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Geplant war dieses Laufwochenende in der Eifel als ein ruhiges Relax-Wochenende mit einem 16,5km-Lauf für Maria, einem netten Marathon für mich sowie und jede Menge Natur. Vorweg gesagt, es hat die Erwartungen weit übertroffen.
Damit wir pünktlich und ohne Stress zum ersten Programmpunkt des Marathonwochenendes, der Ranger Tour, in Einruhr ankommen, ging es am Samstag pünktlich um 7.00Uhr in Richtung Eifel. Die Straßen waren frei und so blieb nur ein kurzer Stopp für einen Coffee-to-go übrig. In Einruhr angekommen, grüßte bereits die Sonne über den herbstlich gefärbten Eifelhängen. So könnte es bleiben, dachte ich mir. Nachdem wir das emsige Dorftreiben in Vorbereitung zum Marathon bei einem Cafe auf der Terrasse eines Restaurants gut beobachten konnten, ging es zur Startunterlagenausgabe und anschließend mit dem Ranger durch den Nationalpark Eifel.
Knapp 10km weit und ca. 4,5Stunden lang gab es jede Menge Interessantes und Wissenswertes über den Nationalpark, die Aktivitäten der Rangers und den Landstrich rund um den Rursee.
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So ist beispielsweise der Rurstausee mit einem Fassungsvermögen von 203,2 Mio. m³ der zweitgrößte in Deutschland. Außerdem gab es fachkundliche Hinweise zu den „Waldbewohnern“ und den unterschiedlichen Bäumen und Pflanzen im Nationalpark Eifel. Zurück auf dem Marathongelände ging es erst mal wieder ins Läufergetümmel und ran ans Kuchenbuffet, getreu dem Motto dieses Wochenendes: nur keinen Stress! Auf dem Gelände war zwischenzeitlich jede Menge Leben eingekehrt. Die Wettbewerbe Walking, 5km–Lauf sowie Kinderlauf und Mountenbike-Tour wurden gestartet, entsprechend Trubel gab es überall. Der Blick übers Kuchenbuffet lies jede Unruhe verfliegen. Von Frucht- bis Sahnetorte, es war alles da! Und die Größe der Kuchen war ebenfalls beeindruckend. Das ist Marathon am Buffet, so konnte es weitergehen!
Nach etwas Kurzweil ging es zum Hotel, das ein Ort weiter, direkt an der Marathonstrecke liegt. Hier haben wir mittels eines kleinen Spaziergangs entlang Marathonstrecke schon mal diesen Teil erkundet. Außerdem gab es einen ersten Eindruck von den zu bewältigenden Steigungen, die trotz leichter Dämmerung noch gut zu erkennen waren.. Das Hotel lang nämlich nur einen Katzensprung vom berüchtigten Berg bei km38.
Der nächste Morgen startete wie jeder Marathon Morgen. Blick aus dem Fenster, sich fragen, wie das Wetter wird und was man tragen soll, gemütlich und reichhaltig Frühstücken, schließlich braucht man später die Energie und dann ab in den Start/Zielgebiet. Und hier war sie wieder, die Marathonatmosphäre einer Veranstaltung jenseits der übervollen Stadtmarathons. Familiär, ruhig, gelassen und dennoch angespannte Freude auf den Wettkampf.
Pünktlich um 10.30Uhr startete der Marathon, während Maria um 11.00Uhr auf die 16,5km Strecke ging. Was der Tag bringen sollte, zeigte sich schon auf den ersten Kilometern. Steigungen, Gefälle, super tolle Landschaft, sonniges Wetter um die 18Grad und jede Menge Anstrengungen. Für uns „Flachlandtiroler“ geht es schon auf den ersten Kilometern zur Sache. Steigungen, die geübte Bergläufer vermutlich nur schwach wahrnehmen, lassen den Körper schnell warm werden.
Entlang des Rursees geht es auf groben Wanderwegen, durch jede Menge Laub und immer wieder entlang toller Herbsteindrücke der Eifellandschaft. Bei km6 ging es dann das erste Mal richtig in die Steigung. Auf 200m liefen wir den Berg zur Urfttalsperre hinauf, um oben auf einer Staumauer anzukommen, die Blick über die Rursee frei gibt. Richtig genießen lässt sich dieser Anblick aber erst nach ein paar Metern, als sich der Puls wieder beruhigt hatte. An dem Punkt, wo sich bei ca. km10 die Läufer des 16,5km und des Marathonwettbewerbs trennen, dem Staudamm Paulushof, gab es zudem erstmalig etwas Zuschauerbeteiligung.
