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Teilnahme am Moormarathon, 29.08.2010 – ein Bericht von Fritz Rietkötter |
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im Moor die besondere Laufatmosphäre ausmacht, zeigt auch gleichzeitig das Besondere dieser Laufveranstaltung. Wer hier läuft, versteht das Laufen als eine Möglichkeit, dem Stress und der Hektik des Alltags zu entfliehen. Hier kann man den Blick schweifen lassen und laufend abschalten. Die Durchgangszeit mit 1:51 Halbmarathon passte dann auch besten in den Plan. Dann kam aber auch die andere Seite des Moormarathons. Die zweite Runde, die vom Läufer Kraft und Entschlossenheit abverlangt. Waren auf der ersten Runde noch die Halbmarathonläufer auf der Strecke, begann jetzt der einsame Lauf. Das einsame Kämpfen gegen den mittlerweile stark auffrischenden Gegenwind, der auf ca. 15km ein unangenehmer, kraftraubender Begleiter wurde. Zudem die wellige Wegstrecke, die gerade auf den letzten 7km keinen vernünftigen Laufrhythmus mehr zu liess und damit die körperliche Belastung weiter erhöhte. Auf der zweiten Runde ist der Zeitpunkt gekommen, wo der Marathon wirklich zum Marathon wird. Wo die einzigen aufmunternden Worte an die Läufer von den Helfern an den Verpflegungsstationen kommen. Jetzt war auch die Zeit gekommen, ständig den Puls zu kontrollieren und die Kräfte für den letzten Teil der Wegstrecke richtig einzuteilen. Und immer wieder die Kraft zehrenden Lunken in den Wegen. Jeder Tritt in die Lunke oder an den Rand kostet zusätzlich Kraft beim Abstossen. Ausweichen macht keinen Sinn, da dies nur dazu führt, dass man gänzlich den Laufrhytmus verliert und unnötig mehr Schritte machen muss. Also dicht am Wegrand bleiben und vorausschauend laufen. Hinzu kam immer wieder der Wind, der nicht nachzulassen schien und zusätzliche Anstrengungen abverlangte. Kilometer um Kilometer ging es so durch den zweiten Teil der Rundstrecke. Einsame Kilometer, die aber auch dafür sorgten, dass die Laufkonzentration hoch gehalten wurde und der Kopf frei wird. Schließlich folgte der Zieleinlauf und der Blick auf die Uhr. Wieder einen, wenn auch sehr anstrengenden Marathon mit 3:47Stunden geschafft. Damit war das persönliche Marathonziel, nach der Bestzeit in Tangermünde, die eigene Marathonzeit in diesem Jahr konsequent unter 4:00 Stunden zu halten, wieder geschafft. Der Goldenstedter Moormarathon gehört sicherlich zu den schönen Landschaftsläufen in Deutschland. Die Motivation hier zu laufen ist nicht die Bestzeit sondern das Genießen von Landschaft und Ruhe. Gleichzeitig bietet der Lauf all denen, die sich ihm stellen, die Möglichkeit, den inneren Schweinehund gleich mehrfach zu besiegen und ganz nebenbei etwas für die eigene Laufkraft zu machen. Schade war in diesem Jahr nur, dass es die Organisatoren trotz der geringen Teilnehmerzahlen nicht geschafft haben, eine vernünftige Verpflegung im Zielbereich bereit zu stellen. Ausreichend Bananen, Wasser, Cola und Tee (der nicht so heiss ist, dass man sich dran verbrüht) sind Standard bei Marathonveranstaltungen und sollten in ausreichendem Masse vorhanden sein. Es wird sicherlich nicht mein letzter Start in Goldenstedt gewesen sein und so bin ich gespannt, was die Moorgeister im nächsten Jahr für die Läufer an Herausforderungen bereithalten. |
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Teilnahme am Moormarathon, 30.08.2009 – ein Bericht von Fritz Rietkötter |
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Das WLT.Team: links die Marathon und Halbmarathon - Gruppe, rechts die 11km - Läufer (mit der eingeschlichenen 103 = Halbmarathon...) |
