München Marathon

Bericht zur Teilnahme am München Marathon 2008 – Von Stefan Roth.

 

 Am Freitag ging es mit Sack und Pack los in Richtung München. In Osnabrück wurde noch schnell der Hund bei der Oma abgeladen. Die anschließende Fahrt Richtung München sollte noch 6 Stunden dauern. Gegen 17:00 Uhr kamen wir an unserem Hotel an. Es lag günstig zur Marathonmesse, dem Start und zum Olympiagelände, wo sich am Sonntag alles um den München-Marathon drehte.

 

Kurz das Zimmer bezogen und dann ging es im Anschluß direkt auf die Marathonmesse. In der EVENT-Arena auf dem Olympiagelände gab es alles rund ums Laufen. Natürlich auch die Startnummern. Noch ein paar Gels eingekauft. Und jetzt stand meiner 10.Marathon Teilhahme nichts mehr im Wege. Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckten wir ein italienisches Restaurant. Dort sollte ich auch am Abend vor dem Marathon einkehren, um mich mit der nötigen Pasta zu versorgen.

 

Am Samsag war dann Sigthseeing angesagt. Der Junior ein "eingefleischter" Bayern-Fan ( noch!) wollte natürlich zur Allianz-Arena. Dem jungen Mann konnte doch geholfen werden! Ab in die U-Bahn und schon waren wir da. Nachdem der Bayern-Shop unsicher gemacht wurde, nahmen wir an einer Stadionführung teil. Die Bayernkabine konnte leider nicht besichtigt werden, die wird zur Zeit auf Veranlassung von Klinsmann zu einer Chill-out Area mit Ledersofas und Wänden in Terrakottafarben umgebaut. So spielen die zur Zeit auch….

 

Nachdem wir wieder im Hotel waren, machte ich meine Sachen für den Marathon fertig. Am Abend wurde dann noch das Deutschlandspiel gegen Russland angeschaut. Um 23:00 Uhr war Bettruhe angesagt. Am Sonntag wurden wir bereits um 07:00 Uhr mit Sonnenschein geweckt. Im Gegensatz zum nebligen Samstag sollte es heute ein herrlich, sonniger Tag werden. Nach einem kurzen Frühstück machte ich mich auf zum Startbereich am Olympiagelände. Im Olympiastadion genoss ich noch ein wenig die warme Sonne, bis ich

meine Wechselbekleidung abgab. Danach machte ich mich auf zum Start. Dort sollte ich auf weitere 7159 Marathonis treffen. Insgesamt nahmen an dieser Veranstaltung 10730 Läufer teil. Es wurde noch ein 10 KM-Lauf und eine Marathon-Staffel angeboten. Damit rangiert der

München-Marathon, was die Teilnehmer anbelangt, unter den Top Fünf in Deutschland.

Um 10:00 Uhr wurden die Läufer auf ihren beschwerlichen Weg geschickt. Zunächst ging es vom Olympiagelände in Richtung Schwabing. Die Leopoldstraße hoch bis zum Siegestor. Dort an einer Wendemarke zurück Richtung Englischer Garten. Dort sollte ich heute das erste Mal auf meine Familie treffen, die mich bei KM 2 und 5 anfeuerte. Ein sehr schöner Streckenabschnitt war der Englischen Garten. Hier wurden insgesamt 8 Km zurückgelegt. Weiter ging es durch den Osten Münchens in Richtung Innenstadt. Hier ab KM 28 reihte sich dann ein Strecken – High - Light an das nächste. Isartor, Deutsches Museum, Sendlinger Tor, Marienplatz, Frauenkirche, um nur ein paar zu nennen. Ab KM 33 bekam ich dann den Mann mit dem "Hammer" zu spüren. Sollte ich bis hierher noch voll im Zeitlimit liegen, so mußte ich dem hohen Tempo Tribut zollen. Vielleicht lag es auch an den

Temperaturen. Jetzt so gegen 12:30 Uhr, waren es bereits 21 ° Grad gewesen. Während es woanders ab KM 36 Cola für die Läufer gab, gönnte ich mir an diesem Getränkestand von Weihenstephan ein herrliches dunkles Bier (mit Alkohol) - kam ganz gut zu diesem Zeitpunkt.

Aber es hilft kein Jammern. Das Ziel im Münchener-Olympiastadion erreichte ich dann in einer Zeit von 3:35:24 Stunden. Das war der 1302 Gesamtplatz unter 7159 Läufern.

Höhepunkt war der Einlauf in den Marathontunnel. Dort erwarteten die Läufer Discolichter und Nebel, sowie die Musik vom Triumpfmarsch. Der Zielbereich war sehr schön angelegt. Erholen konnte man sich auf dem Rasen des Stadions. Es gab reichlich zu essen und zu trinken. Auch für Massage war gesorgt. Die Duschen lagen in der Olympia-Schwimmhalle.

Im Anschluß genossen wir noch die Sonne Münchens im Olympiapark.

 

Alles in allem ein schöner Marathon. Doch der Münchner scheint lieber zum Fußball zu gehen. Nach Angaben des Veranstalters waren an der Strecke ca. 60.000 Zuschauer. Da haben wir vom WLT schon besseres erlebt. Von der Organisation reicht er bei weitem nicht an Berlin heran.

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