SülldorferFeldmark

4. Sülldorfer Feldmark Marathon - ein Laufbericht von Fritz Rietkötter

Sülldorfer Feldmark Marathon. Da war der erste Gedanke: wo ist denn das? Klar, ein Blick auf die Anschrift und schließlich auf die Karte zeigt schnell, dass es sich noch um eine Hamburger Region handelt. Im Nordwesten von Hamburg gelegen, sozusagen „hinterm Elbtunnel“ (von Wildeshausen betrachtet), bietet diese Region ideale Voraussetzungen für ein städtisches Naherholungsgebiet. Viel Natur mit Wiesen und Wäldern. Leicht zu erreichen und doch ruhig und beschaulich. Auffällig waren dort die vielen Pferdehöfe und der Pony Hof. Sie machen in Summe aus diesem Landstrich sicherlich auch ein Pferdezentrum vor den Toren Hamburgs. Geführt es auf jeden Fall dazu, dass dort viele Menschen unterwegs waren, was später beim Laufen für so manche Abwechslung sorgte.

Aber egal. Marathon war angesagt und das bedeutete eben, auch hier diese mindestens 42,195km zu absolvieren. Im Fall des Sülldorfer Feldmark Marathon heißt das eine Pendelstrecke vorweg und dann 5 Runden à ca. 7,3km. Gelaufen wurde im Uhrzeigersinn um die eigentliche Feldmark, die ein Stückweit den Anschein machte, als ob es sich um eine Tiefebene handelt. Damit war auch klar, dass die zu erwartenden 30Grad und mehr nicht unbedingt angenehmer werden würde. Aber dazu später mehr.

Kurz vor 7Uhr ging es für Maria, die einen weiteren Halbmarathon absolvieren wollte und mich los. Die Autobahn war einigermaßen frei, was die Fahrzeit, ganz im Gegenteil zur Rücktour, deutlich in Grenzen hielt. Nachdem wir, nach etwas Suchen, den eigentlichen Start-/Zielbereich gefunden hatten, galt es erst einmal, die Lage zu peilen, mit dem einen oder anderen Läufer einen Schnack zu halten und schließlich die Laufsachen zu „richten“.Frühmorgens, kurz vor dem Start, gab es zum Auftakt erstmal ein Briefing zur Streckenführung vom Organisator Hajo Meyer, was natürlich auch den obligatorischen Hinweis auf das Thema Trinken beinhaltete. Das es warm werden würde, zeichnete sich da schon ab. Also trinken, trinken, trinken. Ich hatte meinen Trinkrucksack dabei. Eine absolut richtige Entscheidung, da die Versorgung aufgrund der Rundenlänge von ca. 7,3km eben diese Distanz auseinander lag.

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Briefing durch Hajo Meyer

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auf durch die morgendlichen Sonntag

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Briefing durch Hajo Meyer

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Wendepunkt der Pendelstrecke, unspektakulär

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Briefing durch Hajo Meyer

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Maria bei der Versorgung, die guten Sachen gab es auf der anderen Seite

Gut mit allen Infos versorgt, ging es schließlich auf die Strecke. Erstmal das Pendelstück ablaufen und dann die 5 Runden um die eigentlich Feldmark absolvieren. Der Laufuntergrund war optimal, mit sehr gut befestigten Wegen. Dazu der ständige Weitblick in die Wiesen und Wälder. Es sollte also ein schöner Landschaftslauf werden. Die erste Runde drehten Maria und ich noch zusammen, bis wir dann beide unser Lauftempo aufnahmen.

Lauftempo, Laufrhythmus, alles im grünen Bereich. Der nunmehr 96. Marathon sollte in aller Ruhe gelaufen werden, so der Plan. Schließlich hieß es auch hier, Trainieren für den 100 Meilenlauf in Berlin. Hin und wieder Puls kontrollieren, obwohl das eigentlich kaum notwendig war. Dann den Blick wieder in die Weite schweifen lassen. Hin und wieder auf die Pfeile am Boden achten, verlaufen wäre nämlich blöd und so weiter und so weiter.

