werden. Da musste schon was Außergewöhnliches her. Da Köln bekanntlich das Sinnbild der rheinischen Frohnatur ist, kam Holger schnell mit der Idee um die sprichwörtliche Ecke, dass wir im Gilde Dress laufen sollten. Gesagt getan. Also waren Frack, schwarze Hose, Blumenschmuck und Zylinder als unser „Laufdress“ schnell entschieden. Einzig die schwarzen Schuhe mussten aus Achtsamkeit vor der Gesundheit den Laufschuhen weichen. Da hatte Holger natürlich auch eine Lösung: er besitzt schwarze Laufschuhe…. Laufschuhe Farbe hin oder her, die Aktion konnte also starten.

Natürlich wurde der Schwarzrock auch im Hinblick auf die bevorstehende Laufbelastung getestet. Dass diese Art der Bekleidung auch höchsten sportlichen Belastungen –und eben nicht „nur“ dem Gildestress- standhalten konnte, erwiess sich schließlich in unserem „Jungfern-Lauf“. Bei strömendem Regen absolvierten wir unsere ersten Laufschritte und hatten anschließend noch ausreichend Kraft, um Gersten-Kalt-Schalen zu stämmen.

Es konnte also nichts mehr schief gehen.

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Startnummern abholen....

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Beobachtung des Kölner Trubels am Tag davor....

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der Dom darf nicht fehlen, bei Nacht....

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kleiner Stadtrundgang....

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da waren unsere Halbmarathonies schon auf der Strecke....

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die Ruhe vor dem Lauf....

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zählen dauerte zu lang...

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auf dem Weg zum Start bei bestem Spätsommer Wetter, da war die Laune schon früh Morgens toll....

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vor dem Festwagen der Blauen Funken....

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wir passten auf jedes Foto....

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der machte richtige Stimmung....

Los ging es am Samstagmorgen in Richtung Köln. Insgesamt waren wir mit 7 Marathonis und 3 Halbmarathonis vom Wildeshauser Lauftreff unterwegs. Nachdem der Samstag für Startunterlagen – Abholung, Stadtbummel und Pasta Essen verplant war, stand der Sonntag komplett im Zeichen von Frack und Zylinder. Schon früh am Morgen, als sich die WLT.Marathongruppe im Hotel sammelte, war unser Schwarzrock Gesprächsthema Nummer eins. Andere Läufer fragten nach dem tiefen Sinn dieser Aktion, woher wir kamen und wollten erstmal mit uns ein Foto machen. Egal ob Hessen oder Baden Württemberg, alle hatten ihren Spass. Ich dachte noch so bei mir ok, draußen wird’s gleich ruhiger. Schließlich sind die Kölner „Verkleidungen“ gewohnt. Aber weit gefehlt. Von der Domplatte, direkt daneben war unser Hotel, bis zum Startbereich, überall wo wir auftauchten waren Frack und Zylinder Aufmerksamkeitsmagneten.

So ging es also bei blauem Himmel und schönsten, morgendlichen Sonnenschein in Richtung Startgebiet. Hier war bereits mächtig Trubel. Mit insgesamt fast 26.000 Teilnehmern gehört der Köln Marathon zu den großen Laufevents in Köln. Die Halbmarathonis waren bereits um 8.30h auf die Strecke geschickt worden. Wir Marathonis folgten dann in verschiedenen Startblöcken ab 10Uhr.

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der Start....

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irgendwo in Köln....

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die Sang ein Lied für uns....

FritzHolgerVon BenHorn (350x233)

Pünktlich zum Start zogen Wolken auf, was Holger und mir sehr zu passe kam. Denn schon morgens in der Sonne merkte man, dass sich Frack, Zylinder und schwarze Hose nicht wirklich als Laufbekleidung eigneten. Es fehlte irgendwie die Atmungsaktivität. Obwohl, Atmen konnten wir alle ganz gut, das glich dann einiges aus :- ) Ein „klein wenig“ warm wurde es da schon und das ganz ohne Laufbewegung. Mit zwei leichten Schauern, die sich förmlich in den Frack festzuzuhalten schienen und etwas Wind bei bedecktem Himmel ging es, aus unserer Sicht, im Großen und Ganzen aber mit top Schwarzrock-Wetter durch den Marathon.

Kilometer um Kilometer vergingen. Auf und neben der Strecke mussten wir immer wieder unsere „Aktion“ erklären. Maria, die zwischen uns lief, sorgte mit dem WLT.Shirt für die „Städte - namentliche Einsortierung“. Viele hatten ihre eigenen, interessanten Ideen zu unserem Outfit. Von „zum Standesamt geht’s hinten rechts“ über „wo habt Ihr denn die Braut gelassen“ bis hin zu „Elegant, elegant, so muss man laufen“ war alles dabei. Dazu immer wieder die Überlegungen, ob wir Banker, Wiener Sängerknaben oder Schornsteinfeger seien und die Frage, wo denn Wildeshausen liegt.

Wir hatten Spass auf der Strecke :-)  BildQuelle Benjamin Horn.

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irgendeiner fragte immer was....

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selbst die Kommentatoren hatten uns auf dem Schirm....

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immer gut drauf....

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gute Laune mit Rhythmus, Samba-Gruppen ohne Ende. Ich habe iregndwann aufgehört zu zählen....

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Robin Hood fand uns auch klasse....

Am Ende wussten alle, was es mit der Wildeshauser Gilde auf sich hat, wo Wildeshausen liegt und das wir eben keine Schornsteinfeger sind. Am besten waren aber die Chinesen, die mit einer großen „Sonderdelegation“ da waren. Die fragten immer höflich nach, ob sie uns denn mal anfassen dürften. Es würde ja Glück bringen. Japaner hingegen hatten sofort ihre Kamera im Anschlag. Wie sich Klischees doch Bewahrheiten :- ) Naja und an den Verpflegungsständen gab es Sonderapplaus, als wir dort anliefen. Die Helfer hatten ihren Spass mit uns wir mit ihnen.

Langweilig wurde es auf den 42,195km definitiv nicht.

Die Idee von Holger, für jeden Schnappschuss der Zuschauer einen Euro in den Zylinder zu werfen, wäre eine sprichwörtliche Schnapsidee geworden. Denn nach geschätzten 20km wäre zumindest ein Zylinder schon voll gewesen. Egal wie, es war Spass pur. Die Kölner feuerten an, feierten und wir alle hatten Spass.