Weiter ging es entlang des Stausees. Immer wieder der Blick auf die Pulsuhr und wieder der Gedanke, dass man sich diesen Blick eigentlich schenken kann, denn der Kreislauf lief aufgrund der ständigen Abfolgen von langen Steigungen und Gefällen auf Hochtouren. Um km 15 – 30 wurde die Streckenführung dann etwas besser. Der Belag wurde ebener und die Steigungen hielten sich in Grenzen. Hier war nun der Streckenteil, wo gezielt etwas fürs Tempo getan werden musste. Dennoch blieben die herbstlichen Impressionen vorherrschend: die Sonne schien auf den Stausee, dass man denken konnte, mal läuft um den sprichwörtlichen Silbersee. Ein leichter Windzug im Laubwald sorgte für goldgelben Laubfall im Sonnenlicht, es schneite Blätter. Zeiten um 5Min/km liesen gerade den Teil um km25-30 so dahin fliegen. Hier war eben der Punkt, wo das Zeitpolster heraus gelaufen werden musste, dass ab km32 gebraucht wurde, um den schwierigeren Streckenteil zu meistern und gleichzeitig in der Endabrechnung um die 4:10Stunden zu landen. Bei km32 beginnt der wahre Rursee Marathon. Steigungen und Gefällstrecken im Wechsel. In Wolfsbach wird die „Achterbahn“ durchlaufen und in Rurberg folgt die „Legende“. Dieser letzte giftige Anstieg bei km37, vor dem auch die 16,5km-Läufer nicht ausweichen können, hat es in sich. Merkt man beim bergauf laufen die hinteren Oberschenkelpartien, hat es beim bergab laufen den Anschein, als würden die vorderen Partien der Oberschenkel an die Leistungsgrenze geraten. Der Puls hämmerte, der Körper kam kaum nach, Sauerstoff in die Muskeln zu transportieren. Dazu geröllartiger Wanderweg, die jeden Laufrhythmus schon im Ansatz unterbinden, belasten zudem die Adduktoren erheblich. Hier muss man schon genau hinsehen, wo man hintritt, um keine Verletzungen zu riskieren, zumal das Laub lockere Steine und kleine Mulden verdeckt.
Irgendwo im Nirgendwo jedoch wieder das schon bekannte Bild aus der letzten Teilnahme. Plötzlich durchbricht fetzige Musik die Ruhe, es folgt die blau-weiss geschmückte Versorgungsstation des LT Kommern. Hier wird dem Läuferfeld ordentlich Bass auf die Ohren gegeben, um es mit diesem motivierenden Rückenwind in die zu erwartenden Steigungen zu schicken. Denn unaufhörlich geht es weiter Richtung Rurberg, dort wo der schon erwähnte Berg der Berge auf das Läuferfeld wartet. Getrost lässt sich dieser Teil als „heart-break-hill“ titulieren. Im Kopf dreht sich schon einige Kilometer vorher alles um diese Steigung. Schließlich biegt man in Rurberg auf die Staumauer und dreht dann schräg rechts in den Berg. Hier geht es auf 500m einen Berg hinauf, der jedem die ganze Fitness abverlangt. Oben angekommen, bläst einem der kalte Eifelwind direkt ins Gesicht und kühlt die vor Anstrengung heissen Oberschenkel gnadenlos runter. Belohnt wird man aber mit einer genialen Weitsicht in die Eifel, die alle Anstrengungen schnell wieder vergessen macht. Schließlich folgen die letzten 3 Kilometer mit einer letzten Steigung. Bereits auf der gegenüber liegenden Stausee – Seite kann man schließlich das Zielgebiet erkennen. Hier, wo sich alle Mühen drauf konzentrieren, weicht jede Anstrengung der Freude über den gefinshten Marathon. Herbstliche Sonne begleitete uns Läufer auf die Zielgeraden, an der auch Maria steht, um die letzten Meter mit Beifall zu begleiten.
Das Fazit vom Rursee Marathon ist schnell gezogen: ein familiärer Lauf mit -für Flachlandtiroler- anspruchsvoller Streckenführung in einer wundervollen Eifellandschaft, die den Rahmen für ein entspanntes und facettenreiches Laufwochenende liefert. Toll organisiert, auch wenn die Wegdistanz zu den Männerduschen aus dem Marathon einen Ultra macht. Ein klasse Rahmenprogramm rundet diese Veranstaltung ab. Eben mehr als nur laufen… Um diesen Marathonflair zu erleben, werde ich wieder kommen, keine Frage!
Die Zeit war nebensächlich, sei der guten Ordnung halber aber auch erwähnt: Meine letzte Rursee - Zeit konnte ich um 10min auf 4:04 verbessern.
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Ein Bericht zur Teilnahme am Rursee Marathon - von Fritz Rietkötter
Die Teilnahme am Rursee Marathon stand zum einen unter dem Gesichtspunkt der Vorbereitung zum Georgsmarienhüttner Ultra Marathon, zum anderen sollte einfach ein entspannter Landschaftsmarathon mit Berg - Profil dem Kölner Stadt Marathon folgen. Schließlich ist die Fitness nach dem Köln Marathon sehr gut und sollte doch genutzt werden, um noch den einen oder anderen Lauf zu absolvieren.