Durch die Baumwipfel am Streckenrand schien die Sonne und verwandelte Teile der Streckein ein Meer aus Licht und Schatten. Man konnte in aller Ruhe seinen Marathon abspulen und dabei einen Gedanken freien Lauf lassen. Wäre da nicht eben die Sonne. Mit gut über 30 Grad hatte sie es auch dieses Mal wieder gut mit uns Läufern gemeint. Und die Wärme merkte man mit jeder Runde. Immer, wenn man aus beschatteten Bereichen in die Sonne lief, wurde es merklich wärmer. Dazu kam auf der zweiten Rundenhälfte ein ganz leichter Wind, der eher etwas von einem Föhn hatte. Aber egal, ist ja Marathon, also weiter. Nochmals ein Schluck aus dem Trinkrucksack, nochmal der obligatorische Blick auf die Pulsuhr und Schritt um Schritt durch die Feldmark.

Schritt für Schritt heisst in Summe eben auch, rein in die nächste Runde. Wieder als erstes an die Verpflegung, die sehr gut und üppig belegt war, dann rein in die Runde. Wieder vorbei an Kühen und Pferde auf den Weiden, wieder durch die Licht – Schatten – Streckenpassagen. Obwohl die mit zunehmend höher stehender Sonne auch weniger wurden. Über einen kleinen Bach, vorbei an den Pferdehöfen, an dem Pony Hof und den Passaten, die ihren Sonntagsspaziergang absolvierten. Auf der Strecke tummelten sich jetzt auch viele Eltern, die ihre Kinder auf einem Pony „ausführten. Schon ein bizarres Bild: die einen Passaanten hatten einen Hund an der Leine, die anderen ein Pony, wo ihr Kind drauf saß. Na so sind die Städter eben, dachte ich bei mir und zog weiter meine Runden. Komplettiert wurde die Passantenschaar durch Fahrradfahrer , Inliner und „reine“ Fußgänger. Dazu einige Reiter, es gab immer viel zu schauen.

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Pferdehöfe

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Wege im Sommer

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da mal reinspringen

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es ging immer der Nase nach

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Wege in der Sonne

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Abwechslung am Wegesrand

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man merkte, wo kein Schatten war

So verging Kilometer um Kilometer und damit Runde um Runde. Nach der vierten folgte eben die fünfte und damit die letzte Runde. Auf meinem Plan stand für diese Runde nochmals „zügiges Tempo“. Also ein letztes Mal an die Verpflegungsstation und dann wieder zurück auf die Strecke. Es lief trotz der Mittagswärme ausgesprochen gut. Aufgrund der Mittagszeit waren nun auch etwas weniger Ausflügler auf den Wegen unterwegs, weshalb diese Runde dann auch planmäßig im zügigen Tempo abgeschlossen werden konnte. In Summe blieb die Uhr bei 4:38:46h stehen, was den 9. Gesamtplatz und den 4.AK-Platz bedeutet. Maria hatte zwischendurch ihren Halbmarathon mit 2.:30h absolviert, was auch für sie ein tolles Ergebnis aufgrund der sommerlichen Temperaturen bedeutet.

Anschließend noch in aller Ruhe die tolle Verpflegung im Start-/Zielbereich zum Auffüllen der Speicher nutzen und schließlich wieder anstellen im Stau auf der A1. Als Fayit der Veranstaltung bleibt, dass es eine sehr schöne Strecke ist und man viel Zeit für den einen oder anderen Schnack hat. Ich werde bestimmt wieder kommen. Denn als Trainingsmarathon bietet sich dieser Lauf sehr gut an. Außerdem findet der Lauf mehrmals im Jahr statt, so hat man auch noch die Gelegenehit, die Strecke in den unterschiedlichen Jahreszeiten zu erlaufen.

                                                                                                                                                                                      

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die drei Damen... -eh Herren vom Grill :- )

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das war lecker

 

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und das war auh lecker. Dazu Hackbällchen und Gummibärchen und Obst und und ....