Ganz nebenbei wurde zwischendurch natürlich auch noch gelaufen. Im Hinblick auf unsere Zielzeit war nur geplant, dass wir nichts planen wollten. Es sollte einfach nur Spass machen. Also visierten wir ein

gleichmäßiges ruhiges Tempo an, das uns sicher durch diesen schon außergewöhnlichen Marathon bringen sollte. Mit 1:07h / 1:08h / 1:08h / 1:09h waren unsere 10km Zwischenzeiten fast perfekt und gaben ausreichend Gelegenheit, die Party am Rande der Strecke mit zumachen. Die letzten Kilometer hätten dann auch gerne noch länger dauern können. Denn der Zieleinlauf wurde einfach nur geil.

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erst zusammen gesungen, dann ein Tänzchen mit dem Reggee - Man und weiter ging es....

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das Pittermännchen von der Gilde eingerahmt....

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mitten drin....

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den Karnevalisten wollten wir überholen :- )....

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alle hatten Spass....

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Wildeshauser Seite an Seite....

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der war gut drauf....

Das neben der Stimmung der Köln Marathon auch eine tolle Streckenführung zu bieten hatte, wurde einem immer wieder durch tolle Aus- und Einblicke vor Auge geführt. Zunächst ging es über die Deutzer Brücke mit Weitblick über den Rhein. Anschließend entlang des Rheins mit tollem Blick über dessen Ufer, vorbei an den modernen Bauten der Rhein City. Zwischendurch historische Bauwerke. Dann durch engere Gassen der Kölner Wohnviertel, wieder rauf auf die breiten Einfallstraßen, wo sich die Läufer zum Teil durch die Wendepunktstrecken entgegen kamen. Hier war Marathon pur. Und schließlich die großen Plätze der Rhein - Metropohle mit Rudolf Platz und Neumarkt. Die Lindenthal und die Dürener Straße - die "Kö" von Köln. Vorher Sülz und die Sülzburgstraße – Kölscher geht es nicht. Über allem der Kölner Dom, der über dieser Stadt thront. Es waren schon besondere Momente.

Hin und wieder ging der Blick auch mal nach oben, um zu schauen was Petrus so macht. Der packte wieder sein Läuferherz aus und bescherte uns ein optimales Frack Wetter. Auch wenn es zwischendurch zweimal etwas regnete, es machte nichts. Kühlung muss ja auch sein. Dazu gab es hin und wieder frischen Wind auf den Frack. Es war alles perfekt gerichtet. Und dann wieder ran an die Strecke, wieder eine der unzähligen Samba Gruppen, Sänger, Musikanten gedanklich aufnehmen, die einen mit ordentlich Rhythmus auf die nächsten Kilometer schickten. 

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die fanden uns auch toll....

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Römertor....

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und wieder ein WLTler....

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dem Ziel entgegen....

Schließlich abermals am Neumarkt vorbei und in einem Linksschlenker rein in die Innenstadt. Jetzt wurde die Strecke enger, Zuschauer säumten mehr und mehr die Absperrungen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass das Ziel nicht mehr weit sein konnte. Dann rechts der Dom, der uns ein letztes Mal den Weg wies, es wurde abermals lauter. Schließlich die letzte links Kurve und dann rein in die letzten Meter. Vor uns der rote Teppich, rechts und links die Zuschauer auf den Tribünen, hinter uns der Dom, die Uhr über dem Zielbanner. Totales Gänsehaut – Feeling, in diesen Ziel-Spass-Korridor einzulaufen, Stimmung ohne Ende und schließlich rüber über die Ziellinie und rein ins Glück. Bei 4:48h blieb für Holger, Maria und mich schließlich die Uhr stehen. Völlig nebensächlich und doch so toll, dass wir deutlich unter 5 Stunden geblieben sind.

Im Ziel ging der Spass weiter. Erstmal holte Holger die Zigarren raus, die stilecht zum Gilde-Dress gehören und man glaubt es kaum, Feuer hatte er auch mit. Also erstmal etwas Rauch produzieren. Kaum waren die an, kamen schon Pressevertreter und wollten alles über die Wildeshauser Gilde und unsere „Kostüme“ wissen. Dann noch ein Bild und schließlich ran an den Kölsch Stand im Versorgungsbereich. Schließlich sagt mein Hausarzt immer: denk dran, viel trinken! An seinen Rat halte ich mich selbstverständlich immer!

Nun habe ich schon so manchen ungewöhnlichen Lauf absolviert, dieser Köln Marathon zusammen mit Holger und Maria in Frack, Zylinder, schwarzer Hose und Blumenschmuck war mit Sicherheit der Außergewöhnlichste.

 

Die Zahlen und Fakten zum Köln Marathon (Quelle Kölner Stadtanzeiger):

300.000 Zuschauer an der Strecke – 25.918 Läuferaus 84 Nationen auf der Strecke – 2.100 Helfer neben der Strecke

59.000 Bananen, 32.000 Müsliriegel, 10.000 Liter Enegry Drink, 5.000 Äpfel, 4.000 Eierhälften, 22.000 Liter Kölsch, 50kg Flönz (schwach geräucherte Blutwurst aus dem Rheinland) und und und…

Die Kehrseite auch einer Marathonmedaille: Insgesamt wurden 15.000 Tonnen Müll erzeugt, die von den Kölner Abfallwirtschaftsbetrieben mit 80 Mitarbeitern mit 32 Fahrzeugen beseitigt wurden. Die Jungs haben wirklich ganze Arbeit geleistet.

Köln ist das Sinnbild für einen Spass – Marathon. Hier läuft man, weil mal ein tolles Laufevent mit einem besonderen Publikum erleben will und der Köln Marathon liefert Jahr für Jahr. Meine jetzt 4 Teilnahme wird nicht die letzte sein. Ob mit oder ohne Frack, wir werden sehen….

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rauf auf den roten Teppich....

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Lecker Versorgung im Ziel

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und rein ins Ziel....

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selbst die Presse wollte alles wissen....

Ergebnisse vom Köln Marathon mit 10 Teilnehmern vom Wildeshauser Lauftreff

(Name/AK.Platz/Verein/Strecke/Zeit)

» Dr. Alpers, Janna (GER)

152

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

04:40:53

» Davedeit, Dennis (GER)

638

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

04:40:53

» Helms, Andreas (GER)

519

Wildeshauser Lauftreff

Halbmarathon

02:01:56

» Lietz, Ralf (GER)

41

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

03:32:19

» Meyer, Andreas (GER)

601

Wildeshauser Lauftreff

Halbmarathon

02:06:26

» Heuermann, Holger (GER)

667

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

04:48:54

» Rietkötter, Fritz (GER)

551

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

04:48:54

» Schmitt, Maria (GER)

103

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

04:48:54

» Stöver, Frank (GER)

791

Wildeshauser Lauftreff

Halbmarathon

02:06:30

» Thesing, Marc (GER)

417

Wildeshauser Lauftreff

Marathon

04:25:15

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die stilechte Zigarre musste sein....