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Und das beginnt bereits vor dem Start. In der morgendlichen Ruhe der Moorniederung, die eingerahmt war durch die erste Herbstfrische, fanden sich nach und nach die Läufer der unterschiedlichen Wettbewerbe ein. Familiär und gelassen ging es bei der Startnummernausgabe zu. Keine Hektik, kein Stress. Es blieb ausreichend Zeit, um sich die Vielzahl der Läufertypen in aller Ruhe anzuschauen. Selbst das sonst übliche Gedränge vor den WC – Anlagen entfällt in Goldenstedt. Wer hier her kommt, der bringt Zeit mit. Doch auch die Zeit vor dem Start ist irgend wann einmal vorüber und so startete pünktlich um 9.00 Uhr das Läuferfeld zum Marathon- bzw. Halbmarathonlauf. Die ersten drei Kilometer ums Gelände des Naturschutzcentrums verliefen ohne nennenswerte Ereignisse und so ging es anschließend auf den direkten Weg ins Goldenstedter Moor. Das dieser Lauf nicht so ganz einfach werden sollte, war von vorn herein klar. Schließlich hatte der Wetterbricht Sonne und 30Grad für den Tag gemeldet und da im Moor der Anteil schattenwerfender Bäume von Natur aus eher gering ist, war die Taktik schnell festgelegt: zu Beginn nicht zu schnell und hinten raus zusammenreißen. Mullige Wege, die den Kraftaufwand beim Laufen erhöhten und die unebene Lauffläche machten meinem Laufrhythmus zu schaffen. Schon bei Kilometer 15 machte sich die Sonne, obwohl es erst kurz nach 10 Uhr war, schon unangenehm bemerkbar und zeigte auf der anderen Seite, worin der ganz besondere Reiz in Goldenstedt liegt. Nämlich in der tollen Natur und der ungewöhnlichen Moorlandschaft. Man könnte glatt denken, dass hinter den aufgeschichteten Torfballen gleich ein Arbeiter hervor schaut, der sich so seine Gedanken über die Vorbeilaufenden macht. Kleine Moorseen, die Weite der Landschaft, die ungewöhnliche Vegetation. Alles wirkt besonders bei Sonnenschein beruhigend und entspannend. Wenn, ja wenn da nicht das Laufen wäre. Der ständige Blick zur Uhr um den Puls zu kontrollieren. Wohlwissend, dass sich jeder Kilometer, der zu schnell gelaufen wird, am Ende des Marathons in der prallen Sonnen rechen wird. Neben mir lief Hartmut in ganz entspannter Weise, erzählte von dies und das und stellte dann fest, dass so ein ruhiger Halbmarathon als Vorbereitung auf den Berlin Marathon auch Spass macht. Recht hat er, dachte ich noch und versuchte, mein Laufrhythmus und Tempo trotz der unebenen Wege einigermaßen konstant zu halten, wenn wir streckenweise auch ein wenig zu schnell waren. So ging es Kilometer um Kilometer durchs Moor und immer der Gedanke im Hinterkopf, dass es hier noch ein zweites Mal lang ging. Schließlich musste für die Marathondistanz der Rundkurs durchs Moor zweimal durchlaufen werden und da hatte ich Hartmut mit seinen Bemerkungen “rund ums Leben im Allgemeinen” nicht mehr neben mir. Gab es auf der ersten Runde, dadurch das die Sonne noch recht tief stand, doch noch den einen oder anderen Schattenbereich, so zeigte die Sonne während der zweiten Runde ihre ganze Kraft. Zwischen Kilometer 28 und 40 wurde es dann richtig warm. Die 30 Grad Grenze schien, zumindest gefühlt, geknackt zu sein und der Mull auf den Wegen forderte die ganze Kraft, Schritt um Schritt. Konnte man in der ersten Runde den Blick noch durchs Moor schwenken lassen und lies die Gedanken streckenweise wandern, so hiess es während der zweiten Runde Konzentration aufs Wesentliche, Konzentration aufs Laufen. Zuschauer gab es keine, man war also mit sich und den Gedanken alleine. Einzig die Uhr