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Laufbericht zur Teilnahme am Rennsteig UltraMarathon - von Fritz Rietkötter |
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Bei km37,5 ein herrlicher Anblick. Aus dem Wald herauslaufend, auf ein kleines Tal zu, wo man unten eine Zeltstadt sehen konnte. Eine der hervor ragenden Verpflegungsstellen nahte. Hier gab es alles: belegte Brote mit Mett-/Leberwurst, Käse, Schmalz, Heidelbeerwürste, Heidelbeerschleim, Getränke Obst, Suppe. Ich kam aus dem Essen gar nicht mehr raus. Ein Läufer lächelt rüber und meinte, da kommt noch mehr! War mir aber egal, es schmeckte bestens. Gut gestärkt ging es weiter. Wieder ein Berg wieder ein Gefälle, der Puls hatte sich eingependelt, der Laufrhythmus war da und so ging es Kilometer um Kilometer durch den Thüringer Wald. Herrliche Ausblicke in die weiten Täler, gerahmt von Bergen mit dem hellen Frühlingsgrün der Bäume. Dann wieder dunkel Fichtenwälder, durch die streckenweise sogar etwas Sonnenlicht viel. In Oberhof noch etwas Schnee in einer Senke, dazu jede Menge Vogelgezwitscher und Natur pur. Die Strecke und die Aussichten sind der Hit. Höhe Oberhof, wo ich mich fragte, ob es eigentlich irgend eine Stelle am Körper gab, die nicht schmerzte, dann ein Schild, dass motivierte: Auf einer Strecke mit Olympiasiegern und Weltmeistern. Wir waren auf der Biathlonstrecke und ich dachte bei mir: die sollen mal froh sein, das die auf unserer UltraMarathon - Strecke Skifahren dürfen… Und immer wieder die unebenen Wege, die den Laufrhythmus immer wieder durcheinander brachten. Ab km60 wurde es dann besser. Zwar gab es immer wieder Steigungen aber der Weg war fest und die Laufzeit je 10km wurde auch wieder besser. Kurz vor Ziel Schmiedefeld konnte man dann vom Berg aus ins Zielgebiet schauen. Diesen Weg noch, dachte ich und dann hast Du es geschafft. Doch der Weg wurde im Kopf länger und länger, von weitem hörte man die Lautsprecher aus dem Zielgebiet aber irgendwie kam man diesem nicht näher… Dann ein Schild mit der Aufschrift: noch 1.006Meter und nun war klar, gleich ist es geschafft. Auf der Ziellinie dann dieses immer wieder tolle Gefühl, es geschafft zu haben. In 8:34 Stunden den inneren Schweinehund und die Schmerzen besiegt zu haben und zu wissen, dass die Herausforderungen bestanden wurden. |
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Und dann folgte, nach Dusche und reichlich flüssiger wie fester Nahrung, der gemütliche Teil der Veranstaltung! Rudi hatte uns einen Tisch im Festzelt frei gehalten und versprochen, dass hier die Post abgehen sollte. Und so kam es auch… Ein riesiges Zelt voller Läufer und deren Begleitungen feierte, wie man es nach einem solchen Lauf und bei so manchem Volksfest nicht erahnen würde. Erst sorgte die Mühlhauser Drumband für Stimmung, anschließend ging die Luzi ab mit Partyband und Alleinunterhalter im Wechsel. Dass ein ganzes Zelt zu Schneewalzer, „hoch auf dem gelben Wagen“, Howard Carpendale / - Udo Jürgens – Leider auf den Tischen tanzen, schunkeln und singen würde, glaubt niemand, der nicht dabei war. Die Schmerzen der Rennsteig – Tortur waren wie weg geblasen, die Biere schmeckten und die Stimmung schien eine Rennsteig – Steigung nach der anderem im Sturm zu nehmen. Was für ein Event… Die anschließenden 75km zurück von Schmiedefeld nach Eisenach ging es dann in dem schon vor einer Woche organisierten Taxi. Selbst das hat problemlos funktioniert. Um den Muskelkater des nächsten Tages mit Bewegung zu begegnen, ging es am Sonntag vor der Heimreise noch auf die Wartburg zum Sightseeing. Das zu diesem Weltkulturerbe der UNESCO die eine oder andere Stufe zu nehmen war schien klar, brachte auch immer wieder die Erkenntnis mit sich: da müssen wir auch wieder runter… Als Fazit bleibt fest zu halten, dass der Rennsteig Lauf eine außergewöhnliche Veranstaltung ist. Top organisiert, mit super tollen Strecken und einer riesen After – Run – Party. Wenn selbst beim Marathon im Startbereich vor dem Lauf über 5.000 Läufer den Schneewalzer tanzen, dann sagt das alles über dieses Event aus. Auch wenn die körperliche Belastung auf keinen Fall zu unterschätzen ist, so ist mir eines klar: ich werde wieder kommen! Zeiten:
… und wenn ich einen Blick in unser WLT.Gästebuch der Homepage werfe, dann freue ich mich, dass es auch unserem Gast gut gefallen hat. Sein Kommentar zu unserer Fahrt: Kommentar: Hut ab ! Die Hinfahrt: nur fliegen ist schöner. Der Lauf war brutal hart, mit etlichen Höhenmetern. Die Party war das Beste, was ich in diesem Jahr erlebt habe! Auf den Bänken stehen und schunkeln und tanzen nach Liedern wie z.B. Hoch auf dem gelben Wagen. Der Hammer! |
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angedachter Ablauf: 07.05.2009: Anreise und Bezug der Zimmer im Göbel`s Sophien Hotel, anschließend Abholung der Startunterlagen. Im Hotel wird eine Läufer - Lounge sowie eine Pasta - Party stattfinden. |
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08.05.2009: Das Hotel bietet eigens für Läufer ein Frühstücksbufett. Rennsteig - Lauf. Läuferparty --nach der Läuferparty werden wir von einem örtlichen Taxi - Unternehmen abgeholt und von Schmiedefeld nach Eisenach zurück gebracht. Der Vorteil: das Taxi können wir so anfordern, wie es die Zeit nach der Party erfordert, wer weiss, schließlich, wie wir drauf sein werden... |
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09.05.2009: geführte Wanderung durch das Biosphärenreservat - - auslaufen war gestern... Anschließend erkunden der Stadt Eisenach und Stärkung für die Rückfahrt. 09.05.2009: Heimreise Organisation: Fritz Rietkötter / info@wildeshauser-lauftreff.de Meldestand: 5 WLT.Läufer + Gastläufer |
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