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es war ein geiler Lauf....

Köln Marathon 2012 - ein Lauf- und Erlebnisbericht von Fritz Rietkötter

Marathonmesse

Marathonmesse am Tag zuvor, Marias Startunterlagen...

Der dritte Start beim Köln Marathon stand in diesem Jahr unter der Überschrift „Spass haben und Maria bei ihrem ersten Marathon begleiten“. Also ran an dieses Wochenende und das Kölner Motto umsetzen: Et kütt wie et kütt!

Das Köln zu den großen Marathon – Events zählt, machen nicht nur die fast 20.000 Starter auf den unterschiedlichsten Strecken am Sonntag klar. Schon die Marathon Messe am Samstag vermittelt einen ersten Eindruck davon, was uns an diesem Wochenende erwarten sollte. Vor der Startnummern Ausgabe stand dann auch erst einmal ein Besuch bei Sabrina Mockenhaupt an. „Mocki“ war auf dem Stand ihres Sponsors und hatte alle Hände voll zu tun, ihren PR-Termin zu erfüllen. Anschließend ging es in aller Ruhe über die Messe und schließlich zur Startnummernausgabe. Nach der obligatorischen Portion Nudeln und einem Kölner Weizen (ja, sowas gibt es hier

Kleiderbeutel

Kleiderbeutelabgabe vor dem Start...

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Vor dem Start hat man gut Lachen....

tatsächlich auch…) war nach gut 2,5 Stunden dieser erste Teil erledigt. Mit viel Regen und einem ordentlichen Verkehrsstau –wie soll es in Köln auch anderes sein- ging es ins Hotel und anschließend zum „Carboloading“. Schließlich galt es, die Kohlenhydrate für den nächsten Tag einzusammeln. Der Laufsonntag startete dann auch so, wie es die Wettervorhersage erhoffen lies. Einige sonnige Abschnitte, dazu etwas Wind und ein meistens wolkenverhangener Himmel bei guten 10 - 14 Grad in der Spitze. Die Voraussetzungen waren also ideal. Nachdem wir aus dem Hotel raus waren, schlug uns auch direkt das erste Marathon – Feeling entgegen. Die Halbmarathonis, immerhin fast 10.000 Läufer, waren seit 8.30Uhr auf der Strecke. Diese führte fast direkt an unserem Hotel vorbei und so konnten wir die ersten Eindrücke in die U-Bahn und schließlich zum Startbereich mitnehmen.

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Korridore im Startbereich....

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ran an die Startlinie....

Hier, am Messegelände, war wie gewohnt der Bär los. In verschiedenen Start- und Ziel - Korridoren spielte sich der Köln Marathon ab und bot wieder ein beeindruckendes Bild. Als wir ins Getümmel eintauchten, spielten die Veranstalter gerade die Glocken aus dem Lied „Hells Bells“ von ACDC. Auf der einen Seite finishten die Halbmarathonis. In einem Korridor sammelten sich die Inline-Skater für ihren Start, im nächsten Bereich stellten sich die fast 7.000 Marathonläufer in unterschiedlichen Startblöcken auf. Dazwischen die Kids, die mit fast 200 Schulklassen zum Schüler-Staffel-Marathon angetreten war. Zwischendrin zudem bunt kostümierte Läufer, Bekannte und Verwandte, die ihre Läufer verabschiedeten und das Ganze mündete schließlich in die Startgerade, die mehrreihig von Zuschauern gesäumt war. Dazu Kölner Stimmungsmusik und schließlich der Countdown für die einzelnen Startblöcke. Auch wenn es mit 10minütiger Verspätung für unseren Startblock los ging, hier gab es so viel zu sehen, dass die Zeit fast egal wurde. Maria, die den Tag vorher schon deutlich nervöser wurde, hatte hier auch nochmal eine etwas angespannte Zeit zu durchleben. Schließlich wurde auch unser Startblock an die Startlinie geführt und unser Countdown runter gezählt. Mit einem lauten Knall ging es dann auch für uns auf die Strecke. Rein in das Marathon – Event Köln Marathon.

Spruch2

immer ein schlauer Spruch....

Startlinie

rein ins Marathon Event....

Nun hiess es erst einmal, diese tolle Stimmung aufzunehmen, die die Zuschauer am Streckenrand verbreiteten. Eine Stimmung, die uns die gesamten ganzen 42,195km nicht mehr los lassen sollte. Ein Stimmung, die auch aus so manchem „Loch“ während des Laufes wieder heraus hilft.

Nachdem der Startbereich verlassen wurde und die erste Kurve das Läuferfeld auf die Deutzer Brücke führte, ging es zunächst darum, den eigenen Laufrhythmus zu finden. Angepeilt war eine Zeit zwischen 4:45 und 5:00 Stunden. Damit sollte die Laufgeschwindigkeit mindestens um die 7:00min/km liegen. Der Blick auf den Kölner Dom, Kölner Kranhäuser, die Kölner Altstadt und den Rhein täuschten bei aller Euphorie aber nicht darüber hinweg, dass es konzentriert in diesen Lauf gehen musste. Also nahmen wir die so oft im Training geübte Grundgeschwindigkeit auf und liesen die ersten km dahin laufen. Nach der Deutzer Brücke folgte der Einlauf in einen Tunnel, hier war wieder Stimmung angesagt, in drei Ebenen standen die Zuschauer vor und über dem Tunneleingang. Dann wieder raus und ran an den Rhein. Die ersten Zeitkontrollen

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Deutzer Brücke nach dem Start, Blick auf den Dom....

Tunnel

drei Ebenen voller Zuschauer vor dem Tunnel....

DeutzBrückeLach

Die Laue auf der Deutzer Brücke ist bestens....

Eifel

Eifelner Klöntruppe (Petra vom Waxweiler Marathon), da waren noch mehr....

und der Blick in Marias Gesicht versprachen dann auch einen optimalen Laufeinstieg. Kontinuierlich mit 6:30min/km ging es die ersten 21km an. Fast auf die Sekunde genau, wie die späteren offiziellen Zeitnahmen belegten, ging es durch jeden Kilometer. Irgendwo bei km 15 rief uns plötzlicher jemand. Maria drehte sich um und erkannte Läufer, die sie bei einem ihrer Vorbereitungshalbmarathons während des Eifelmarathons kennen gelernt hatte. Hier zeigte sich wieder die „Frohnatur“ dieses Landstrichs. Erstmal wurde ein Schwatz gehalten und das eine oder andere „Wichtige“ ausgetauscht. Nach dem Bogen durch Rodenkirchen trennten sich die Laufzeiten dieser Klöngruppe dann aber wieder. Schließlich folgte das Überqueren der Halbmarathon – Distanz. Bis hierher lagen wir zeitlich mehr als im Soll. Der Laufrhythmus hielt, der Puls hatte sich optimal eingependelt und der Köln Marathon konnte nun in seine zweite und damit deutlich anstrengendere Phase starten. Nun folgte der eigentliche Marathon. Nun ab ca. km25 zog sich das Läuferfeld mehr und mehr auseinander und viele, die sich von der tollen Stimmung haben anstecken lassen und das Tempo zu schnell angegangen waren, musste nun schon die ersten Gehpausen einlegen. Nun kamen aber auch die emotionalen Höhepunkte dieses Laufevents. Samba-Gruppe

Samba1

Samba,Samba....