tickte gnadenlos runter und der Körper verrichtete Schwerstarbeit in der Goldenstedter Sonne. Nur die stets freundlichen Helfer an den Versorgungsstationen unterbrachen die Ruhe. Hier in Goldenstedt sind die Versorgungsstationen irgendwo am Wegesrand im Moor dann auch mehr als nur Verpflegungspunkt. Gerade während der zweiten Runde, wenn man mit sich und dem Moor alleine ist, bringen die Stationen Abwechslung und ein aufmunterndes Wort ins Laufgeschehen. Übertrieben formuliert: ein Streckenposten der Zivilisation im Nichts... Und der war gerade vor dem Streckenteil 36 – 40km auch dringend notwendig. Denn hier schien gegen 12,15 Uhr unerbittlich die Sonne und das ohne ein Stückchen Schatten. Kein Wind wehte und der kräftezehrende Boden tat sein übriges, um den diesjährigen Moormarathon seinen Stempel aufzudrücken. Aber auch die kleinen Scharmützel gab es auf der Strecke. Lief seit über einer dreiviertel Stunde ein Läufer vor mir, an den ich mich Kilometer um Kilometer etwas dichter heran gekämpft hatte, so wurde der Abstand zu ihm auf diesem Teilstück rapide kürzer. Und endlich war es soweit, an der vorletzten Versorgungsstation war er eingeholt und kurze Wegstrecke später endlich überholt. Das baut auf, dachte ich noch so bei mir und wusste, dass dieser innere Drang des Überholens in der Mittagshitze seitens der verbliebenen Kraftreserven teuer “erkauft” wurde. Einzig der Blick auf die Pulsuhr verriet, dass der Körper funktionierte, die Gedanken sagten jedoch etwas anders. Doch auch hiermit ist es, wie mit allem, irgendwann ist es rum. Das Schild 40km stand plötzlich - wie aus dem nichts - da und von weitem war das Zielbanner zu sehen. Die letzten Meter flogen dahin und dann war es geschafft. Auch wenn nach der Vielzahl der Marathonteilnahmen eigentlich irgendwann Routine in die Marathonteilnahmen kommen sollte, so war das Glücksgefühl doch wieder ungebrochen da. Wieder die Distanz geschafft zu haben, wieder die eigene Zielzeit eingehalten und doch auf der Strecke vieles von dem erlebt und durchlebt zu haben, was einen Landschaftsmarathon ausmacht. Im Zielbereich blieb dann Zeit, sich mit anderen Läufern über interessante Marathons und Ultramarathons aus zu tauschen und neue Ziele für das Jahr 2009 ins Auge zu fassen. Auch wenn der Goldenstedter Moormarathon zwischen den großen Laufevents eher eine Nebenrolle spielt, so bleibt er doch von den Landschaftsmarathons ein gut organisierter, familiärer Geheimtip. |
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Wieder stand eine Veranstaltung auf dem Plan, die vom Wildeshauser Lauftreff zum zweiten Mal in Folge besucht wurde! Natürlich war die Anreise wieder so organisiert, dass sich alle Teilnehmer aus unserer Gruppe in Wildeshausen trafen, um gemeinsam die Veranstaltung zu besuchen. Insgesamt waren zwei 13km-, vier Halbmarathon- und ein Marathonstarter aus dem Wildeshauser Lauftreff dabei. Und wie das Leben so spielt, neben den eigentlichen Mitgliedern trafen sich auch einige Freunde des Lauftreffs, die zwar nicht mit uns laufen, aber die die Gelegenheit nutzten, gemeinsam mit uns nach Goldenstedt zu fahren! Besser mit bekannten Gesichtern zur Veranstaltung fahren, als alleine! Dort angekommen war uns schnell klar, dass die Organisation des Moorlaufs deutlich verbessert wurde. Eine harmonische und tolle Veranstaltung in aller schönster Landschaft nahm seinen Lauf. Als erstes gingen die Marathon- und Halbmarathonläufer auf die Strecke. Aus unserer Gruppe hatte jeder sein persönliches Ziel, dass erreicht werden sollte. Vorweg sei gesagt, dass dies allen