Los ging es am Samstag mit etwas Stau bei der Anreise und regnerischen Herbstwetter. In Einruhr angekommen, folgten wir zunächst den Läuferscharen und fanden so problemlos das Veranstaltungsgelände, um die Unterlagen abzuholen. Schon am Samstag, wo einiges auf dem Programm der Veranstalter stand, war im Hauptzelt der Bär los. Die rheinische Frohnatur regierte und überall war Spass und gute Laune angesagt. Besonders die gerade statt findende Siegerehrung der Kurzstreckenläufe vom Samstag hatte für mächtig Stimmung gesorgt und “überredete” auch uns, gleich mal das erste Pilz in der Eifel zu probieren. Die Stimmung war toll, der Marathon noch einiges hin, also schmeckte das Pils auch gleich doppelt gut. So gestärkt ging es anschließend ins Hotel und zum Abendessen.
War der Samstag noch stürmisch und verregnet, zeigte sich der Sonntag von seiner schönsten Herbstseite. Blauer Himmel, Schafe am Hang beim Blick aus dem Hotelzimmerfenster (Hahn und Misthaufen waren nicht zu sehen bzw. zu hören) und die ersten Sonnenstrahlen an den Berghängen liesen einen tollen Lauftag erahnen!
Im Start-/Zielbereich sammelte sich stetig das Läufervolk und in Mitten des Gewusels trafen wir sogar einen Teilnehmer, den wir in Köln kennen lernten -die Welt ist bekanntlich ein Dorf. Es war eine gelöste, familiäre Atmosphere unter den ca. 1.300 Startern. Keine Hektik, kein Stress, hier ein Plausch mit Belgieren, dort ein Schwaz mit einer Aachener Truppe, der Spassfaktor war top -auch wenn man uns anfänglich als Ostfriesen ansah, das legte sich aber...
Je näher die Startzeit rückte, je ruhiger wurden meine beiden Mitläufer Sandra und Hans. Beim Blick in die Eifeler Berghänge und dem Wissen, da in Kürze rauf zu müssen, kamen dann doch ein paar fragende Blicke. Dafür war es jetzt aber zu spät. Das malerische Städtchen Einruhr bildete eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch. Der Rursee, die sonnendurchfluteten Berghänge, es war angerichtet und Petrus stellte abermals sein Läuferherz unter Beweis!
Pünktlich um 10.30 Uhr fiel der Startschuss zu einem anstrengenden aber umwerfend schönen Landschaftsmarathon. Der Laufkurs, der so manche Steigung bot, an dem wir Flachlandläufer hart zu kämpfen hatten, gehört zu den wohl schönsten Strecken in Deutschland. Ging erst mit nur leichten Steigungen los, folgte bei KM7 und 12 die ersten echten Herausforderungen. Der Puls schoss in Höhe, das Herz schlug in maximaler Frequenz und die Beinmuskulatur wusste jetzt, was ein Eifeler Berg ist. Kraft und Lauftechnik waren jetzt gefragt und zudem die innere Ruhe, nicht komplett zu überdrehen. Das dies nur das Vorspiel für die die nächsten Steigungen, insbesondere die bei KM37 waren, wusste jeder, der vorher ein Blick auf das Höhenprofil gewagt hatte.
Oben angekommen stockte nicht nur der Atem wegen der körperlichen Anstrengungen. Der Rursee zeigte zugleich seine ganze landschaftliche Schönheit. Sonnendurchflutete Berghänge, die mal weich, mal steil in den See hineinzufallen scheinen. Goldgelbes Herbstlauf an den Bäumen, dass in der Sonne förmlich zu strahlen begann. Wobei die Laubbaum - Bereiche immer wieder durch Tannenschonungen geteilt wurden und so dem Auge immer neue Einblicke eröffneten. Und immer wieder das glänzende Wasser des Rursees, auf dessen tellerähnlichen Oberfläche Segelboote ihre ruhige Bahn zogen.
So ging es einmal rund um den See. Durch ruhige Waldgebiete ebenso wie durch kleine Dörfer. Alles wurde zusammengehalten von dieser umwerfenden Natur. Besonders bei km35, wo der Weg besonders eng wurde und man förmlich ins Nichts lief. Der Weg bog nach rechts ab und gab den Blick über den Rursee in einer Art und Weise frei, die atemberaubend schön war. Die Weite des Sees, die Hänge mit ihren Farben, die teilweise zerklüfteten Einkerbungen rechts und links des Sees, einfach nur toll.
Dennoch, der Blick ging kontinuierlich auch auf die Puls Uhr. Nur nicht zu schnell werden, denn es sollte noch der Berg bei km37 kommen -und er kam. Meinten einige Zuschauer “und jetzt müssen die da hinten auch noch hoch” war schnell klar, wie dies zu werten ist. Der Weg schlängelte sich den Berg hoch und bot schon von unten eine Ahnung dessen, was einem oben werten sollte. Der Puls hämmerte, das Herz raste, mit jedem Schritt am Berg spürten die Muskeln, dass der aufgenommene Sauerstoff bei weitem nicht reichte um die Energie zu liefern, die eigentlich notwendig war. Die Oberschenkel wurden hart,
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