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und nochmals Samba....

folgte auf Samba-Gruppe, zwischendrin verkleidete Zuschauer, Gruppen, die ihren Grill auf der Straße aufgebaut hatten (der Geruch von Grillwürstchen hatte schon etwas von „Psychoterror“) und die eine oder andere Kneipe. Irgendwo um km27 bekam ich dann auch endlich mein erstes Kölsch zu trinken. Ein Zuschauer quittierte meine Frage nach seinem Kölsch damit, dass er mir sein Glas hinhielt. Maria lief ja kontinuierlich, da konnte ich mir eine kurze Auszeit nehmen, dachte ich. Also drehte ich um, bekam sein Kölsch und machte das Glas kurzerhand leer. Die Stimmung an der Kneipe war geil… Mit einem Zwischensprint schloss ich schließlich wieder zu Maria auf und so ging es weiter. Der nächste Kontrollpunkt folgt bei km30. Noch immer alles im Lot, es lief rund und ruhig. Die Zeit passt, das Lauftempo hielt. Jetzt, ab km30/km32 beginnt der wahre Marathon. Nun merkte man auch Maria an, dass sie zu kämpfen hatte. Doch wie stand so treffend auf einem Schild: „umdrehn wär jetzt auch blöd“ oder „keiner hat gesagt, es wird leicht“. Also weiter, immer weiter. Maria hatte zu kämpfen und ich hatte meinen Spass mit den Zuschauern, was für Stimmung und Ablenkung bei ihr sorgte. Erst schmetterte ich mit einer Sängerin live „Viva Colonia“, dann durfte ich der Rasta-Band über die Schulter schauen und mit so manchen Zuschauer witzeln. Wie meinte Maria, das gibt es nur in Köln, wo anders hätte die dich abgeführt. Und das nur, weil einige Zuschauerinnen kreischend die Läufer anfeuerten, ich mich vor ihnen hinstellte und zurück kreischte. Hier war Marathon, hier war Stimmung. Hier war wieder ein super toller Lauf.

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Rudolf-Platz, der emotionale Höhepunkt von vielen....

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Friesenstraße, rein in die Gasse...

Einer der emotionalen Höhepunkte war zweifelsfrei der Rudolf-Platz. Die Strecke kam hier dreimal zusammen, Zuschauermassen, Samba-Bands, Radiosender-Musikbühne. Hier gab es Emotion pur mit auf die letzten, mit auf die anstrengensten Kilometer. Nun hiess es bis km40 beissen. Immer wieder gegen die Uhr, gegen den inneren Schweinehund ankämpfen. Nun um km37 lief ich konstant einen halben Schritt vor Maria. Jetzt musste das Tempo gehalten werden, die ursprünglich anvisierten 7:00min/km wurden jetzt konzentriert gelaufen. Mit dem Einbiegen in die Kölner Fussgängerzone rechnete ich die Zeit nochmals hoch. Bleiben wir in diesem Rhythmus, kommen wir knapp über 4:45 rein. Maria meinte später, wie gerne hätte sie da eine Gehpause eingelegt. Jetzt war dafür aber keine Zeit. Jetzt hiess es beissen und dann folgte der letzte große Motivationspunkt, der Kölner Dom. Nun noch ca. 3km. Am Gürzenich vorbei und nochmals durch ein Spalier von Zuschauern. Dann nochmals letzten Kräfte sammeln und die Deutzer Brücker rauf. Hier ging es jetzt um die persönliche Zielzeit. Auf den letzten 2km ging es um jeden Meter. Die Deutzer Brück mit ihrem lang gezogenen „Anstieg“ über den Rhein war die letzte Herausforderung vor dem Zieleinlauf, hier hiess es noch einmal quälen. Auf Höhe Kölner Dom hatte ich zuvor ein letztes Mal die Zeit hochgerechnet um die Laufgeschwindigkeit für die letzten km anzupeilen.

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Der Dom, beeindruckend und Motivation zugleich....

Mit dem Lauf auf die Brücke zogen wir das Tempo wieder an. Nochmal auf die Eingangsgeschwindigkeit von unter 7:00min/km. Nochmal kämpfen und dann, nach der Deutzer Brücke –oder wie sagte einer „der Brücke über den Quei“, dass Einbiegen auf die Zielgerade. Wieder gesäumt von jede Menge Zuschauer, die die Läufer auf den letzten km förmlich ins Ziel trugen. Der Blick von weitem auf die Zieluhr machte es dann real: die Uhr klickte unter 4:45Std. Die Anstrengungen fielen ab, die Ziellinie kam näher und näher und dann war es geschafft. Mit einer echten Kölner Zeit von 4:44Std blieb die Uhr exakt unter der angepeilten Zeit stehen. Mit dieser Punktlandung fiel mir der Kölner Spruch ein: „Et hät noch emmer joot jejange“

und so haben wir es schließlich auch geschafft. Ein echtes Marathon-Event nahm seinen erfolgreichen Ausklang.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Köln Marathon mehr ist als nur Laufen. In dieser Metropole der rheinischen Frohnatur wird Marathon zum Laufevent, zeigt das Kölner Puplikum, was es heisst, einen Stadtmarathon zu erleben. Köln hat viel zu bieten, neben einer schnellen Strecke viele Sehenswürdigkeiten, vor allem aber ein super tolles Puplikum. Wer Köln läuft, muss sich die Zeit nehmen, um diese besondere Atmosphäre zu erleben. Wer Köln läuft muss aber auch wissen, dass man noch immer selber laufen muss und ein Marathon immer ein Marathon bleibt. Maria und ich werden wieder kommen, dass stand schon im Zielbereich fest, vielleicht ja das nächste Mal mit einer roten Pappnase auf…. Ich freu mich schon heute drauf.

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Halbmarathon, Zeit für einen Schluck Wasser, es läuft....

Kranhäuser, beeindruckende Architektur....

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rein in die nächste Zuschauergasse, Gänsehaut-Feeling....

ohne Kommentar....