gelungen ist! Wie sagte unsere Annette doch so treffend: “durch die regelmäßige Vorbereitung und die daraus resultierende Fitness können wir heute eine Veranstaltung ruhig und gelassen angehen. Es kommt kein Stress mehr über die Frage auf ob wir es schaffen, statt dessen können wir heute aus der inneren Überzeugung heraus, einen guten Lauf zu absolvieren, einen solchen Tag in seiner ganzen Vielfalt geniessen.” Ich persönlich hätte aber lieber etwas weniger Landschaft genossen, denn eines war sofort klar, die Streckenführung durch die Moorwege war recht anspruchsvoll - nun gut, es war ja ein Landschaftslauf. Bei bestem Wetter ging es dann motiviert auf die Strecke und die Sonne sorgte dafür, dass die komplette Moorlandschaft sehr gut - vielleicht zu gut - “ausgeleuchtet” wurde. Durch die leichte Dauerbrise im Moor hatte man streckenweise das Gefühl, als würde einem ein Fön ins Gesicht gehalten. Dennoch, wie unser Egon sagte: wir wollten es ja so. Wollten uns wieder an unseren Ansprüchen messen und wollten uns anschließend gemeinsam darüber freuen, beste individuelle Ergebnisse erreicht zu haben. Dennoch machte es die Strecke den Läufern auch nicht gerade einfach. War die Laufstrategie zunächst darauf ausgelegt, nicht zu viel Kraft bei einem übermäßig schnellen Start zu verpulvern, so war es danach wichtig, das eigene Lauftempo stetig zu erhöhen. Wechselnde Wegbeschaffenheiten führten immer wieder dazu, dass der Laufrhythmus unterbrochen wurde. Zum Ende der Distanz wurden dann die letzten Reserven mobilisiert. Die Verpflegungsstationen des Veranstalters waren optimal auf der Strecke verteilt. Jedesmal, wenn ein anspruchsvollerer Abschnitt erledigt war, folgt auch immer eine Getränkestation. Die Weite des Moores führte nur leider auch dazu, dass man in der Ferne zwar wieder einen Posten erahnen konnte, der Weg dahin schien sich aber wie ein Gummiband zu dehnen. Ähnlich wie in Ostfriesland, dachte ich noch so bei mir. Durch die endlosen Weiten dort erkennt man auch schon am Freitag, wer am Sonntag zu Besuch kommt. Nur das wir nicht in Ostfreisland waren, sondern im Goldenstedter Moor. Einige Wanderer und Radfahrer kamen natürlich auch des Weges. Wobei ich mich jedesmal fragte, ob ihr Lächeln als Aufmunterung gedacht war oder eher auf inneren Zeifel über das beruhte, was sie zu sehen bekamen. Nämlich eine lange Reihe von Läufern, die gemeinsam ein Ziel hatten: möglichst gut abzuschneiden. Als wir Marathonis ins Ziel kamen, gingen auch schon die 13km - Läufer auf die Strecke. Dieses Jahr führte die Strecke nicht dreimal um den Veranstaltungsort auf einem holprigen Weg herum, sondern ebenfalls herrlich durch das Goldenstedter Moor. Im Ziel angekommen waren dann doch alle Strapazen wie weggeblasen. Die Freude über die Ergebnisse lies die Anstrengungen des Laufes schnell in den Hintergrund treten. Am Rande sei zudem ein echtes Novum angemerkt: es gab tatsächlich warmes Wasser zum Duschen! Sind Marathonveranstaltungen auch noch so groß (z.B. Ruhrmarathon oder Eifelmarathon), werden noch so exakt geplant, an warmes Duschwasser haben anscheinend nur die Organisatoren des Moormarathons gedacht, dank der super Unterstützung der Bundeswehr! Wer mehr wissen möchte, wer sich einmal gemeinsam mit dem Wildeshauser Lauftreff auf eine solche Veranstaltung vorbereiten will oder wer einfach nur so ein wenig joggen möchte, der sollte uns beim Training mal besuchen! Hier geht es direkt zu den Trainingszeiten und zu den Gruppenmitgliedern! Kontaktadresse gibt es natürlich auch! |
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