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gemeinsam ein Lied gesungen....

... und hier hab ichs nochmal gemacht, die fanden es gut :-)....

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Ich werde noch zum Gesangsstar, ein echter Volksbarde....

... und noch ein Motivations - High-Light....

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die waren super gut drauf....

... und die hatten super was drauf....

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die hörte man weit hin....

das ging durch und durch, Motivation auf die Ohren....

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Maria hätten die mit genommen, mich nicht -Engländer eben....

Karneval auf der Strecke....

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irgendwo liefen sie immer mit komischen Laufklamotten....

ein närrisches Volk eben....

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Gürzenich, der Moderator meinte uns, komisch....

ein bischen Natur war auch dabei....

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Robbie1

die waren auch dabei und haben zum Foto - Shooting sogar still gehalten, sonst fotographierte es sich aber auch gut....

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WLT vs Kenia, den haben wir locker stehen lassen....

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Versorgung im Ziel, Energie aufladen....

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ZielKöln2012-1

Die Zielgerade, Ziel jedes Trainingskilometers....

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irgendwann ist alles vorbei, aber wir kommen wieder, keine Frage!

03. + 04.10.2009 - Ganz Köln ist auf den Beinen und wir sind dabei!

Ein Bericht zur Teilnahme am Köln Marathon 04.10.09 – von Fritz Rietkötter

Auch wenn der Wetterbericht im Vorfeld zum Köln Marathon nicht die aller besten Werte versprochen hat, so wurde die WLT.Fahrt 2009 zu diesem Laufevent dennoch eine ganz besondere Tour. Mit insgesamt 29 Teilnehmern, davon 24 Läufer (16Halbmarathonläufer und 8Marathonläufer) sowie 5 Fans, reiste der WLT nach Köln und feierte in beiden Wettbewerben tolle persönliche Erfolge. Nicht nur, dass dies die größte Gruppe ist, die der Wildeshauser Lauftreff bis dato zu einem Marathon – Großereignis geschickt hat, auch die persönlichen Laufzeiten der einzelnen Teilnehmer konnte sich sehen lassen! Mit Birgit Kleineidam, als schnellste Halbmarathon – Läuferin des WLT, zeigten auch die „Neuen“ im Wildeshauser Lauftreff, dass sie richtig gut dabei sind und sich top vorbereitet haben.

Los ging es am Samstag Morgen (fast) pünktlich um kurz nach 8 Uhr mit drei Bussen und einem PKW in Richtung der Karnevalshochburg Köln. Unter dem Motto „Kölle un de Dom wanke un da simmer dabee! “ sollte das Großereignis Köln Marathon (über 32.000 Teilnehmer waren am Start) für alle WLTler die gewohnte Kombination aus Sport und Geselligkeit werden. Der erste Zwischenstopp Richtung Köln folgte ungefähr auf der Hälfte der Strecke an einer Raststätte, wo die planmäßige Morgenstärkung durch selbst gebackenem Kuchen und heissem Kaffee „abgearbeitet“ wurde. Dass man nicht nur ein Ziel fest ins Visier nehmen sollte, sondern auch den Weg dort hin nicht aus den Augen verlieren darf, wurde mir dann als bald aufgezeigt. Nahm ich noch mit einem gepflegten Zwischensprint den hausgepackten Kuchen zielsicher ins „Visier“, so folgte nach dem Wort „Vorsicht“ von Carsten und dem Blick zu ihm alsbald ein glatter Schritt im Gras. Wobei der Grund, wie sich jeder –der es nicht gesehen hat- denken kann, nicht am nassen Gras lag. Die sowieso schon ausgelassene Stimmung wurde nochmals eingeheizt und die dann folgenden Kommentaren liesen keinen Aspekte des Schrittes unbeachtet. Gut gelaunt und mit dem nötigen Humor ging anschließend heiter weiter, immer Köln vor Augen.

In Köln angekommen wurde zunächst einmal die Marathon – Messe besucht, auf es nicht nur die Startunterlagen sondern auch Vieles rund ums Laufen gab. Der nächste Programm – Punkt lief dann unter der Überschrift „Kultur am Rhein“. Erst der Besuch im Kölner Dom, der das kulturelle Gegengewicht zum anschließenden Besuch im Kölner Früh bildete. Dieses traditionsreiche Brauhaus, direkt in der Kölner Innenstadt gelegen, mit seinen Kellergewölben, Wappenzimmer und den rustikalen sowie gut bürgerlichen Stuben, ist die Anlaufadresse in Köln. Reichlich Feuchtigkeit in Form von Kölsch stand bereit und das WLT – Volk nahm die Einladung gerne an –wie sollte es auch anders sein. Vor dem Früh gab es anschließend noch Musikeinlagen, die wie bestellt schienen. Auf diese Weise mit jeder Menge guter Laune aufgetankt, ging es anschließend weiter ins Hotel nach Köln Hürth

Auch hier war alles vorbereitet. Check – In, WLT.Pasta-Party, kurze abschließende Lagebesprechung und dann ab in die Federn. Der nächste Tag sollte schließlich erfolgreich bestritten werden …und er wurde erfolgreich! Das sich der Tag wetter- und lauftechnisch blendend entwickeln würde, lies der erste früh morgendliche Blick aus dem Hotelfenster um kurz vor 6 Uhr jedoch noch nicht erahnen. Es goss wie aus Kübeln und die Frage nach der zu wählenden Laufbekleidung wurde lange und ausdauernd diskutiert. Lang oder kurz, mit oder ohne Regenweste. Die richtige Kleiderwahl schien einer kleinen Lotterie gleich zu kommen, zumal der Wetterbericht –je nach gewählter Quelle – auch durchaus unterschiedlich ausfiel. Schlussendlich entschied ich mich für die luftigere Variante, was sich im Verlauf des Marathonlaufs noch als Vorteil herausstellen sollte. 

Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann per S-Bahn zum Höhepunkt des Wochenendes. Musste die Halbmarathon-Gruppe bereits um kurz vor 7 Uhr zur Bahn, hatten die Marathonis noch etwa zwei Stunden länger Zeit bis zur Abreise. Im Marathon – Start-und-Ziel-Bereich angekommen herrschte bereits der gewohnte Trubel bei einer solchen Laufgroßveranstaltung. Bunte Laufkostüme mischten sich in das sowieso schon bunte Läuferfeld. Die Bässe der Lautsprecheranlagen in der Startzone verrieten bereits von weitem, dass es bald richtig heiss werden würde. Nach der Kleiderabgabe ging es Richtung Startlinie. Der Moderator auf der Bühne direkt an der Startlinie brachte die Läufer bereits auf Touren und lies so die Spannung steigen. Nun war es endlich soweit, der längste Karnevalszug in Köln stand wieder einmal kurz vor dem Start. Zuerst wurden die Handbiker (die aufgrund ihrer körperlichen Handycaps eine ganzbesondere Wertschätzung verdienen!) und dann endlich das Marathonfeld auf die Strecke geschickt

Da das gesamte Läuferfeld in Startblöcke unterteilt war, konnte Block um Block emotionsreich an die Startlinie geführt und dann auf die Strecke geschickt werden. Ein beeindruckendes Gefühl, wenn der eine Startblock für den anderen Block den Startapplaus gibt, während die nächsten Blöcke nachgeführt wurden. Und es sollte noch besser kommen!

Petrus zeigte wieder sein Läuferherz und lies streckenweise sogar die Sonne scheinen, von Regen weit und breit keine Spur mehr. Auf der Strecke begann dann der rheinische Frohsinn. Unzählige Sambabands brachten das Läuferfeld samt Zuschauer zum kochen. Am Rudolfplatz standen die Zuschauermassen so eng, dass sich maximal zwei Läufer nebeneinander einen Laufweg bahnen konnten. Wer da glaubt, es sei nur bei der Tour de France an den Bergsteigungen eng, der sollte mal nach Köln kommen. Wie sagte ein Läufer: hier stösst Du einen Zuschauer an und die Mengen schunkelt. Kölsche Musik im Eingang zu diesem emotionsreichsten Streckenteil und Sambagruppen mit ihren eingängigen Rhythmen mitten drin. Hier ist Köln Marathon, hier ist Emotion pur.

Dann ging es weiter auf der Strecke. Immer wieder große Musikboxen, die an den Fenstern aufgestellt waren und alle möglichen Musikrichtungen dem Läuferfeld auf die Ohren packten. Egal ob Rock, Popp, Classic, kölsche Musik oder Dixi, es schien nichts zu geben, dass das Publikum vergessen wollte mitzuteilen. Dann der nächste Höhepunkt. Es ging vorbei am Prunkwagen der Kölner Prinzengarde, wovon übrigens auch einige „Ehemalige“ auf der Strecke zu finden waren. Es schien, als sei ganz Köln angetreten, um dieses Marathon - Event zu feiern. Auf der Strecke liefen jede Menge Teilnehmer, die als sich Funkenmariechen, Karnevalsgardisten oder Pittermännchen verkleidet hatten. Hinzu kamen die Laktatkönige, die in Karnevalskostümen mit Musikinstrumenten laufend Musik machten. Wer hier nicht Spass am Marathon bekommt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen…

Irgendwo um Kilometer 37 dann plötzlich ohrenbetäubender Lärm. Wild winkende Menschen mit grünen Shirts, die richtig Alarm machten. Es waren unsere WLTler. Nicht nur die Fans, auch die Halbmarathonis, die zu diesem Zeitpunkt schon ihren Wettbewerb erfolgreich absolviert hatten, machten richtig Stimmung. Im Nachgang betrachtet war da noch mehr los als zuvor am Rudolfplatz. Ging es zuvor am erhabenen Kölner Dom vorbei, folgte nach unserer Truppe noch der Neumarkt, die berüchtigte Deutzer Brücke und dann das Einbiegen auf die Zielgerade. Jubelnde Zuschauer, Robby Williams aus den Lautsprecherboxen und jede Menge Glückshormone liesen diesen Lauf wieder in ein riesiges Schlussfeuerwerk auf der Ziellinie münden.

Ach ja, gelaufen wurde auch noch. Sicherlich ist der Köln Marathon einer der emotionsreichsten Marathons Deutschlands aber auch ein nicht zu unterschätzender Kraftaufwand für den Körper. Die eine oder andere lange Passage, gerade zwischen Kilometer 27 bis 35, die Laufkondition und Laufkonzentration

abfordern sowie schließlich das Kopfsteinpflaster an Heumarkt und die Steigung auf die Deutzer Brücke zum Schluss. All dies fordert die ganze Läuferkondition und zeigt gleichzeitig, dass die körperliche Fitness stimmen muss, wenn man diesen Lauf genießen will.

Nachdem sich am Ende der Marathonveranstaltung der WLT auf dem zentralen Marathon-Platz wieder gesammelt hatte, stellten wir dann noch unsere Gesangsqualität unter beweis. Wenn 29 WLTler auf einem voll besetzten Platz mitten in Köln das Lied „So sehen Sieger aus“ anstimmen, dann bekommt auch der letzte Kölner mit, dass auch wir Norddeutschen für Stimmung sorgen können.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Köln Marathon ein Top organisiertes Laufevent ist. Selbst warme Duschen sind hier Standard und das auch für die später eintreffenden Läufer. Dem Kölner Publikum gebührt aber sicherlich ebenso viel Applaus wie den Organisatoren, denn sie sind es, die den Köln Marathon zu dem machen, was er ist: Laufspass pur.

Die Berichterstattung der Presse zur WLT.Teilnahme in Köln gibt es hier: Pressebrichte (Wildeshauser Zeitung/NWZ/OV - Vechta)

WLT.Marathon - Gruppe

» Ahlers, Karsten (GER)

M40

04:20:59

» Debbeler, Souraya (GER)

W30

04:24:44

» Eylers, Bernd (GER)

M40

03:59:39

» Johansson, Katrin (GER)

W40

04:24:43

» Kürbis, Hans (GER)

M50

03:58:14

» Kürbis-Edzards, Sandra (GER)

W35

04:25:18

» Rietkötter, Fritz (GER)

M40

03:55:48

» Wulf, Carsten (GER)

M35

04:08:23

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WLT.Halbmarathon - Gruppe

» Andrzejewski, Wolfgang (GER)

M55

02:18:37

» Becker, Ulrich (GER)

M50

02:30:14

» Bleckwehl, Tanja (GER)

W35

02:29:05

» Eylers, Heike (GER)

W35

02:08:33

» Goedeke, Maren (GER)

W40

02:04:23

» Hollmann, Claudia (GER)

W40

02:06:36

» Jacobs, Birte (GER)

W35

02:34:50

» Kramer, Hartmut (GER)

M40

02:00:29

» Lutze, Ingrid (GER)

W55

02:20:36

» Maas, Carsten (GER)

M55

01:55:19

» Menke, Martina (GER)

W35

02:06:37

» Schmitt, Maria (GER)

W40

02:25:54

» Webendörfer, Matthias (GER)

M40

02:20:31

» Wilgen, Renate (GER)

W45

02:33:18

» Frau Wulf, Karina (GER)

W30

02:35:04

» Kleineidam, Birgit (GER)

W30

02:00:28

Köln - Kölle jeck op Jöck

So irre war der 13. Köln-Marathon

Von F. SCHWIEGERSHAUSEN – Auszug Kölner Express

Dieser Marathon ging ab! Ob nackt oder als Weihnachtsmann, ob als Gruppe Gefangener mit Ketten an den Händen oder als kölsches Hätz - viele der mehr als 32.000 Teilnehmer haben den Karneval in den Oktober vorverlegt.

Ab Nachmittag lachte auch noch die Sonne dazu, so dass die Parties entlang der Rennstrecken noch spaßiger wurden und noch etliche Zuschauer dazu kamen.

Damit bei den Läufern die Energie bis zum Ziel reichte, gab es an den Verpflegungsständen 75.000 Banananen, 50.000 Müsliriegel sowie 12.000 Liter Apfelsaft und andere Getränke. „Am liebsten tranken die Läuferinnen und Läufer in diesem Jahr Cola“, weiß Elke Homber, die zum achten Mal im Kölner Norden am Verpflegungsstand vom Integrationsprojekt „activ für alle“ mit half.

Impressionen vor dem Lauf....

Der Start

Der tatsächliche Start

Raststätte

Stärkung

Kuchen

Hunger....

0

1

2

3

4

5

Kommunikation

Kultur

Größe

Früh

Platz

Gute Laune

6

7

8

9

10

11

Kölner Innenstadt

Zuhören

Die Band

Kölsch

Marathon

12

13

14

15

16

Das war die Vorbereitung 2009:

Aktuelle Impressionen aus den Vorbereitungsläufen:

Start der Vorbereitung bei Ingrid im Garten. Neben der nötigen Stärkung wurde dieser Termin genutzt, damit die “Neuen” (mittlerweile auch alle auf dem weg nach Köln) ihren Einstand geben konnten...

Sonntagslauf am 09.08.2009 Insgesamt 19 WLTler, nach dem Lauf ist vor dem Lauf oder wie sagte Hans: Wenn Du in die falsche Richtung läufst ist das Tempo egal..

Sonntagslauf am 23.08.09 Trotz der WLT.Jahresfahrt waren vier WLT. Läufer in der Köln - Vorbereitung unterwegs. Einer läuft eben immer..

Sonntagslauf am 20.09.09 Der letzte Vorbereitungslauf des WLT auf den Köln Marathon...

Die Verpflegungs-station war auf dem Parkplatz am Pestruper Gräber-feld eingerichtet. Wildeshausen hat eben jede Menge Laufstrecken für trainingsgerechte Laufvariantionen zu bieten!

Die professionelle Verpflegung und Organisation waren wieder einmal vor- bildlich.

Einzig die Art der “flüssigen Nahrung” wird beim Marathon an der Strecke wohl etwas anders ausfallen....

Das war die Organisation 2009:

...wird wieder auf den Beinen sein! Oder anders formuliert: Marathon op Kölsch! Die einzigartige Kölner Marathon - Luft begeistert sie alle! Egal ob Läufer oder Zuschauer. Wer den längsten Karnevalsumzug durch Köln miterleben will, der muss dabei gewesen sein. Der muss den Köln Marathon gelaufen sein - egal in welcher Streckenlänge!

Die Organisation wird von Maria begleitet. Wenn wir schon einen “Insider” dabei haben, dann sollten wir das “Wissen” auch nutzen! Es wird neben Spass und Gute Laune jede Menge Gänsehaut geben, dass kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen!

Angeboten werden in Köln die Strecken Marathon / Halbmarathon / Walking und und und...

 

Die Organisation 2009 als grobe Struktur der Kölner Marathon - Tage:

Das Motto in diesem Jahr lautet: "Kölle un de Dom wanke un da simmer dabee..."

Start Trainingsplan am 16.07.2009   WLT.Anmeldungen: 29 Teilnehmer

 

WLT.Kick-Off - Veranstaltung:

  • Dienstag 29.09.2009 - Ort wird noch bekannt gegeben

Abfahrt Samstag:

  • 8.00 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben

Ablauf Samstag in Köln:

  • Besuch der MarathonMesse mit Abholung der Start - Unterlagen
  • Bezug der Hotelzimmer
  • WLT.Pasta - Party in Köln incl. Bekanntgabe der Ablaufdetails für Sonntag

Ablauf Sonntag:

  • Frühstück ab 6.00 Uhr
  • gemeinsame Anfahrt zum Startgelände
  • 8.30 Start HalbMarathon / 11.30 Uhr Start Marathon
  • Treffen aller Läufer Halbmarathon am Meeting - Point im Zielgelände --Zeit wird noch bekannt gegeben.
  • Treffen aller Läufer Marathon und Läufer Halbmarathon am Meeting - Point im Zielgelände -- Zeit wird noch bekannt gegeben.
  • Gemeinsame Abfahrt gegen 18.00 Uhr ab Köln

Organisation:

  • Fritz Rietkötter / info@wildeshauser-lauftreff.de

 

 

Wer vorab mal wissen möchte, was so los war, der kann sich durch meinen Laufbericht lesen:

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Kölle un de Dom wanke...

Ein Laufbericht zum 10. Köln Marathon am 08.10.2006 von Fritz Rietkötter

Was müssen die Kölner Jecken alles auf die Beine stellen, wenn Sie Karneval feiern? Ein ersten Eindruck davon hinterlies das Kölner Publikum während des 10. KölnMarathon. Zwar lieferten die ca. 15.000 Marathonläufer (über 27.000 Läufer aus 55 Nationen nahmen insgesamt an den Laufveranstaltungen teil), eingeheizt vom Veranstalter, bereits kurz vor dem Start eine spontane Show ab, sodass der Moderator vom WDR meinte: jetzt wankt Kölle und der Dom, doch die über 800.000 Zuschauer (letzte Polizeischätzung vom 08.10.06) auf der Strecke standen dem in nichts nach und bewiesen kölschen Frohsinn und rheinische Begeisterung.

Wie immer startet für mich ein Marathon Wochenende mit dem Besuch der Marathon Messe. In Köln gab es auf 3 Ebenen und 10.000 qm mal wieder viel zu stöbern sowie interessante Infos „Rund ums Laufen“. Einen besonderen Programmpunkt boten die Veranstalter mit dem Ausdauerforum. Hier wurden in unterschiedlichen Vorträgen die verschiedenen Bereiche des Laufsports analysiert und diskutiert. Von der Ernährung / Nahrungsverarbeitung im Körper über Trainingsmethoden bis hin zu kritischen Themen, wie der plötzliche Herztod von Marathonläufern, war alles dabei. Eine Forum, an dem sich andere Stadtmarathon Veranstalter durchaus ein Beispiel nehmen können.

Das der Sonntag auch hinsichtlich des Wetters eine Klasse für sich werden sollte, zeichnete sich bereits am Samstag ab. Und so kam es dann auch. Die Wetterfrösche behielten Recht und bereits morgens zeigte sich der Himmel über Köln kaiserlich blau bei ca. 14 Grad. Ein Top Laufwetter also. Wie immer startet auch dieser Marathontag für mich mit der Abgabe des Kleiderbeutels und der Beobachtung des anwesenden Läuferfeldes. Immer wieder interessant zu sehen, wer sich so alles auf die Strecke (traut) begeben will. Ein wesentlicher Unterschied wurde aber schnell deutlich. In Köln ist alles viel bunter und lebensfroher. Die Jecken mit Ihren bunten Kostümen trieben mir dann doch die Frage auf: wie man damit wohl einen kompletten Marathon laufen kann? Ob als Kölschglas, Robin Hood, Caesar oder Karnevalist vergleitet, anstrengend sind diese Kostüme alle. Später auf der Strecke wurde mir eindrucksvoll demonstrierten: es geht - läuft – tatsächlich!Nachdem meine Fangruppe Maria und ich im Startbereich die letzten Eindrücke im Bild festhielten, begann die heisse Phase des Marathons. Maria verschaffte sich auf der Tribüne eine eindrucksvolle Übersicht vom allgemeinen Treiben, denn von dort oben konnte man das Spektakel am besten beobachten. Ich ging Richtung Check-In zu meinem Startblock. Schon vor dem Startschuss war die Stimmung unübertroffen. Wenn ca. 14.000 Läufer im Chor Viva Kolonia singen und eine Welle nach der anderen durch das Läuferfeld brandet, dann wird auch der letzte Norddeutsche von dieser rheinischen Lebensfreude gepackt und sinkt hemmungslos mit. Eine unbeschreibliche Marathonatmosphäre, die hier durch Köln schwappt. Auch wenn dies bereits mein 10 Marathon- / UltraMarathon – Lauf ist, so habe ich so etwas noch nicht mitgemacht.

Kurz nach 12 Uhr, mit 20 Minuten Verspätung, starteten dann die einzelnen Blöcke nacheinander. Verspätung ist in Köln angeblich kein Problem, denn gibt es ja keinen, der die Verspätung kontrollieren kann, so meinte es zumindest ein Kölner Läufer. Unter dem Applaus der Zuschauer und meiner Fangruppe Maria setzte sich dann auch mein Startblock in Bewegung. Schon auf den ersten Kilometern zeichnete sich das ab, wofür Köln berühmt ist: ein super Publikum voller Enthusiasmus und Begeisterung. Alleine die vielen Sambagruppen (bei 12 habe ich aufgehört zu zählen) bringen einen unbeschreiblichen Rhythmus auf die Strecke. Farbenfroh und „nett anzusehen“, so stellen sie einen von vielen Höhepunkten da.

Und dann die Zuschauermassen. Es gab nur wenige Streckenabschnitte, wo es ruhiger wurde, damit die vielen Eindrücke verarbeitet werden konnten. Teilweise wurde die Läufergasse so eng, dass zwei Läufer nebeneinander schon mühe hatten, hindurch zu kommen. In Vierreihen, über viele Meter hinweg, standen die applaudierenden Zuschauer. Mit Trillerpfeifen, Tröten und Schildern bewaffnet bot sich dem Läuferfeld ein Zuschauerbild, dass ich bis dato noch nirgends erlebt habe. Dazwischen immer wieder Sambagruppen, deren Rhythmus alle erfasste. Das Laufen wurde zur Nebensache. Immer wieder Lautsprecher mit Kölscher Musik - man könnte denken, es wäre schon wieder der 11.11. und die närrische Zeit hätte begonnen. Die Durchgangszeit Halbmarathon war dann auch bereits zur absoluten Nebensache geworden. Spätestens, als bei Kilometer 32 das erste Kölsch gereicht wurde, war dann das Vorhaben, nicht auf die Uhr zu sehen, in die Tat umgesetzt. Irgendwo an einem Kölschlokal standen die Biere (Stängelchen), an der draußen aufgebauten Theke, mit dem Hinweis: für Marathonläufer. Da ich mich angesprochen fühlte, blieb mir nichts anderes übrig als anzuhalten und mitzutrinken. Eine Verpflegungsstadion, die ins Bild passte. Einer meinte dann noch, dass er beim letzten Marathon soviel Kölsch getrunken hätte, dass er sich im Zielbereich nicht entscheiden konnte, über welche der zwei Ziellinien er denn nun laufen solle. Eine Gefahr, die bei falscher Flüssigkeitsaufnahme sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist.

Vor dem Ziel kamen noch zwei Höhepunkt. Zuerst führte die Strecke direkt auf den Kölner Dom zu. Hierdurch beteiligte sich auch dieses imposante Bauwerk, bei strahlend blauem Himmel, an dieser gelungenen Veranstaltung. Anschließend folgte die Deutzer Brücke. Eine echte Anhöhe so kurz vor Schluss. Hier konnte selbst das Publikum nicht mehr an sich halten und lief einfach mit. Eine Frau mit Kinderwagen begleitet Ihren (vermutlich) Ehemann, ganze Familien liefen mit den Läufern Richtung Ziel und mussten von den Ordnern wieder aussortiert werden. Ein schnelleres Durchkommen war da kaum möglich – was aber eh egal war. Mit dem Zieleinlauf endete dann zwar der Lauf des Kölner Karnevalsmarathons, nicht aber die Veranstaltung. Das abschließende Kölsch bei der After-Run-Partie im Hänkelmännchen schmeckte schon wieder besonders gut und bei der Betrachtung der Bilder, die Maria geschossen hatte, blieben die Erkenntnisse, dass zum einen dies der schönste meiner nunmehr 10 Marathon- /Ultramarathon - Läufe war und zum anderen ich sicherlich noch häufig daran zurück denken werde.

Der Kölner Stadtanzeiger brachte es auf den Punkt:

Abgesperrte Straßen, Karnevalsmusik, Pittermännchen am Wegesrand und Sonnenschein: Es schien fast so, als ob sich der 10. Ford Köln Marathon zu einem vorgezogenen Rosenmontagszug entwickelte. Am Sonntagmorgen machten sich aber nicht die Jecken auf den Weg zum Startschuss in Deutz, sondern über 25 000 Athleten. Damit verzeichnete der Marathon pünktlich zu seinem runden Geburtstag eine Rekordteilnehmerzahl. Und am Start tummelten sich mal wieder jede Menge kölsche Läufer in Verkleidung.....

 

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